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Sieben tragische Einzelfälle
Drei der sieben Verkehrstoten waren Motorradfahrer. Bei diesem Unfall in Schwarzach starb im Juni ein 49-Jähriger. Foto: av
28.03.2018 - 00:00 Uhr
Bühl (sie) - Die Zahlen sind auffällig, aus Sicht von Rolf Fritz aber trotzdem nicht beunruhigend. Der stellvertretende Leiter des Bühler Polizeireviers stellte gestern die Unfallstatistik des vergangenen Jahres vor. Diese weist deutlich mehr Vorkommnisse aus als noch 2016. Gleich sieben Menschen starben.

Wie viele Unfälle gab es 2017 im Zuständigkeitsbereich des Polizeireviers?

Die Beamten verzeichneten 1475 Unfälle und damit 168 mehr als im Vorjahr. Das Zuständigkeitsgebiet der Bühler Beamten umfasst die Zwetschgenstadt, das Baden-Badener Rebland sowie die Kommunen Bühlertal, Ottersweier, Rheinmünster und Lichtenau. Vorfälle auf der Autobahn fließen nicht in die Statistik ein.

Ist die Anzahl von sieben Verkehrstoten außergewöhnlich hoch?

Ja. Drei der Getöteten waren mit dem Motorrad unterwegs, je zwei mit Fahrrad und Auto. Im Vorjahreszeitraum war kein einziger Toter zu beklagen, 2015 waren es fünf.

Gibt es für diese Häufung eine Erklärung?

Rolf Fritz hat sich vor der statistischen Auswertung noch einmal jeden tödlichen Unfall angesehen und kommt zu dem Schluss: Es waren tragische Einzelfälle, deren ungewöhnliche Summierung Zufall ist. Beispielsweise stürzte einer der Fahrradfahrer ohne Fremdeinwirkung. Einer der Motorradfahrer krachte bei einer Testfahrt im Baden-Airpark ohne Helm gegen einen Lkw-Anhänger.

Was sind die Gründe für den allgemeinen Anstieg der Unfallzahlen?

Besonders zugenommen haben laut Fritz die Vorfälle mit Lkw, motorisierten Zweirädern und auch die Anzahl der Unfallfluchten. Diesen drei Bereichen ist etwa die Hälfte des Anstiegs zuzuordnen. Der Rest sind nach Angaben des stellvertretenden Revierleiters Kleinstunfälle wie Parkplatzrempler.

Bei wie vielen Unfällen wurden Personen verletzt?

Bei 176 - 14 mehr als 2016. Die Zahlen liegen aber unter dem Jahr 2015, als es 205 Unfälle mit Personenschaden gab.

Was sind die Hauptursachen für Unfälle?

Am häufigsten kracht es beim Abbiegen, Wenden oder Rückwärtsfahren. In der Ursachenstatistik folgen Vorfahrtsverstöße, nicht angepasste Geschwindigkeit und zu geringer Abstand.

Welche Rolle spielen Alkohol und Drogen?

Eine eher geringe. 19 Unfälle passierten unter Alkoholeinfluss, bei zwei standen die Fahrer unter Drogen.

Gibt es eine Erklärung, warum die Lkw-Unfälle zugenommen haben?

Der Anstieg ist deutlich: 2016 gab es 28 Unfälle, in die Lkw verwickelt waren, 2017 waren es 63. Eine Ursache könnte sein, dass Brummifahrer vermehrt die Autobahn meiden, um Maut zu sparen und dadurch verstärkt enge Straße passieren, in denen sie beispielsweise einen Spiegel abrasieren. Das Phänomen betrifft den gesamten Bereich des Polizeipräsidiums Offenburg, weshalb zentral ein Konzept erstellt werden soll.

Gab es Schulwegunfälle?

Ja, acht Stück. Drei Kinder wurden leicht, fünf schwer verletzt. Vier davon waren mit dem Fahrrad unterwegs - alle ohne Helm.

Hat die Polizei Unfallschwerpunkte ausgemacht?

Nein, die Unfälle verteilen sich auf die Region. Deshalb kommt die Polizei zu dem Ergebnis: "Kommunen, Polizei und auch die Verkehrsteilnehmer haben ihre Hausaufgaben gemacht."

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