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Rauchverbot auf Burg Windeck
23.05.2018 - 00:00 Uhr
Bühl (jo) - Der neue Burgherr Erwin Junker hält Wort: Die Ruine Altwindeck ist für die Öffentlichkeit bald wieder vollumfänglich zugänglich. Seit drei Wochen schon steht das schmiedeeiserne Tor zur historischen Burganlage tagsüber wieder offen. Ab 1. Juni soll auch der Turmaufstieg wieder möglich sein. "Wir haben mit dem neuen Eigentümer im beiderseitigen Einvernehmen eine gute Lösung gefunden", freute sich gestern OB Hubert Schnurr, gute Nachrichten verkünden zu können.

Der überraschende Erwerb des Areals inklusive Restaurant, Reb- und Waldflächen liegt gerademal ein Vierteljahr zurück. Erwin Junker, Gründer und Inhaber der Junker-Maschinenfabrik in Nordrach (Ortenaukreis), dessen Privatwohnsitz in Kappelwindeck etwas unterhalb der Burg liegt, hatte unmittelbar nach dem Notartermin den Zugang zur Ruine schließen lassen und eine Sicherheitsüberprüfung angekündigt. Nur für Führungen bewilligte er Ausnahmen.

Im April hatte ein Vertreter des TÜV Süd die Burganlage und dabei insbesondere den begehbaren Bergfried inspiziert. Ergebnis des Gutachtens: Die Stadt muss ein paar kleinere präventive Vorkehrungen treffen, die Stadtjuristin Elisabeth Beerens erläuterte. Dazu gehören Hinweise auf eine mögliche Rutschgefahr und die Empfehlung festen Schuhwerks. Um einer Verletzungsgefahr im Treppenhaus des Turms vorzubeugen, sind eingeschränkte Durchgangshöhen mit schwarz-gelb-gestreiftem Kantenschutz zu verdeutlichen, zudem ist die Innenbeleuchtung zu ergänzen. Es besteht Rauchverbot. Das gilt zwar als Selbstverständlichkeit, ist jedoch ebenfalls mit Schildern deutlich zu machen und ein Feuerlöscher anzubringen.

Ein besonderes Anliegen ist Erwin Junker die Sicherheit auf der Plattform des Bergfrieds. Dort, wo sich ein herrliches Panorama genießen lässt, zuweilen aber auch Mutproben durch Klettern auf die Mauerkrone erfolgen. Junker hatte an zusätzliche Glaswände gedacht, doch der TÜV stellte fest, dass Brüstung und Stahlgeländer die Sicherheitsanforderungen erfüllen. Die Vorschriften verlangen 1,25 Meter Mindesthöhe. Laut Beerens werden an der niedrigsten Stelle 1,28 Meter erreicht. Und auch der alte, recht unebene Treppenaufgang vom Restauranthof zur Burganlage sei kein Problem. Beerens: "Die Stufen wackeln nicht, die Trittsicherheit ist gegeben."

Die Stadt habe mit Junker nach "guten Gesprächen und fairen Verhandlungen" einen Vertrag geschlossen, worin er sich zum baulichen Unterhalt bekennt und die Stadt die Verkehrssicherungspflicht trägt. Überhaupt zeigte sich Schnurr erneut sehr angetan vom neuen Burgherrn: "Er ist ein Glücksfall für die Stadt."

Hermann "Männel" Deschner, der den täglichen Öffnungs- und Schließdienst der Ruine versieht, lenkt den Blick auf erste Verbesserungsmaßnahmen wie die Reaktivierung der Reben, in denen das Gras zuvor meterhoch stand. Mit der Vorbesitzerin war die Stadt wegen Unterhaltsmaßnahmen an der Ruine juristisch in Clinch geraten. "Das Verfahren ruht", berichtete Beerens am Rande; es sei aufgrund des Wechsels hinfällig geworden. Die Klage zurückziehen könne jedoch nur die Klägerin: "Die ist jetzt am Zug."

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