"Debütanten" beweisen Kreativität
Zum Start gibt es eine Torte: Die Organisatoren der Interkulturellen Wochen im Landkreis Rastatt stellen aber nicht nur kulinarische Angebote auf die Beine.  Foto: Hauptmann
Rastatt (yd) - Es war eine illustre Runde, die sich gestern in einem der Besprechungszimmer des Landratsamts eingefunden hatte: Frauen und Männer ganz unterschiedlicher Abstammung, Alters oder Berufs warben für eine Veranstaltungsreihe, die wie keine andere für die Integration im Landkreis steht und sich immer mehr ausweitet - sowohl geografisch als auch inhaltlich: Vom kommenden Samstag, 15. September, bis Samstag, 6. Oktober, finden auch in der Region wieder die Interkulturellen Wochen unter dem Motto "Vielfalt verbindet" statt.

Inzwischen wird sie als Kooperation zwischen dem Landkreis Rastatt und vielen Städten und Gemeinden organisiert - bei der ersten Interkulturellen Woche im Jahr 2011 war die Stadt Rastatt der einzige Anbieter der Aktion. Mit elf Veranstaltungen auf dem Programmflyer sei man damals gestartet, erinnerte sich Petra Heinisch-Hildebrand, Integrationsbeauftragte der Stadt Rastatt, gestern beim Pressegespräch. Der Flyer ist inzwischen zu einem ziemlich dicken Heft angewachsen. 51 Veranstaltungen, angeboten von 47 Organisatoren, finden sich darin - von Vorträgen über Filmvorführungen bis hin zum gemeinsamen Kochen, Erzählstunden, Trommelworkshops, Ausstellungen und noch viel mehr.

Ebenso vielfältig wie die Veranstaltungen sind auch die Anbieter: Neben dem Landkreis und den Gemeinden finden sich unter anderem die evangelische Landeskirche, der Verein "Latin-Brücke Rastatt", die islamische Gemeinschaft Milli Görus, die städtische Musikschule Rastatt, die Caritas, das Forum-Kino Rastatt, der Verein "Die Brücke", die Freie Waldorfschule der Verein Junge Flüchtlinge Rastatt und viele mehr in den Reihen der Veranstalter.

Seit diesem Jahr neu dabei sind laut Tamina Hommer, Integrationsbeauftragte des Landkreises Rastatt, die Gemeinden Kuppenheim und Bischweier, Hügelsheim, Sinzheim und Weisenbach. Und die "Debütanten" erwiesen sich als kreativ. In Kuppenheim etwa gibt es am Freitag, 28. September, 15 bis 18 Uhr, einen Spontanchor-Workshop im St. Sebastianhaus (Friedrichstraße 65) für jedermann. Teilnehmen können auch Ungeübte. Michael Diefenbacher, der in der Region mehrere Chöre dirigiert, wird die Sänger anleiten. Zwischendurch kann auch das Begegnungscafé Kuppenheim im gleichen Gebäude besucht werden. Eine Anmeldung zum Workshop ist bis Sonntag, 23. September, bei Ulrike Sztatecsny, Integrationsbeauftragte der Stadt Kuppenheim und der Gemeinde Bischweier, erforderlich: (07222) 9028251, E-Mail: ulrike.sztatecsny@kuppenheim.de.

Neue Wege gehen die Organisatoren in diesem Jahr mit der Auftaktveranstaltung. Wurde hier bisher Kabarett oder Humoriges geboten, so gibt es dieses Jahr am Samstag, 22. September, 18 Uhr, einen Vortrag zum Thema "Die Grenzen der Toleranz". Referieren wird Dr. Michael Schmidt-Salomon, Philosoph, Schriftsteller und Vorstandsprecher der Giordano-Bruno-Stiftung. "In diesen Zeiten ist das Thema aktueller denn je", meint Petra Heinisch-Hildebrand. Die Musikgruppe der Geflüchteten vom Verein Junge Flüchtlinge Rastatt sorgt für die musikalische Umrahmung, die Bewirtung übernimmt der Freundeskreis Paas Neere - Burkina Faso. Der Eintritt ist frei.

Die Programmhefte für die Interkulturelle Woche liegen in allen Ämtern und öffentlichen Stellen im Landkreis Rastatt aus und sind ebenfalls im Internet, etwa auf der Homepage des Landratsamts, einsehbar. Noch handelt es sich um ein Heft mit 47 Seiten. "Wenn die Zahl der Veranstaltungen aber weiter ansteigt wie bisher, können wir in den kommenden Jahren wohl ein Buch präsentieren", meinte Tamina Hommer zum Abschluss des Pressegesprächs schmunzelnd.

www.landkreis-rastatt.de

www.interkulturellewoche.de

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