Neuer Vorschlag für besseren Verkehrsfluss
Derzeit endet die Werkrandstraße abrupt. Die CDU im Ried schlägt vor, die Straße durch Wald und Äcker bis zur L 77a zu verlängern.  Foto: Mauderer
Rastatt (red/ema) - In der Diskussion über die geplante Erweiterung des Benz-Werks bringt der CDU-Ortsverband Ottersdorf-Plittersdorf einen neuen Vorschlag zur Verkehrsentlastung ins Spiel: eine Verlängerung der Werkrandstraße bis zur L77a (Nordwestumgehung). Auf Unverständnis stößt bei den Christdemokraten, dass die Verlängerung der geplanten Münchfeld-Querspange schon vom Tisch sei.

Während die Grundsätze der Machbarkeitsstudie unter der Maßgabe, dass verträgliche Lösungen für die Landwirte, die Schützen und die Kleingärtner gefunden werden, eine breite Zustimmung beim CDU-Ortsverband findet, sorgt die geplante Verkehrsanbindung für Kontroversen, wie die Partei nach einer Sitzung des Ortsverbands informiert.

Die Aussagen der Stadtverwaltung zur möglichen Verringerung der Pendlerströme in den Riedorten bezeichnet die CDU ebenso wie die Ausführungen zu einer eventuellen Verlängerung der geplanten Münchfeldumfahrung über die L 75 hinaus entlang dem Bahngleis bis zur Ottersdorfer Straße als "völlig unzureichend".

Der CDU-Ortsverband Ottersdorf-Plittersdorf akzeptiert nicht, dass diese Umfahrung ohne eingehende Prüfung bereits jetzt als "völlig aussichtslos" bezeichnet wird, obwohl naturverträgliche Maßnahmen wie eine Untertunnelung oder die Schaffung von Wildbrücken bisher nicht geprüft wurden, teilt die Partei in einer Presseinformation mit. Die Straßentrasse durch das Rastatter Bruch wird von den Umweltverbänden vehement abgelehnt.

Der CDU-Ortsverband Ottersdorf-Plittersdorf sieht dagegen in einem möglichen Lückenschluss in der Westumfahrung Rastatts ein erhebliches Entlastungspotenzial für die Gesamtstadt und eine "riesige Chance" in der Verkehrsentwicklung. Zuletzt hatte sich auch die Rastatter FDP für eine Straße neben dem Gleis ausgesprochen.

Selbst wenn die Strecke nicht überwiegend von Pendlern genutzt werde, könnten laut CDU endlich eine durchgängige Ringverbindung der Autobahnanschlüsse Rastatt-Nord und Rastatt-Süd außerhalb der Wohngebiete und damit erhebliche Verbesserungen für den Schwerlast- und Zulieferverkehr geschaffen werden.

In diesem Zusammenhang wäre dann auch eine direkte Verbindung der L77a (Werkrandstraße) mit der Werkrandstraße am nördlichen Ende des Benz-Werks zu prüfen, um auch hier einen optimierten Verkehrsfluss zu gewährleisten.

Das abrupte Ende der Werkrandstraße sei ohnehin ein unfallträchtiger Gefahrenpunkt, sagte Plittersdorfs Ortsvorsteher Mathias Köppel dem BT. Mit der direkten Anbindung durch das Wäldchen und die Felder könnte auch der Knotenpunkt vor Tor 1 des Benz-Werks mit dem Bogen von der L77a in die Wilhelm-Busch-Straße entlastet werden.

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