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Kritik an Pflege öffentlicher Anlagen
Der Ortschaftsrat macht sich bei seiner Tour durch Greffern ein Bild von Straßen und öffentlichen Plätzen. Foto: Ruschmann
30.06.2018 - 00:00 Uhr
Rheinmünster (iru) - Eine Fülle von Themen hatte Ortsvorsteher Hubertus Stollmaier (SPD) für seine Ortsbegehung auf die Agenda gesetzt. Bei ihrer vierten "Tour durch Greffern" erkannten die Mitglieder des Ortschaftsrats Handlungsbedarf an öffentlichen Plätzen, Einrichtungen und der örtlichen Infrastruktur.

"Wir sollten aber kleine Brötchen und die richtig backen", mahnte Peter Meier (BfR) mit Blick auf die lange Wunschliste der Ortschaftsräte. Neben kostenintensiven Maßnahmen zur Verschönerung des Ortsbildes wollen sie sich für die Sicherheit im örtlichen Straßenverkehr starkmachen. Da beides Geld kostet und über den Gemeindehaushalt zu finanzieren sein wird, verständigten sich die Teilnehmer auf die Erstellung einer Prioritätenliste, die es nach und nach abzuarbeiten gelte.

Gleich zu Beginn der öffentlichen Begehung machte ein in der Grefferner Durchgangsstraße "Zur Rheinfähre" wohnender Bürger seinem Ärger über die Lärmbelästigung durch den zunehmenden Lkw-Verkehr Luft. Derzeit seien verstärkt Erdtransporte durch Greffern nach Grauelsbaum zu beobachten. "An manchen Tagen ist es nicht auszuhalten", schimpfte der Rentner. Vor dem Hintergrund der an seinem Wohngebäude durch die vorbeifahrenden Lkw verursachten Verschmutzungen an der Fassade durch Spritzwasser bei Regenwetter regte er die Einrichtung einer Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 Stundenkilometer an. "Das wäre auch aus sicherheitsrelevanter Sicht vernünftig", ergänzte er. Stollmaier wies auf die zuletzt eingerichtete Geschwindigkeitsmessstelle am westlichen Ortseingang der betreffenden Straße hin, auch im Osten soll in Kürze eine solche dynamisch messende Anlage installiert werden. Mit den dort mess- und dokumentierbaren Werten lasse sich zumindest der Wunsch nach strafbewehrten polizeilichen Kontrollen begründen, sagte Stollmaier. Bisher sei der Rat mit dem Wunsch nach einer Geschwindigkeitsbegrenzung auf Granit gestoßen. "Aber ein steter Tropfen höhlt den Stein", ergänzte er. Handlungsbedarf sehen die Grefferner Räte beim alten Rathaus und der ehemaligen Schule. An den beiden Gebäuden in der Dorfmitte solle die Fassade gestrichen werden. Außerdem sprachen sie sich für eine Sanierung des Schulhofs aus. Die unschöne und teils brüchige Makadamschicht solle durch wasserdurchlässige Pflastersteine ersetzt werden. Die Volksvertreter versprechen sich davon nicht nur eine Aufwertung der Ortsmitte, sondern auch Verbesserungen beim Umweltschutz.

Ein weiteres Anliegen ist dem Ortschaftsrat eine behindertengerechte Umgestaltung des Vorplatzes der Friedhofshalle. In diesem Bereich regten die Räte die Entfernung eines etwa 25 Zentimeter hohen Absatzes zwischen dem überdachten Vorplatz und dem Zuweg zum Friedhof an. Insbesondere für ältere Friedhofsbesucher werde der Absatz immer wieder zur Stolperfalle.

Kritisch äußerten sich einige Ratsmitglieder über die schleppende Pflege gemeindlicher Plätze und Anlagen. So müssten beispielsweise an den Spielplätzen in der Nelken- und Zollstraße das Sandbett erneuert beziehungsweise die Spielgeräte besser gewartet werden. Unterstützung beim Ortschaftsrat fand der Vorschlag eines Bürgers, das noch verbliebene Teilstück des Hochwasserdammwegs bei der Mariengrotte mit Splitt zu befestigen. Zustimmung fand außerdem die Fortführung des zur Vermeidung von Frostschäden eingeführten Verfugungsprogramms der Gemeinde mit Flüssigbitumen an örtlichen Straßen und Wegen.

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