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Mit riesigem Instrument zum großen Erfolg
Miklas Faller präsentiert stolz seine Urkunde, flankiert von seiner Klavierbegleitung Song Yi Chae und Lehrer Oswald Windrich. Foto: pr
26.05.2018 - 00:00 Uhr
Bühlertal/Lübeck (sie) - Ganz überzeugt war Miklas Faller von seiner eigenen Darbietung nicht: "Am Anfang hab' ich gedacht, es war gar nicht so gut", erzählt er von seinem Auftritt mit der Tuba vor der Jury beim Bundesentscheid des Wettbewerbs "Jugend musiziert" am vergangenen Dienstag in Lübeck. Sein Vater Matthias, der den 17-Jährigen begleitete, war sich dagegen gleich sicher: Das war im Vergleich zu den vorherigen Wettbewerben auf Regional- und Landesebene noch einmal eine Steigerung. Und der Vater lag richtig: Das Talent des Musikvereins Bühlertal hat einen ersten Preis abgeräumt.

Die Auszeichnung ist der krönende Schlusspunkt hinter einem Dreivierteljahr intensiver Vorbereitung. "Es war schon viel Arbeit", freut sich Miklas Faller umso mehr über seinen Triumph.

Mit seinem Lehrer Oswald Windrich, der unter anderem den Musikverein Altschweier dirigiert, hatte er sich ein anspruchsvolles Programm ausgesucht, mit Stücken der Komponisten Paul Hindemith, Alexei Lebedew und Antonio Capuzzi. "Der Wettbewerb wird von einer internationalen Jury gewertet. Da musst schon richtig Leistung bringen", schildert Windrich die Ansprüche.

Dass Faller diesen gerecht werden kann, hatte er zuvor Ende Januar beim Regionalwettbewerb und schließlich im März beim Landesentscheid unter Beweis gestellt, bei dem er sein Ticket fürs große Finale in der Hansestadt löste.

Am Pfingstsonntag startete die Reise nach Lübeck. Am Dienstag trat der Bühlertäler dann in einem Hotelsaal vor die fünf Wertungsrichter und ein kleines Publikum aus rund 20 Zuhörern. "Die Knie waren schon ein bisschen wackelig", macht er aus seiner Anfangsnervosität keinen Hehl. Rund 20 Minuten dauerte sein Auftritt. Die Unsicherheit, die danach bei ihm herrschte, verflog nach einem Gespräch mit der Jury schnell. "Sie haben nichts Negatives gesagt und nur gelobt", schildert der Tubaspieler die positive Rückmeldung. Tags darauf folgte die Bestätigung in Form einer Urkunde: 24 von 25 Punkten, erster Preis. Ein Lob von den Experten erhielt auch Song Yi Chae. Die Lehrerin der Iffezheimer Musikschule "Allegro" hatte den 17-Jährigen schon beim Landeswettbewerb am Klavier begleitet und stand ihm nun erneut musikalisch zur Seite.

Auch Faller kann Klavier spielen, die Basstuba ist aber seine große Liebe, seit er ein kleiner Bub ist. Entfacht hat die Leidenschaft seine Mutter Michaela, ebenfalls Tubaspielerin beim Musikverein Bühlertal. Den Sohnemann faszinierte das riesige Ding, und so begann er mit gerade einmal acht Jahren seine musikalische Ausbildung - "auch wenn damals viele gesagt haben, dass ich zu klein bin", wie er erzählt. Aber der Kleine biss sich durch, und noch heute ist Lehrer Windrich immer wieder aufs Neue erstaunt darüber, mit welcher Beweglichkeit er das Mammut-Instrument spielt. Ob er das sobald wieder vor der Jury von "Jugend musiziert" unter Beweis stellt, weiß Miklas Faller noch nicht. Nächstes Jahr steht erst einmal eine andere große Prüfung an: das Abi.

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