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Das Antriebsszenario geht von 30, 40 und 30 Prozent aus
30.04.2018 - 00:00 Uhr
Bühl (gero) - Die Schaeffler-Gruppe setzt voll auf Expansion. Vor allem im Headquarter Automotive in Bühl. Noch in diesem Jahr soll der Spatenstich für einen 30 Millionen Euro teuren Neubau in den Bußmatten erfolgen.

Wie Matthias Zink, Vorstand Automotive, und Trudbert Kraus, Mitglied der Geschäftsleitung Getriebesysteme, am Rande der Bühler Leistungsschau in ihrem Zelt "Mobilität von morgen" informierten, wird westlich des bestehenden Kompetenzzentrums für E-Mobilität (ehemals Glaxo-Gebäude) in den Bußmatten auf bis zu 20 000 Quadratmetern ein fünfstöckiger Neubau entstehen. Außerdem ist ein Parkhaus mit rund 400 Stellplätzen geplant.

Damit einher geht ein weiterer Personalaufbau von über 100 Ingenieuren. Die Schaeffler-Gruppe hat im vergangenen Jahr bundesweit über 500 neue Stellen geschaffen, davon allein 250 in Bühl.

Und die Zeichen stehen konsequent auf Wachstum. Dafür sorgt vor allem die Elektrifizierung des Individualverkehrs. Wie sich die Volumina der verschiedenen Antriebstechniken letztlich entwickeln, darüber kann momentan nur spekuliert werden. Ein hausinternes Szenario geht von folgender Annahme im Jahr 2030 aus: 40 Prozent Hybridfahrzeuge, 30 Prozent reine Verbrennungsmotoren, 30 Prozent Elektrofahrzeuge.

Die spannende und nicht gerade preiswerte Aufgabe bedeutet, dass sowohl die alte als auch die neue Technologie vorgehalten und zusammengeführt werden müssen - mit unterschiedlichen Fertigungsstraßen. Zink, in Ottenhöfen wohnhaft und an mehreren Tagen pro Woche am Schaeffler-Unternehmenssitz in Herzogenaurach präsent, hält den Elektromotor für den "logischen Antrieb der Zukunft". Er sieht aber auch Probleme: in der Generierung von sauberem Strom, bei der Speicherung selbigen, bei der Reichweite und beim Aufbau der Infrastruktur mit leistungskräftigen Ladesäulen. Der Zweikampf laute: Verbrennung versus Elektrik. Um die Auslastung der LuK-Fabrikhallen im nördlichen Industriegebiet macht sich der Top-Manager gleichwohl keine Sorgen.

Schaeffler beobachtet den Markt mit Argusaugen. Mit Unternehmen aus der Elektrikszene werde kooperiert beziehungsweise wurden bereits zu einhundert Prozent übernommen. Der Einstieg in die Batterieproduktion sei derzeit kein Thema, Forschung aber sehr wohl.

Bei einem Rundgang durch das Schaeffler-Zelt mit all seinen früheren und aktuellen Innovationen präsentierten Zink und Kraus auch Mobilitätskonzepte für autonomes, digitalisiertes Fahren. Dazu zählt auch ein futuristisch anmutendes Elektroauto mit Radnabenantrieb und 90-Grad-Lenkung, das vor allem für Stadtwerke, Taxen oder den Nahverkehr interessant werden könnte. Zink rechnet mit einer Serienreife in vier Jahren. "Wir verstehen moderne Mobilität nicht als Bedrohung, sondern als Chance", sagt er. Hier komme vollends die Stärke von Schaeffler zum Tragen, nämlich als "Vollsortimenter von Elektro und Chassis". Und er will nicht ausschließen, dass neben den traditionellen Autoherstellern auch neue Player auf den Markt kommen könnten. Er erwartet einen "Technik-Wettstreit".

Sicher aber scheint, dass die Luk-Logos auf den Dächern der Verwaltungs- und Fertigungsgebäude im zweiten Halbjahr durch Schaeffler-Werbung ersetzt werden.

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