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Ausbau der Kindergartenplätze im Obertal
Im Gebäude Eichwaldstraße 2 entstehen in einer ehemaligen Wohnung im Untergeschoss (links im Bild) neue Gruppenräume für den Kindergarten St. Marien. Foto: Horcher
26.04.2018 - 00:00 Uhr
Bühlertal (eh) - Ein verstärkter Zuzug von Familien mit Kindern im Alter bis sechs Jahre sorgt für Kapazitätsprobleme in den Kindertageseinrichtungen. Der Untertäler Kindergarten kann derzeit keine Kinder unter drei Jahre aufnehmen. Bauliche Erweiterungsmöglichkeiten gibt es nicht. Die Eltern werden an den Kindergarten St. Marien verwiesen. Nach Absprache im Kindergartenausschuss hat der Gemeinderat nun beschlossen, im historischen Eichwaldgebäude des Kindergartens weitere Räumlichkeiten zu Gruppenräumen auszubauen.

Sachgebietsleiterin Ulla Meier erläuterte in der Ratssitzung am Dienstagabend die Thematik. Habe sich früher die Gesamtbevölkerung zu zirka zwei Drittel auf das Obertal und einem Drittel auf das Untertal verteilt, gebe es hier einige Verschiebungen. Eine Folge sei der Engpass im Kindergarten St. Michael, während es im größer dimensionierten Obertäler Kindergarten bis Ende September noch freie Plätze gebe. Darüber hinaus müsse das Platzangebot im Obertal erweitert werden.

Dies erfolgt nun dadurch, dass in einer ehemaligen Wohnung im Untergeschoss des Gebäudes Eichwaldstraße 2 nicht nur, wie ursprünglich geplant, ein Therapieraum eingerichtet wird, sondern ein weiterer Gruppenraum. Ein zusätzlicher Gruppenraum entsteht im Erdgeschoss. Dort wird ein sehr großer Gruppenraum durch einen Wandeinzug in zwei Räume unterteilt. Ein Schlafraum für die weitere Kleinkindgruppe und zusätzliche Sanitärräume müssen ebenfalls eingerichtet werden.

Meier erläuterte auch die Maßnahmen zur Brandverhütung. Um Fluchtwege zu schaffen, würden alle Zimmer mit Verbindungstüren ausgestattet. Ein Fenster neben dem Haupteingang werde durch eine Fluchttür ersetzt. Mit diesem Konzept könne man auf die teurere Variante eines Fluchtstegs verzichten.

Volker Blum (CDU) wertete die Umwandlung der Räume als positiv, äußerte allerdings seine Skepsis gegenüber den Brandschutzmaßnahmen für den Fall, dass es im Eingangsbereich brenne. "Es gibt in jedem Raum zwei Möglichkeiten, rauszukommen. Wir haben eine vernetzte Rauchwarnmeldung vorgesehen", erklärte Bauamtsleiter Norbert Graf. Bürgermeister Hans-Peter Braun bekräftigte: "Wir haben alle Planungen mit dem Kreisbrandmeister und weiteren Experten abgestimmt." Auch regelmäßige Brandschutzübungen seien wichtig. Das Plus bei den Kinderzahlen zeige, dass Bühlertal als Wohngemeinde attraktiv sei, formulierte Peter Ganter (SPD). Die Platzerweiterung sei "machbar und clever".

Die Gesamtkosten für die Erweiterungsmaßnahme werden auf knapp 120000 Euro beziffert. Rund 27500 Euro davon übernimmt die Kirchengemeinde, da diese bereits für die Umnutzung einer Wohnung im Obergeschoss zu Kindergartenräumen einen kommunalen Zuschuss bekommen hatte. Sachgebietsleiterin Ulla Meier rechnet damit, dass es vonseiten des Bundes einen Förderzuschuss von rund 37000 Euro gibt. Bei der Gemeinde würden letztlich Kosten von rund 76500 Euro verbleiben. Da für den Gruppenausbau keine Haushaltsmittel eingeplant worden seien, könne die Deckung dadurch erfolgen, dass man die Sanierung des Eingangsbereichs der Obertäler Schule aufschiebe, weil der Förderbescheid dafür erst Mitte des Jahres eingehe.

Meier informierte weiter, dass eine Brandverhütungsschau ergeben habe, dass beim Kindergarten St. Marien auch am Gebäude Kirchweg 30 ein zweiter Rettungsweg baulich umgesetzt werden müsse. Kostenberechnungen dafür lägen bei 25 000 Euro.

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