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Das Leben ist ein eingeklemmter Reißverschluss
20.01.2018 - 00:00 Uhr
Lichtenau (red) - Klein, originell und zeitgeistkritisch, manchmal quergebürstet und unartig - so präsentiert sich das neue Jahresprogramm des Hoftheaters Scherzheim. Von Mai 2018 bis Mai 2019 setzt die Bühne an 40 Veranstaltungstagen vor allem auf den Scharfsinn der Künstler.

Konsumverblödung und Lifestylehirnlosigkeit sind seine Gegner: Mit "Entartete Gunst" eröffnet Matthias Matuschik das Programmjahr am 11. und 12. Mai. "Achtung, mein Programm enthält Spuren von Schildkrötensuppe, Hummeln und Wahrheit", warnt Matuschik.

Ein waschechter Bayer folgt am 25. und 26. Mai mit Josef Brustmann und "Ich bin so frei". "Das Leben ist ein eingeklemmter Reißverschluss. Man muss es sich hart erkämpfen", lautet sein Motto.

Das Duo " Das Geld liegt auf der Fensterbank, Marie" , bestehend aus Wiebke Eymess und Friedolin Müller, präsentiert sich am 8. und 9. Juni. In "Gleich knallt's" bedrohen sie sich, was ein Versprechen für Wortwitz und Partnerschafts-Pointen ist.

Felix Reuter sitzt am 22. und 23. Juni auf der Bühne am Klavier. In "Music meets nature" geht er seiner Spezialität nach - nämlich dem, was als Plagiat, Parodie, Anlehnung oder Kopie zwischen Komponisten und Publikum diskutiert wird.

Ihr Programm "Wo pin ich? - Comedy 4.0", stellt Anka Zink am 20. und 21. Juni vor. Dabei nimmt sie vor allem die IT- und Digitalverblödung aufs Korn.

Am 14. und 15. September geben sich Udo Zepezauer und Mirjam Woggon die Ehre. Unter dem Titel "Lebenslang" spielen sie gleichzeitig ein Ehepaar und zwei Paartherapeuten.

Klaus Birk mit "Neues aus Absurdistan" ist am 28. und 29. September zu Gast. Er beschäftigt sich mit dem Berliner Hauptstadt-Flughafen und Stuttgart 21 und vermutet, dass es ein Paralleluniversum gibt, in dem es noch länger dauert, bis etwas nicht klappt.

Eine Hoftheatertradition führen am 12. und 13. Oktober die SWR-Sprecher Karl-Rudolf Menke und Eva Irion mit ihrem Vorleseabend "Lesen!" fort.

Kleiner Mann bietet großartige Kleinkunst - so kann man Kalle Pohls Programm "Das Beste vom Besten" überschreiben, das am 26. und 27. Oktober folgt. Er verankert in seinem Auftritt viele Stationen seines bunten Lebenslaufs.

Ähnlich wie Pohl lässt Thomas C. Breuer am 2. und 3. November 40 Jahre seines Kabarettistenlebens Revue passieren. In "Letzter Aufruf" macht er deutlich, dass "Haltung" nach all den Kabarettjahren nichts mit Orthopädie zu tun hat und dem alten Lästermaul die Pointenpuste noch nicht ausgegangen ist.

Zielen und Treffen, aber nicht mit der Konfettikanone, verspricht Robert Griess in "Hauptsache es knallt" am 16. und 17. November. Wenn er sich über den Zeitgeist ärgert, dann haut er drauf, dass es knallt.

Dauergast in Scherzheim ist Ludwig Wolfgang Müller , der am 7. und 8. Dezember in "Eine Einweisung" der Frage nachgeht, ob man Typen wie Erdogan oder Trump mit der Diagnose "Weltklapse" eine psychopathologische Fehlentwicklung zuschreiben sollte.

Unterweisung in "Panik für Anfänger" verspricht Lutz von Rosenberg Lipinsky am 11. und 12. Januar 2019 und empfiehlt sich als Deutschlands lustigsten Seelsorger, wenn er den Angstmachern in Politik und Gesellschaft das Handwerk legen möchte.

Am 25. und 26. Januar 2019 ist Annette Postel als Tangovamp im Hoftheater zu bewundern. Postel, die mit dem Bandoneonisten Norbert Kotzan und dem Pianisten Bobbie Fisher kommt, versucht unter dem Titel "Rote Schuhe - Annette und die Tangomafia" dem Thema Tango durch Parodie gerecht zu werden.

Der österreichische Kabarettphilosoph Gunkl besucht das Hoftheater am 8. und 9. Februar 2019 mit "Zwischen Ist und Soll". Er sucht dabei das Lachen nicht im Vordergrund, sondern nutzt den Humor als philosophische Notwehrwaffe.

Den Titel "Heute wegen gestern geschlossen" trägt das Programm von Jess Jochimsen am 22. und 23. Februar 2019. "Einfach Tür zu - das geht doch nicht", sagt der Freiburger Künstler, der in der Vergangenheit viele Kabarettpreise einheimste.

Er singt und kaspert, parodiert und fabuliert, spielt mit Puppen oder am Klavier. Die Rede ist von Gunzi Heil , der am 8. und 9. März 2019 einlädt. Angesichts seiner oft getragenen Beinkleider heißt das Programm: "Für mich soll's rote Hosen regnen."

Den alltagstherapeutischen Nutzen von Kabarett möchte Jens Neutag am 22. und 23. März 2019 beweisen. Nach dem Motto: Kabarett kann das Leben nicht ändern aber erträglicher machen, tritt er "Mit Volldampf" auf.

Anny Hartmann will dem Publikum "No Lobby is perfect" am 5. und 6. April 2019 den Weg zwischen Marketing und Lobbyismus, Konzernkabalen und Bilanzfälschungen weisen.

Vom Messdiener zum Kabarettisten führte der Weg von Matthias Brodowy , der am 26. und 27. April 2019 im Hoftheater gastiert. "Bis es Euch gefällt", lautet der Titel seines Programms zum Abschluss.

Infos und Kartenbestellungen im Internet unter:

www.hoftheater-scherzheim.de

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