http://www.badisches-tagblatt.de/UnternehmenKarriereZusteller/index.html
Nach Spatenstich schon längst wieder Gras drübergewachsen
Der Spatenstich für das geplante Gebäude auf dem Grundstück in der Bergermühlsiedlung erfolgte Anfang September 2017. Jetzt soll tatsächlich gebaut werden. Foto: Siebnich
20.06.2018 - 00:00 Uhr
Bühl (sie) - Mehr als ein Jahr nach dem Spatenstich beginnt der Bau des Flüchtlingswohnhauses in der Bergermühlsiedlung voraussichtlich im Oktober. Eigentlich sollte das Gebäude bereits in diesem Sommer bezugsfertig sein. Doch aufgrund einer drohenden Kostenexplosion musste das Projekt noch einmal in die Neuplanung gehen.

Wie berichtet, hatten Oberbürgermeister Hubert Schnurr und Vertreter des Gemeinderats bereits am 5. September 2017 zum Spaten gegriffen. Doch seitdem ist schon längst wieder Gras auf dem Baugrundstück gewachsen. Zunächst waren bei Untersuchungen Schäden am Kanal der Siedlung zutage getreten, die das Projekt um ein halbes Jahr zurückwarfen. Der nächste Rückschlag folgte bei der Bekanntgabe der Ausschreibungsergebnisse. Das Gebäude, das in Holzständerbauweise errichtet werden sollte, drohte eine halbe Million Euro teurer zu werden als geplant - bei zuvor errechneten Gesamtkosten in Höhe von 1,76 Millionen Euro. Der Gemeinderat entschied sich, das Konzept zu ändern und ein massives Gebäude errichten zu lassen. Ende Mai folgte schließlich der vorerst letzte Beschluss zur Fassadengestaltung.

Auf dieser Basis hat die Stadtverwaltung laut Eckhard Vandersee, Abteilungsleiter Hochbau und Gebäudemanagement, mittlerweile die wichtigsten Gewerke erneut ausgeschrieben. Voraussichtlich am 19. September werde der Gemeinderat die Aufträge vergeben, so dass die Bauarbeiten Ende Oktober mit dem Guss der Bodenplatte beginnen können. Der Hochbau starte im November, das Dach komme voraussichtlich im Januar drauf. Die Fertigstellung sei für den 30. September 2019 geplant. Dass die Rohbauarbeiten während des Winters über die Bühne gehen, ist laut Vandersee kein Problem. "Bei einem Massivbau sind Temperaturen bis minus fünf Grad überhaupt kein Thema", betont er. Darüber hinaus enthalte der Bauzeitenplan genügend Puffer, so dass die Arbeiten bei extremem Frost auch einige Tage ruhen könnten.

Das zweigeschossige Gebäude soll Platz bieten für maximal 50 Personen. Die Stadt benötigt es, um genügend Kapazitäten für Flüchtlinge in der Anschlussunterbringung zu schaffen. Dass die Unterkunft erst mit mehr als einem Jahr Verspätung fertiggestellt wird, bringt die Verwaltung laut Vandersee nicht in Bredouille: "Wir bekommen im Moment alle Leute unter."

BeiträgeBeitrag schreiben 



Das könnte Sie auch interessieren

Bühl
Stadtjuristin gibt sich ´sehr gelassen´

25.05.2018
Verhandlung vor dem VGH
Bühl (gero) - Der Verwaltungsgerichtshof (VGH) Mannheim verhandelte gestern eine Normenkontrollklage, die der Bühler Rechtsanwalt Dr. Rudolf Weng am 18. Dezember 2017 gegen die Änderung des Bebauungsplans "Herbert-Odenheimer-Straße/Bahnhof" angestrengt hatte (Foto: gero). »-Mehr
Ottersweier
--mediatextglobal-- Nicht immer kommt der Asphalttrupp auf der neuen B3 zwischen Ottersweier und Sasbachried so gut voran wie am vergangenen sonnigen Donnerstag.  Foto: Margull

12.12.2017
Witterung lähmt Straßenbau
Ottersweier (jo) - Mitte Dezember sollte die Sanierung der neuen B3 abgeschlossen sein. "Wir können derzeit nicht sagen, wenn die Arbeiten beendet werden", heißt es aus dem Regierungspräsidium. Der Wintereinbruch führt zu einer wetterbedingten Verzögerung der Bauarbeiten (Foto: bema). »-Mehr
Ort des Geschehens
Größere Google Karte
www.volksbank-baden-baden-rastatt.de/bt
Umfrage

Die CDU Baden-Württemberg hat sich für ein generelles Burkaverbot ausgesprochen. Halten Sie das für richtig?

Ja.
Nein.
Ist mir egal.


Wetter in Mittelbaden


BT Kinospot


© Badisches-Tagblatt.de    Impressum | AGB | Nutzungsbedingungen | Datenschutz   
1