Drei Euro! Zwei Punkte?
Drei Euro! Zwei Punkte?
Von Moritz Hirn

Für das vorerst letzte Heimspiel in der dritten Handball-Bundesliga hat sich der TVS Baden-Baden etwas einfallen lassen: Für das Publikum wird die Partie gegen den VfL Pfullingen zu einem Schnäppchen. In Sachen Eintrittsgeld lautet morgen die Devise: drei Euro zum Abschied aus Liga drei.

"Das ist ein dickes Dankeschön an die Fans, die uns stets die Treue gehalten haben", betont TVS-Trainer Marius Merkel, der auf eine gute Kulisse hofft. In der Tat wäre eine volle Halle wünschenswert, denn das würde den angemessenen Rahmen schaffen, um eine Sandweierer Legende zu verabschieden: Simon Bornhäußer, der seit 2003 in der ersten Mannschaft auf Torejagd geht, wird sich vom heimischen Publikum verabschieden und zum Saisonende den Harztopf an den Nagel hängen - zumindest in Team eins.

Als "enorm wichtig für den ganzen Verein" bezeichnet Merkel seinen Kollegen, der das TVS-Spiel der vergangenen Jahre "mitgeprägt" hat. Das wird er sicher auch heute wieder unter Beweis stellen. Dann trifft der TVS, bei dem Johannes Henke, Maximilian Vollmer, Niklas Jolibois und Jonas Schuster passen müssen, mit Pfullingen auf ein junges, dynamisches Team, das Tempo macht und mit Youngster Niklas Roth einen "Wahnsinns-Athleten" (Merkel) in seinen Reihen hat. Für die Gäste (Rang elf) geht es tabellarisch um wenig, der TVS fokussiert sich aber vornehmlich auf sich. Zusammengefasst lautet die Devise: Freude am Spiel finden und wenig Fehler machen. Wer weiß, vielleicht wird dies dann ja endlich mit einem Sieg belohnt. "Das wäre eine schöne Pointe", sagt Merkel. Obendrein zum Schnäppchenpreis.

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