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Verhext, dämonisch und bunt
13.02.2018 - 00:00 Uhr
Bühlertal (jure) - Weißes von oben ist der Narr beim Umzug gewohnt. Den Schneegraupelschauer gestern Mittag in Bühlertal hätten deshalb viele lieber mit einem Konfettiregen eingetauscht. Trotz kleinerer Wetterkapriolen war die Stimmung in der Fastnachtshochburg aber wieder bestens, so dass Narren wie Zuschauer am Schabernacktreiben ihren Spaß hatten.

Nicht nur mit Papierschnipseln aller Art waren sie bestens ausgerüstet. Auch mit Farbstiften wurden gerne in Gesichtern "Erinnerungen" hinterlassen. Beobachtet wurden auch finstere Gesellen, die gleich ihre ganze schwarze Hand durch Besuchergesichter rieben.

Annähernd 90 Gruppen waren der Einladung der Bühlertäler Fastnachtsvereinigung gefolgt, um am Rosenmontag durch die Talgemeinde zu ziehen. Darunter auch etliche Gruppen aus dem Schwarzwald und dem Schwäbischen, die vor allem die Figuren der alemannischen Fastnacht präsentierten: Hansele mit klingenden Schellen, Hexengruppen in allen Varianten sowie Symbolfiguren, die an die Arbeit im Schwarzwald erinnerten. So marschierte etwa ein Kauz mit einem ganzen Tannenbaum durch die Straßen. Auch ganz seltene Figuren wie die des "Eierknackers" aus Rohrdorf, Mauerholzleut oder "Schbiallombaschlotzer" der Narrenzunft Auenwald sorgten für Farbtupfer im Umzug. Kräuterhexen, Burghexen, Bärenlochhexen und Dornwaldhexen - es war ein verhexter Umzug, bei dem es teuflisch und dämonisch zuging - und durchaus auch trollig und geisterhaft.

Fest im Terminkalender steht der Rosenmontag in Bühlertal auch bei vielen Gruppen aus Bühl, dem Rebland und Sinzheim. Mittendrin waren die zahlreichen Bühlertäler Fastnachtsvereine. Dem Musikverein Bühlertal oblag zusammen mit den Waldmännle die "Anführung" der Narrenparade. Es folgten die Felsenteufel, die Kellergnome, Schwarzwaldhexen und Bohnestädtler, die Elendshexen und die Schreggen vom Völlerstein sowie die Gertelbachdämonen und die Blutwurzldrolle.

Gleich mit mehreren Gruppen waren die Narren der Bergstaaten vertreten: Von den kleinen Gardehüpfern über die feschen Gardemädchen bis hin zum Elferrat und der großen Schar an Keschdebengler liefen alle mit.

Die Alten Herren des SV Bühlertal gaben ihr Dopinggeheimnis preis, das ebenso zum Erfolg führe: "Mir müsse kei Pille fresse, mir den da Rotwein in die Vene presse", erklärten sie auf ihrem Handwagen.

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