Überarbeitetes Konzept für Baugebiet Winkelfeld
Überarbeitetes Konzept für Baugebiet Winkelfeld
Bischweier (mak) - Die weitere Entwicklung des Baugebiets Winkelfeld war das zentrale Thema der Gemeinderatssitzung am Montag, zu der rund 30 Einwohner ins Dorfhaus gekommen waren.

Städteplanerin Petra Schippalies hatte die Rückmeldungen der Einwohner im Rahmen der Beteiligung der Öffentlichkeit im Herbst 2017 in den Planvorentwurf eingearbeitet: "Die Anregungen der Bevölkerung haben zu einer Überarbeitung geführt", machte sie deutlich. Kritisiert wurde beispielsweise, dass bei der Verkehrsanbindung die Hermann-Föry-Straße fehle und dass die Winkelfeldstraße diesbezüglich ungeeignet sei. Von einer Haupterschließung des Winkelfelds sollte abgerückt werden. Weiterhin regten die Einwohner an, im Gebiet Sackgassen anzulegen anstatt Ringe. Ausreichend öffentliche Parkplätze wurden zudem angemahnt.

Anstatt der geplanten drei Spielplätze sollte es besser einen großen geben, war die Tendenz der Anregungen. Die Tennisplätze sollten nicht erweitert werden, stattdessen sollte die Fläche für Wohnbebauung genutzt werden. Vorgeschlagen wurde außerdem, mehrgeschossige Häuser am Rand des Gebiets anzusiedeln und im Innenbereich nur Einzel- und Doppelhäuser zuzulassen, führte die Planerin aus. Bei der Überarbeitung des Gesamtkonzepts habe sie darauf geachtet, die Grundprinzipien des Bebauungsplans, die bei den beteiligten Fachbehörden auf Zustimmung gestoßen seien, beizubehalten, verdeutlichte Schippalies. So soll das zehn Hektar große Areal durch prägnante Grünkeile in Quartiere unterteilt werden. Diese Grünkeile werden auch nur einmalig von der Straßenführung durchschnitten, die zudem unbequem gestaltet wird, um mögliche Abkürzungen unattraktiv zu machen. Großen Wert lege man auf eine gerechte Verteilung des Verkehrs, erläuterte die Planerin.

Größere Gebäudeeinheiten sollten entlang der Haupterschließungsachse gebaut werden, um die Verkehrsbelastung innerhalb des Wohngebiets möglichst gering zu halten. Das Areal bietet Platz für 110 Baugrundstücke, sofern die Bauplätze eine Größe von 450 Quadratmeter haben. Sollte sich der Gemeinderat für 500 Quadratmeter große Bauplätze entscheiden, dann reduziert sich die Anzahl auf 99, erläuterte Schippalies. Ihr Fazit: Im Hinblick auf die Erschließung ermöglicht das veränderte Konzept eine Anbindung an die Hermann-Föry-Straße und an die Winkelfeldstraße. Sackgassen seien zwar möglich, Ringe sind ihrer Auffassung nach jedoch besser. In jedem Quartier sind ausreichend öffentliche Parkplätze vorgesehen.

Ohne Grundstücke

geht nichts

"Das Erschließungskonzept steht und fällt damit, ob die Eigentümer genügend Flächen zur Verfügung stellen", verdeutlichte Schippalies, die an den Rat appellierte, nun Empfehlungen zu geben, damit die Planungen weiter entwickelt werden können.

Den Zeitplan für die Erschließung des Winkelfelds erläuterte Dr. Thomas Dopfer von der ESB Kommunalprojekt AG in Bruchsal. "Eine Gesamtzeit von vier bis fünf Jahren für die Realisierung von Baugebieten ist aufgrund der immer weiter steigenden Anforderungen heutzutage normal", erklärte er.

Im Januar 2019 sollen Gespräche mit den Eigentümern in der Murgtalstraße geführt werden. Die Fachgutachten werden voraussichtlich bis Februar fertig sein. Die Anordnung der Umlegung könnte im März erfolgen.

Der Entwurf für den Bebauungsplan soll bis April beschlussreif sein, über dessen Offenlage könnte der Gemeinderat im Mai entscheiden. Im Zeitraum zwischen Juni und August soll der Bebauungsplan zur Einsicht im Rathaus offengelegt werden. Parallel sollte mit den vorlaufenden Artenschutzmaßnahmen begonnen werden, empfahl Dopfer. Die Eigentümergespräche zur Zuteilung von Baugrundstücken könnten von Juli bis Oktober stattfinden.

Sofern alles reibungslos läuft, könnte der Bebauungsplan Ende nächsten Jahres fertiggestellt sein. Mit der Erschließung soll dann im Sommer 2020 begonnen werden, die Ende 2021 abgeschlossen sein könnte.

Impressum - Nutzungsbedingungen - Datenschutz
1