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Vom Krisen- in den Normalmodus
Der ehrenamtliche Bühler Unterstützerkreis zur Integration von Flüchtlingen konstituierte sich im August 2014 im Friedrichsbau. Rechts Sabrina Braun. Foto: BT/av
08.06.2018 - 06:50 Uhr
Bühl (gero) - In Sachen Zuwanderung und Asylsuchende hat sich die Lage in der Stadt einigermaßen entspannt. Bürgermeister Wolfgang Jokerst sprach in öffentlicher Sitzung am Mittwochabend von einer "überschaubaren Situation". Folge: Im ehrenamtlichen Unterstützerkreis, in dem derzeit 150 Personen engagiert sind, können die Arbeitsgruppen von ehemals zehn auf vier reduziert beziehungsweise gebündelt werden. Im Fokus stehen die Handlungsfelder Sprache, Arbeit, Wohnen und Integration in den Vereinen .

Integrationsbeauftragte Sabrina Braun sprach von einem Rückgang der Einwanderer und damit von "mehr Konstanz". Nach der Masseneinwanderung 2014/15 sei man vom "Krisen- in den Normalmodus" gewechselt. Zeitweise waren auf Bühler Gemarkung bis zu 500 Flüchtlinge in fünf Gemeinschaftsunterkünften untergebracht. Von diesem Personenkreis leben heute noch 44 Menschen in der vorläufigen Unterbringung, 296 in der Anschlussunterbringung, für die die Kommunen zuständig sind. Über den Familiennachzug kamen 45 Personen nach Bühl.

Im Sinne des Modellprojekts einer sozial-integrativen Stadt sollen die auf Flüchtlinge beschränkten bisherigen "Unterstützungsstrukturen" für weitere Personengruppen ausgeweitet werden. "Damit werden die Handlungsfelder Integration für Neuzugewanderte und Ehrenamt im Sozialbereich enger miteinander verzahnt und Synergien geschaffen", erklärte Braun die Vorteile. Der Fortbildungs- und Veranstaltungsaufwand beträgt 2000 Euro.

Barbara Becker (SPD) nannte die neuen Strukturen als "sehr wichtig und sinnvoll". Sie würden ein Korsett darstellen, "in das man sich reinhängen und dieses noch ausbauen kann".

Auch Margret Burget-Behm (CDU) lobte das "unermüdliche Engagement" des Unterstützerkreises. Wie Braun erklärte, seien in dem Verteiler rund 200 Personen aktiv. Hinzu kämen noch viele Bürger, die "im Hintergrund Patenschaften betreiben".

Karl Ehinger (FW) erinnerte an den Kanzlerinnen-Satz "Wir schaffen das!" und an "einige Fehler". Im Gegensatz zum Bund sei in Bühl "hervorragende Arbeit" geleistet worden. Der Druck sei vorerst zwar weg, "aber das kann sich auch wieder ändern", meinte der Fraktionssprecher.

Walter Seifermann (GAL) formulierte: "Die Herkulesarbeit verlief weitgehend geräuschlos." Inzwischen habe man von der Nothilfe zur strukturierten Hilfe umschalten können. Oberstes Ziel müsse es nun sein, die Integration voranzubringen.

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