Ende der Umleitung: Hauptstraße wieder durchgängig

Ende der Umleitung: Hauptstraße wieder durchgängig

Von Alois Huck

Sinzheim - Zahlreiche Anwohner können aufatmen, denn gestern sind die rund 260 Meter der sanierten Hauptstraße für den Verkehr zwei Monate früher als geplant freigegeben worden. Aufatmen können aber auch die Radfahrer, Fußgänger und Autofahrer über das Ende der im Oktober 2018 begonnenen Maßnahme.

Und nicht zuletzt sind die Anwohner der Erlenstraße, Weiherstraße und Eisenbahnstraße froh, denn in den vergangenen neun Monaten hatte sich ein Großteil des Verkehrs durch ihre Straßen geschlängelt.

"Wir hatten von Anfang an die Bewohner der Hauptstraße mit ins Boot genommen", erläuterte Bürgermeister Erik Ernst, bevor er zusammen mit Gemeinderäten, Firmenvertretern und Mitarbeitern des Bauamtes mit dem Durchschneiden eines Bandes die Straße offiziell frei gab. "Für mich ist es ein Grund zu großer Freude", betonte Erik Ernst, denn nun sei man einen Schritt weitergekommen, "dass die Ortsdurchfahrt von der bisherigen Kreisstraße zur Gemeindestraße abgestuft wird". Das sei Voraussetzung für eine durchgängige 30er Zone. 1 560 Quadratmeter erdbraunes Pflaster wurden wie in der Friedhof- und der vorderen Erlenstraße in der Hauptstraße diagonal verlegt, was die Abrollgeräusche der Fahrzeuge mindere. Mit 850 Quadratmeter grauem Pflaster sind die Gehwege belegt. Pflanzbeete sorgen für optische Abwechslung. Wie vom Gemeinderat gewünscht, erleichtern drei barrierefreie Übergänge seh- oder gehbehinderten Menschen die Überquerung der Straße.

In drei Bauabschnitten wurde die Maßnahme durchgeführt, um die Beeinträchtigungen der Anwohner und Geschäfte so gering wie möglich zu halten. Unter der Erde wurden 160 Meter Entwässerungsrohre durch neue Kunststoffrohre ersetzt. Weiterhin wurden etwa 500 Meter Leerrohre und 500 Meter für die Breitbandversorgung eingebaut. Bei der evangelischen Kirche ist an der Bushaltestelle der Bordstein erhöht worden um das Ein- und Aussteigen zu erleichtern. Die Gesamtkosten für Straßenbau, Kanalsanierung, Verlegung der Speedpipe-Rohre für Glasfaserkabel, die Ingenieur- und Nebenleistungen belaufen sich auf 865 000 Euro. Knapp die Hälfte wird vom Land übernommen.

Erik Ernst dankte neben seinen Bauamt-Mitarbeitern Thomas Bäuerle, dem Ortsbaumeister Eberhard Gschwender und dessen Vorgänger Richard Hörth sowie der ausführenden Firma und dem Planungsbüro. Dann packten alle mit an, die Straßenabsperrung und die Schilder wegzutragen, damit ein wartender Rollerfahrer die neue Straße "in Betrieb" nehmen konnte.

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