http://www.ausbildungsmesse-baden-baden.de/
Das große Ganze im Blick
07.05.2018 - 00:00 Uhr
Von Regina de Rossi

Bühl - "Wir machen die Natur enkeltauglich!" So lautet der Leitsatz des Vereins "Gemeinwohl-Forum Baden" (GFB). Ihre Ideen stellte die Initiative bisher beim "Zukunftstag" auf dem Gelände der Demeter-Gärtnerei Decker in Weitenung vor. Dieses Jahr wurde die Veranstaltung zu einem zweitägigen Zukunftsfestival erweitert.

Das neue Konzept stieß auf großes Interesse. Es bot sich ein buntes Bild zahlreicher Besucher, die bei strahlendem Sonnenschein erfahren wollten, welche Möglichkeiten es gibt, die Zukunft ökologisch, ökonomisch und mit ethischen Werten zu gestalten. Die Schirmherrschaft hatte Bühls Oberbürgermeister Hubert Schnurr übernommen, der gestern Mittag Grußworte sprach und sich das Festivalgelände bei einem Rundgang mit Ehrengästen anschaute.

Es war ein motivierendes Zusammentreffen zukunftsorientierter Menschen, die Wege finden möchten für eine gemeinsame, lebenswerte Zukunft. Zahlreiche interessante Vorträge namhafter Referenten zeigten Möglichkeiten auf, knüpften Verbindungen und erörterten Ziele. "Deutschland ist ein Land, das alles andere als zukunftsorientiert denkt", meinte etwa Franz Alt bei einem Kurzinterview mit der Presse. Die Bundesrepublik sei zwar stark in vielen Bereichen, etwa in der Autoindustrie - "doch wir schauen nicht über den Tellerrand hinaus", sagte der Journalist und ehemalige Moderator der ARD-Sendung "Report". Es gelte, die Zukunft aus der Gesellschaft heraus zu betrachten. "Erst, wenn wir das Problem im Zusammenhang sehen, kann sich eine Lösung ergeben", meinte er. Ein Zukunftsfestival wie in Weitenung sieht Franz als "produktiv und sehr wertvoll" an.

Dass sich auch die Jugend bereits aufmacht, um die Zukunft mit einem gesunden Miteinander zu gestalten, wurde den Besuchern beim engagierten Vortrag der beiden Bachschlossschülerinnen Enya Espititu (10 Jahre) und Anika Maur (9) klar. Sie sprachen über die Kinder- und Jugendinitiative "Plant-for-the-Planet", die Felix Finkbeiner vor zehn Jahren als Neunjähriger gegründet hatte. Er rief die Nation dazu auf, Bäume zu pflanzen. Dürre, Hungersnot, Überschwemmungen, die Gletscherschmelze und ihre Auswirkung - die Mädchen ließen nichts aus und animierten die Besucher: "Hört auf zu reden, fangt an zu pflanzen!" Einen Euro für einen Baum wünschten sie sich am Schluss für die umhergehende Sammelbüchse. Die Gäste gaben gern auch mehr für die nachhaltige Aktion. Bis heute sind 14,3 Milliarden Bäume durch die Initiative eines kleinen Jungen gepflanzt worden.

Vernetzen lautete das Thema, und so bekam auch die Kunst ihren berechtigten Platz. Manfred Emmenegger-Kanzler hatte in Zusammenarbeit mit Thomas J. Weiss eine interaktive Skulptur gestaltet: ein mobiles Kartenhaus. Jederzeit kann es zusammenbrechen, wie der Bierdeckelturm aus Kinderzeiten. Für Emmenegger-Kanzler eher untypisch, integrierten er und sein Partner ein modernes Kommunikationsmittel in Form von QR-Codes. Ein Klick und Superbia, der Hochmut, von Hieronymus Bosch erscheint und damit eine der Todsünden. Die QR-Codes, mit einem Twitter-Tweet gekoppelt, leiten den Betrachter zu aktuellen Nachrichten zum Beispiel zur Erderwärmung, weiter. Darüber hinaus stellten Gabriele Müller-Nagler, Rolf Rohrbacher-Laskowski, Henning Schwarz und Christian Gospos Arbeiten aus.

BeiträgeBeitrag schreiben 



Das könnte Sie auch interessieren

Bühl
Hochkarätiges Event beschert Leckerbissen

04.05.2018
Bluegrass-Festival in den Startlöchern
Bühl (efi) - "Noch nie lief der Vorverkauf für das Internationale Blue grass-Festival so stark", frohlockt Kultur-Fachbereichsleiter Klaus Dürk. Eine Woche vor dem Musikspektakel am 11. und 12. Mai haben schon mehr als zwei Drittel der Tickets Käufer gefunden (Foto: efi). »-Mehr
Rastatt
--mediatextglobal-- Organisatorische und künstlerische Festivalleitung berichten über die unschätzbare Arbeit der freiwilligen Helfer.  Foto: J. Giese

04.05.2018
Viel zu tun, dafür ganz nah dabei
Rastatt (jg) - Viel zu tun, aber auch ganz nah dabei sein: Das ist wohl die geeignete Stellenbeschreibung für die freiwilligen Helfer, ohne die das tête-à-tête in Rastatt kaum denkbar wäre. Rund 100 kamen nun zu einem ersten Helfertreffen im Vorfeld des Straßentheaterfestivals (Foto: jg). »-Mehr
Rastatt
--mediatextglobal-- Nicht schön und dabei auch noch umweltschädlich: Zigarettenkippen in einem Rastatter Baumrost. Foto: dm

03.05.2018
Die Stadt als Aschenbecher
Rastatt (red) - Manch qualmender Zeitgenosse sieht die Stadt als großen Aschenbecher. Ergebnis: Zigarettenkippen-Müllkippen. Gerade in Baumrosten, in die die regulären städtischen Reinigungsmechanismen nicht gelangen, sammeln sich Filterreste samt Restnikotin an (Foto: dm). »-Mehr
Rastatt
tête-à-tête: Freiwillige Helfer gesucht

02.05.2018
Freiwillige Helfer gesucht
Rastatt (red) - Vom 29. Mai bis zum 3. Juni steigt die 13. Ausgabe des internationalen Straßentheaterfestivals tête-à-tête. Ganz essenziell für den Erfolg und den Charme des Festivals ist das Engagement vieler Helfer. Ein erstes Helfertreffen findet heute Abend in der Reithalle statt (Foto: pr). »-Mehr
Stuttgart
95.000 Besucher: Trickfilm-Festival geht mit Rekord zu Ende

30.04.2018
95.000 besuchen Trickfilm-Festival
Stuttgart (lsw) - Das Jubiläums-Trickfilm-Festival in Stuttgart ist mit einem neuen Besucherrekord zu Ende gegangen: Gut 95.000 Menschen tauchten bei der 25. Ausgabe in der vergangenen Woche in die Welt des Animationsfilms ein. Rund 1.000 Filme wurden dabei gezeigt (Foto: dpa). »-Mehr
Ort des Geschehens
Größere Google Karte
www.volksbank-baden-baden-rastatt.de/bt
Umfrage

Die CDU Baden-Württemberg hat sich für ein generelles Burkaverbot ausgesprochen. Halten Sie das für richtig?

Ja.
Nein.
Ist mir egal.


Wetter in Mittelbaden


Facebook


BT Kinospot


© Badisches-Tagblatt.de    Impressum | AGB | Nutzungsbedingungen | Datenschutz   
1