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Kolping-Geist hat festen Platz
Fahnenabordnungen und Spielmannszug umrahmen die Feierlichkeiten der Pfarrgemeinde St. Peter und Paul.  Foto: Feuerer
02.07.2018 - 00:00 Uhr
Bühl (jure) - Einiges zu feiern hatte gestern die Pfarrgemeinde St. Peter und Paul: Im Rahmen ihres Patroziniums freute sie sich über das 160-jährige Bestehen ihrer Kolpingsfamilie und die 30-jährige Freundschaft zu Peru. Der Generalpräses des Kolpingwerks, Monsignore Ottmar Dillenburg, verknüpfte geschickt alle drei Festgründe und ergänzte die Reihe noch um das kleine Jubiläum von Pfarrer Wolf-Dieter Geißler, der vor zehn Jahren das Amt des Kolping-Diözesanpräses übernommen hatte.

Auch musikalisch war der Rahmen perfekt abgestimmt: Der Spielmannszug der Kolpingsfamilie Baden-Oos begleitete unüberhörbar mit seinem Spiel den Einzug und geleitete schließlich die Festgemeinde in einer Prozession zum Haus Alban Stolz. Den schwungvollen Auftakt setzte die Band Kolping-Connection fort, deren Trommelwirbel Dillenburg an afrikanische Lebensfreude erinnerte. Während des Gottesdienstes rundete der Gospelchor Intakt unter Sarah Wisser, die so ganz nebenbei zudem noch Keyboard und Klavier spielte, den gelungenen feierlichen Gottesdienst ab.

Fahnenabordnungen umliegender Kolpingsfamilien sowie eine Büste des Gesellenvaters vor dem Altar waren weitere äußere Zeichen dafür, dass der "Kolping-Geist" in Bühl einen besonderen Platz hat. "Ihr gehört zu den ganz wenigen Kolpingsfamilien, die noch Zuwachs haben", lobte Generalpräses Dillenburg in seiner Festpredigt die Leistung der Bühler Gruppe.

Die Bühler Kolpingsfamilie zählt zu den ältesten in der Diözese und ist bis heute eine sehr lebendige Familie, freute sich auch Stadtpfarrer Geißler. Paulus und Petrus hätten zwar einiges gemeinsam, aber seien doch an sich grundverschieden, machte Dillenburg in seiner Ansprache deutlich, dass es darum gehe "Eins zu sein in der Verschiedenheit". Die Fülle und Vielfalt im gemeinsamen Glauben präge auch die Kolpingsfamilien.

So sei Adolph Kolping nicht nur Nachfolger der beiden Apostel, sondern auch Vorbild. "Er erkannte, dass sich die Kirche auch um die Nöte der Menschen kümmern muss". Er habe sich von diesen Sorgen der Menschen antreiben lassen und immer wieder neue Lernprozesse vollzogen, rief Dillenburg dazu auf, sich die Gegenwart anzuschauen und immer wieder Neues auszuprobieren.

"Es ist eine Binsenweisheit, dass es auf jeden ankommt", meinte er mit Blick auf die vielen Beispiele himmelschreiender Ungerechtigkeit. Eine Milliarde Menschen müsse hungern, Millionen von Menschen sei der Zugang zu Bildung verwehrt. Das Kolpingwerk sehe seine Aufgabe international darin, Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten.

Die Fortentwicklung sei schon immer das Geheimrezept für Erfolg gewesen. "Sonst wäre es heute noch ein reiner männlicher Gesellenverein", machte Dillenburg deutlich, dass es gelte, die Zukunft im Blick zu haben und wieder so etwas Revolutionäres wie damals die Aufnahme von Frauen zu planen. Erfolg, Mut, Fantasie und Freude wünschte er der Bühler Kolpingsfamilie und überreichte ihr auch im Namen des Bundesvorstands einen Ehrenbrief.

Weitere Glückwünsche gab es von OB Hubert Schnurr, der die Bedeutung der Bühler Kolpingsfamilie für die Stadt herausstellte und ihre Historie beleuchtete. Noch zu Lebzeiten Kolpings gründete sich der Bühler Gesellenverein, der vielerlei Spuren in der Stadt hinterlassen und sich in fruchtbarer Weise in die Gesellschaft eingebracht habe. So war der Friedrichsbau einst vom Gesellenverein als Vereinsheim errichtet worden, auch beim Geschwister-Scholl-Haus packte die Kolpingsfamilie mit an. An neun Stelen in der Stadt werde an das Wirken von Kolping erinnert.

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