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Schwarzach künftig ohne Ortschaftsgremium
Schwarzach, hier das Rathaus, wird ab der kommenden Wahlperiode ohne Ortsgremium auskommen.  Foto: Gangl/av
04.07.2018 - 00:00 Uhr
Rheinmünster (ar) - Die Zeiten in Rheinmünster haben sich geändert. Die Zustimmung zur Änderung der Hauptsatzung der Gemeinde, in der künftig nur noch die Ortschaftsräte Greffern, Söllingen und Stollhofen aufgeführt werden, war daher eigentlich nur eine Formsache. Ohne weitere Diskussionen war der Gemeinderat in seiner Sitzung am Montagabend bei einer Enthaltung damit einverstanden, dass ab der neuen Wahlperiode im kommenden Jahr in Schwarzach kein Ortschaftsrat mehr tagt.

Noch vor Jahren hatte das Thema "Abschaffung der Ortsgremien" die Gemüter im Ratssaal erhitzt und auch in der Bürgerschaft wurde heftig darüber diskutiert.

Als im November 2010 die Fraktion der Bürger für Rheinmünster (BfR) den Antrag auf Auflösung der Ortschaftsräte gestellt hatte, trommelte es aus den Reihen der CDU und SPD Empörung. "Nach 35 Jahren Gemeindereform erlauben wir uns immer noch vier Ortsvorsteher, vier Ortschaftsräte und vier Ortsverwaltungen, dabei zählt in der Gemeinde jeder Euro und jeder Cent", hatte damals ein Vertreter der BfR erklärt.

Im November 2013 spaltete das gleiche Thema die fünf Mitglieder des Schwarzacher Ortschaftsrats, deren Mehrheit am Ortsgremium festhalten wollte. Schon damals bewegte sich Dieter Brombacher (CDU) als Erster aus den Reihen der Christdemokraten und brachte die Idee eines Ortsbeauftragten ins Spiel.

Doch die Zeit war noch nicht reif für eine solche Entscheidung. Im Oktober 2014 stand Brombacher auf eigenen Wunsch nicht mehr für das Amt als Ortsvorsteher zur Verfügung und die BfR stellte die absolute Mehrheit im Schwarzacher Ortschaftsrat. Ortsvorsteher wurde Manfred Huber, der nun als letzter Ortsvorsteher der Münstergemeinde in die Geschichtsbücher einziehen wird.

"Ich habe es gern gemacht, denn ich bin im Ort gut vernetzt. Wenn die Bürger Sorgen hatten, haben sie mich angerufen oder direkt angesprochen. In die Sprechstunden im Rathaus, die ich am Anfang noch angeboten habe, ist niemand gekommen", berichtete Manfred Huber im Gespräch.

Einen Koordinator, der Kleinigkeiten vor Ort regelt, einen Ansprechpartner oder Kümmerer, der sich die Sorgen anhört, würde er begrüßen. "Dazu braucht man keinen Ortschaftsrat, das kann einer alleine mit einem kleinen Budget machen", so Huber.

Als Ortsvorsteher, der er noch bis zum Ablauf der jetzigen Wahlperiode ist, möchte er auf alle Fälle die Umgestaltung des Schwarzacher Friedhofs zu Ende bringen, so der 71-Jährige.

Froh über die jetzige Entscheidung zur Änderung der Hauptsatzung, die in Absprache mit der Kommunalaufsicht erstellt wurde, zeigte sich Matthias Henschel (BfR). Hubertus Stollmaier (SPD) sprach von einem demokratischen Entscheidungsprozess. Peter Meier (BfR) begrüßte, dass das Thema sachlich abgearbeitet worden sei und würde sich wünschen, wenn andere Ortsteile folgen würden.

Dieter Brombacher (CDU) brachte abermals die Position eines Ansprechpartners vor Ort in Schwarzach zur Sprache. Bürgermeister Helmut Pautler verwies darauf, dass der Gemeinderat über eine solche Position und den entsprechenden Mitteleinsatz Beschluss fassen müsste. Er empfahl jedoch, die Entscheidung und Weichenstellung denjenigen zu überlassen, die in der nächsten Wahlperiode am Ratstisch sitzen würden.

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