Busflotte wird schneller erneuert
Busflotte wird schneller erneuert
Von Henning Zorn

Baden-Baden - Die Busflotte der Baden-Badener Verkehrsbetriebe wird ihr Gesicht verändern. Zügig will man die alten Dieselbusse loswerden und bei Neuanschaffungen auf Fahrzeuge mit moderner Abgas- beziehungsweise Elektrotechnik setzen.

Trotz der aktuellen Diesel-Diskussion dürfe man nicht vergessen, dass jeder, der mit einem Bus fährt, auch etwas für die Umwelt tut. Darauf legten gestern der Leiter der Verkehrsbetriebe, Stefan Güldner, und Stadtwerke-Chef Helmut Oehler großen Wert, als sie in einem Pressegespräch gemeinsam mit dem zuständigen Sachgebietsleiter Jürgen Herr über die schrittweise Umwandlung der Busflotte informierten.

So sollen die alten Fahrzeuge schrittweise gegen Busse mit der Abgasnorm Euro 6 ausgetauscht werden, die nicht nur erheblich weniger Diesel-Kraftstoff verbrauchen, sondern auch den Schadstoffausstoß (Stickoxid, Feinstaub) um 90 Prozent senken sollen.

Auch der elektrische Strom wird beim Antrieb der Busse eine wachsende Rolle spielen. So will man 2019 einen reinen Elektrobus eines italienischen Herstellers anschaffen, den man in diesem Jahr ausführlich getestet hat. Das Fahrzeug kostet rund eine halbe Million Euro, wobei die Stadt auf Fördermittel zwischen 100 000 und 140 000 Euro hofft.

Weiter ist im kommenden Jahr der Kauf von fünf Bussen mit der sogenannten Mild-Hybrid-Technik geplant. Bei dieser abgespeckten Hybridtechnologie erfolgt der Antrieb zwar durch einen Dieselmotor, der aber durch beim Abbremsen gewonnene und gespeicherte elektrische Energie unterstützt wird. Dadurch lässt sich eine deutliche Einsparung beim Sprit-Verbrauch erzielen.

Ergänzt wird die Baden-Badener Busflotte mit ihren zurzeit 47 Fahrzeugen auch noch durch einen zusätzlichen Mini-Bus, der maximal Platz für 30 Fahrgäste bietet. Dieses Fahrzeug soll vor allem dann auf bestimmten Strecken eingesetzt werden, wenn dort die Auslastung geringer ist.

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