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Zuhörer können beim Singen von Mantras zur Ruhe kommen
Lex van Someren begeistert die Zuhörer nicht nur mit meditativen Klängen, sondern vor allem auch mit seiner Stimme, die über vier Oktaven reicht. Foto: Fuß
02.01.2018 - 00:00 Uhr
Bühl (mf) - Nach innen lauschen, Gefühle annehmen, die Seele baumeln lassen und die Stille genießen - das sind die Kennzeichen, wenn der Künstler Lex van Someren Konzerte im Bürgerhaus gibt. Beifall klatschen war hingegen gar nicht angesagt. Vielmehr sollten die Zuhörer der verklingenden Musik nachspüren und der meditative Moment sollte intensiv erlebbar werden.

Offensichtlich wussten viele Konzertbesucher Bescheid, denn nach dem einleitenden Musikstück gab es erstmal nur zögerlichen Beifall. Der Künstler Lex van Someren konnte diese Zurückhaltung ganz gut einordnen. Es war ihm klar, dass viele seiner Fans gekommen waren, die wissen, dass er den Beifall weder braucht noch will. Viel wichtiger sind ihm die Ruhe und die stille Konzentration nach dem Verklingen des letzten Tons.

Lex van Someren singt, begleitet von hervorragenden Musikern, spirituelle Lieder. "Musik wie im Himmel für Herz und Seele" lautet der Titel der Konzerttour 2017, mit der er im November in Ulm gestartet und anschließend durch ganz Deutschland und die nördliche Schweiz getourt war. Am Freitag beendete er seine Tournee in Bühl. "Das ist ein Heimspiel für mich", meinte der seit zehn Jahren in Baden-Baden lebende Künstler in charmantem Deutsch mit niederländischem Akzent.

Mit sanfter Stimme erklärte er, dass er in Bühl seine Proben für die Tour absolviert habe und dankbar sei, nun hier sein Abschlusskonzert zu geben. Er lud das Publikum ein, die aus dem Sanskrit abgeleiteten Mantras mitzusingen, denn es tue gut, gemeinsam diese göttlichen Silben zu singen, die in jeder Religion geschätzt würden. Mit seinem Gesamtkunstwerk aus Farbe, Licht, Klang, Tanz, Gesang und Musik wolle er eine Brücke sein zwischen allen Religionen und Kulturen der Welt.

Unabhängig von seiner inhaltlichen Botschaft bot der Künstler ein dreistündiges, sphärisches Klangerlebnis mit vielen musikalischen Höhepunkten. Zum einen ist da die vier Oktaven umfassende Stimme des Sängers Lex van Someren. Von einer federleichten Kopfstimme bis zum tiefsten, brummenden Bass reicht das Volumen, mit dem er Lieder wie "Sat Nam", "Benedictus" oder "Cathedral" singt. Zu diesem Lied setzte er große Klangschalen ein. Als zusätzlicher Glanzpunkt tanzte die Dreh-Tänzerin Monika Bürk-Finkbeiner aus Sasbachwalden. In wunderschönen Prinzessinnen-Kleidern, mit zarten Schleiern an den Ärmeln, drehte sie sich minutenlang graziös und anmutig um die eigene Achse.

An seiner Seite weiß Lex van Someren die routinierte Sängerin Katie Okwuazu, die mit schöner Stimme nicht nur im Hintergrund singt, sondern bei Mantras auch die Stimmführung übernimmt. Die hochkarätigen Musiker Johannes Hustedt (Flöten und Saxofon), Vache Bagratuni (Cello), Nils Tannert (Marimba, Percussion und O-Daiko-Drum) und Frank Steiner (Keyboard und Trompete) bereicherten das Konzert mit zahlreichen inspirierten, solistischen Glanzleistungen. Teilweise stehen sie seit über zwanzig Jahren an der Seite des vielseitigen Künstlers van Someren.

Auch wenn sich das Publikum überwiegend an die Bitte hielt und nach den Musikstücken in Stille verharrte, hielt es nach den körperlichen Kraftakten von Nils Tannert an der großen Trommel nicht an sich und klatschte begeistert, ebenso am Ende. Zahlreiche Gäste sprangen begeistert auf und erhielten noch eine Zugabe.

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