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Lob für eine starke Truppe
26.03.2018 - 00:00 Uhr
Bühl (cn) - Eine personell starke Truppe, die ihre Aufgaben höchst professionell erledigt, diesen Eindruck gewannen die vielen Anwesenden bei der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Bühl mit ihren örtlichen Abteilungen in der Vimbucher Tullahalle. Es wurden zudem langjährige Feuerwehrleute geehrt.

Stadtkommandant Günter Dußmann untermauerte diese Wahrnehmung mit Zahlen. Demnach rückte die Wehr im vergangenen Jahr zu insgesamt 406 Einsätzen aus, zu denen auch Sicherheitswachen zählten. Bei rund 25 Prozent ging es um die Kernaufgabe der Feuerwehr, die Bekämpfung von Bränden. Darunter der Brand in der Affentaler Winzergenossenschaft im Januar 2017, bei dem die Wehr mit mehr als 54 Kräften und zwölf Fahrzeugen im Einsatz war. Der Feuerwehrchef nannte eine Zahl von 4515 dokumentierten Einsatzstunden. In Übungen investierten die Mitglieder 7 914 Stunden.

Dußmann betonte, dass die Feuerwehr neben ihrer primären Aufgabe rund 40 Prozent sogenannte Kann-Aufgaben erfülle. Hierzu gehören beispielsweise Personen in Notsituationen. Dann helfe die Feuerwehr mit Türöffnungen, Tragehilfen, bisweilen auch mit dem großen Drehleiterfahrzeug. 34 Mal konnten die Floriansjünger Menschen aus lebensbedrohlichen Lagen retten. "Wir als Feuerwehr treten an, um Bürgern in Notlagen zu helfen und tun dies gerne. Dabei spielt es für uns keine Rolle, ob es sich um eine Pflicht- oder Kann-Aufgabe handelt. Was wir aber nicht wollen ist, dass man diese Hilfsbereitschaft ausnützt", unterstrich der Kommandant und sprach das Thema Wertschätzung der Hilfskräfte an.

"Dass Feuerwehrangehörige während eines Einsatzes sogar bedroht wurden und den Anweisungen der Feuerwehrleute nicht Folge geleistet wurde, ist auch in unserer unmittelbaren Nähe geschehen", führte Dußmann aus. Dass es auch anders gehe, habe kürzlich ein Einsatz am Bühler Bahnhof gezeigt. "Das Verhalten der Bahnreisenden war vorbildlich, keine gezückten Handys, und der Bahnsteig wurde ohne Widerspruch geräumt", lobte der Kommandant. Er wertschätzte ausdrücklich die Bereitschaft der Betriebe, die Feuerwehrleute für Übungen, Ausbildungen und Einsätze von der Arbeit freistellen würden.

559 Personen zählt die Bühler Wehr mit Feuerwehrkräften in der aktiven Einsatzabteilung, in der Ehren- und Altersabteilung und Jugendfeuerwehr. "Personell gesehen ist die Feuerwehr Bühl die größte im Landkreis Rastatt", sagte Dußmann. Aktuell gibt es 268 aktive Feuerwehrleute, das bedeutet laut Kommandant eine Steigerung von neun Mitgliedern.

Ein Blick auf die Altersstruktur zeigt, dass die 20- bis 50-Jährigen das Gros stellen. Dass die Feuerwehr Wachstum verzeichnen kann, habe mit der seit Jahren erfolgreichen Jugendarbeit zu tun, die nunmehr Früchte trage. So sei der erneute Zuwachs im vergangenen Jahr auf die Gründung einer weiteren Kinder-Feuerwehrgruppe in Eisental zurückzuführen, erfuhren die Anwesenden.

Jugendfeuerwehrwart Maik Ruggiero lenkte den Blick auf die Ziele der Kinder- und Jugendarbeit: Die Förderung sozialer Kompetenzen, Gemeinschaftssinn und bei der Kinderfeuerwehr die spielerische Vorbereitung auf die Jugendorganisation. In der Jugendabteilung erlernen die Eleven wichtige Handgriffe bei der Feuerwehrtechnik und der Ersten Hilfe.

Dass die Feuerwehr gerade auf Heranwachsende einen großen Reiz ausübt, das zeigt der Zuwachs von 34 Jugendlichen im vergangenen Jahr. Die Zahl schnellte auf 154 Mädchen und Jungen an, für die 53 Frauen und Männer als Betreuer zur Seite stehen.

Oberbürgermeister Hubert Schnurr lobte, dass auf die ehrenamtlich organisierte Freiwillige Feuerwehr Verlass sei. "Wir können auf Sie vertrauen, und das gibt uns allen ein gutes und ein sicheres Gefühl", meinte Schnurr. Als Zeichen der Unterstützung für die Floriansjünger nannte der Rathauschef die geplante Fertigstellung des Feuerwehrhauses in Balzhofen voraussichtlich Ende des Jahres. Das Richtfest sei für den 17. Mai geplant. Um das Ehrenamt attraktiver zu machen, kündigte der OB die Fortsetzung des "Runden Tischs zur Förderung des Ehrenamts" an. Außerdem, so Schnurr, werde ein langgehegter Wunsch der Bühler Wehr, die Erneuerung der Hoffläche, 2019 voraussichtlich in Erfüllung gehen. Beim Empfang für die Bühler Hilfsorganisationen dankte der OB Feuerwehr, THW, DRK, NKT, Polizei und allen Ehrenamtlichen für ihren Einsatz und ihr Engagement.

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