"Giftiges Thema" wird zur Sprache gebracht
Längs des Fahrbahnrands parkende Autos (rechts) behindern in der Straße Auf den Heilberg die Zufahrten zu den Seitenstraßen (links). Halteverbote sollen nun helfen.  Foto: Heck
Durmersheim (HH) - Eine Bauausschusssitzung ohne die Behandlung von Parkproblemen gibt es nicht. Dieser Eindruck bestätigte sich am Dienstag bei der ersten Zusammenkunft des Durmersheimer Gremiums nach der Sommerpause. Dieses Mal ging es unter anderem um abgestellte Autos in der Straße Auf den Heilberg. Dort gibt es auf einer Seite eine Menge privater Stellflächen vor Garagen. Auf der anderen Seite darf entlang einer langen Hecke am Straßenrand geparkt werden. Von der Einrichtung eines Halteverbots hatte der Bauausschuss bei einer Beratung vor zwei Jahren abgesehen. Man wollte die Situation aber im Auge behalten.

Inzwischen wird von der Möglichkeit, am Straßenrand zu parken, verstärkt an Stellen Gebrauch gemacht, wo es bedenklich ist: Gegenüber den Zufahrten zu den Seitenstraßen, der Alfred-Delp-Straße oder der Carl-Goerdeler-Straße zum Beispiel. Ortsbaumeister Hans-Martin Braun teilte mit, dass die Feuerwehr und andere Rettungsdienste mitunter erhebliche Schwierigkeiten hätten. Es lägen Schreiben vor, denen zufolge Straßeneinfahrten durch rücksichtslos abgestellte Fahrzeuge behindert oder sogar blockiert wurden.

In Absprache mit der Verkehrsbehörde soll in den fraglichen Bereichen eine Halteverbotszone ausgewiesen werden. Gleichzeitig sollen Abschnitte gekennzeichnet werden, auf denen das Parken weiterhin gestattet sein soll. Eine entsprechende Beschilderung sei vorgesehen. Der Ausschuss stimmte dem Vorschlag der Verwaltung zu. Innerhalb einer Minute war das Thema abgehandelt.

Weitere Parkprobleme wurden aus dem Gremium heraus unter dem Tagesordnungspunkt "Anfragen" zur Sprache gebracht. Dabei regte Joachim Fischer, der für die SPD als beratendes Mitglied mitwirkt, eine Aufweichung der in der Vergangenheit vielfach geforderten strikten Überwachung des ruhenden Verkehrs an. Er berichtete von Autofahrern, die auf dem Weg in die Arbeit vor einer Bäckereifiliale in der nördlichen Hauptstraße kurz anhielten, "nur zwei, drei Minuten", um einzukaufen. Weil offenbar aber nicht ordnungsgemäß geparkt wurde, gab es Fischer zufolge schon reihenweise Strafzettel. Die Kontrolleure zückten einfach ihre Kamera und klickten drauflos. Der Ärger sei vorprogrammiert, monierte Fischer.

Bürgermeister Andreas Augustin vermied es, Stellung zu nehmen. Die Vorgänge seien "ein giftiges Thema". Er werde Fischer daher schriftlich antworten. Zur Erinnerung: Um die Probleme mit Autos, die an unerlaubter Stelle geparkt wurden, in den Griff zu bekommen, hat die Gemeinde jüngst für die Ortspolizeibehörde zwei weitere Kräfte eingestellt. Schon bald nach ihrem Dienstantritt hatte sich der Bürgermeister überaus zufrieden über deren Arbeit geäußert.

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