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Kritik an Plänen für Friedhof
Das Feld sieben im Obertäler Friedhof soll zu kleineren Urnengrabfeldern umgestaltet werden. Foto: Horcher
06.07.2018 - 00:00 Uhr
Bühlertal (eh) - Das Grabfeld sieben auf dem neuen Teil des Obertäler Friedhofs soll umgestaltet werden, um mehr Platz für Urnengräber zu schaffen. Erste Vorbereitungen dafür hat der Bauhof in den vergangenen Wochen bereits umgesetzt. Die von der Verwaltung vorgelegte Planung fand jedoch bei den Ratsmitgliedern zu wenig Gefallen, so dass der Tagesordnungspunkt vertagt wurde.

Nach mehreren kritischen Anmerkungen seitens der CDU und der FBV ließ Bürgermeister Hans-Peter Braun über eine Vertagung auf 24. Juli abstimmen. Sachgebietsleiter Thomas Heitzmann erläuterte die Baumaßnahme. Um im Grabfeld sieben der hohen Nachfrage nach Urnengräbern gerecht werden zu können, wolle man nun an eine dort bereits vorhandene, zweiseitige Belegung anknüpfen. Dafür sei eine weitere Erschließung mit Wegen nötig.

Der Bauhof habe bereits einige große Bäume gefällt, Hecken entfernt und in Absprache mit den Nutzungsberechtigten Grabstätten, die nicht weitergeführt werden, abgeräumt. "Da wurden vonseiten der Verwaltung viele Telefonate und Gespräche geführt", so Braun. Diese Verwaltungsdinge seien recht arbeitsintensiv.

Allerdings hätten einige Nutzungsberechtigte ihre anfängliche Zustimmung wieder zurückgezogen, so dass man den überplanten Bereich wieder habe reduzieren müssen, so Heitzmann. Man gehe nun von 56 bis 60 Urnengräbern aus. Er erklärte, dass man den ursprünglichen Plan vom vergangenen Jahr überarbeitet und entsprechend angepasst habe. Da Friedhofsbesucher oft den Wunsch nach Pflasterbelägen äußern würden, wolle man nun den Weg pflastern. Für Menschen mit Rollatoren und Rollstühlen solle dies eine Erleichterung sein. Die Umsetzung der Baumaßnahme, die im September/Oktober erfolgen soll, ist mit 30500 Euro veranschlagt. Im Haushaltsplan sind 25000 Euro für die Maßnahme vorgesehen. Heitzmann schätzte, dass ungefähr die Hälfte der Kosten auf die Wegpflasterung entfällt.

Vorhandene Wege wolle man auf zwei Meter ausdehnen. Dies erleichtere das Rangieren mit Fahrzeugen bei Pflegemaßnahmen. Auch wolle man dem Wunsch nach zusätzlichen Wasserzapfstellen nachkommen. Andererseits solle ein im Grabfeld sieben vorhandener Brunnen abgebaut werden, um die Planungen umzusetzen. "Es ist jetzt die Gelegenheit, das Grabfeld umzugestalten. Das würde uns helfen, bis die Umgestaltung auf dem alten Friedhof angepackt werden kann", so Braun.

"Mir persönlich gefällt die Planung nicht", so Franz Tilgner (CDU). Manches daran erscheine überflüssig und nichts als reine Geldverschwendung, wies er darauf hin, dass man als Gremium gerade mit hohen Kosten für die Freibadsanierung befasst sei. Das mit dem Brunnen sei nicht nachvollziehbar, ebenso wenig das Argument, dass man plötzlich breitere Wege brauche, obwohl man bisher mehr als 30 Jahre mit der vorhandenen Wegbreite zurechtgekommen sei. Auch vorhandene Grabeinfassungen sollten belassen und in die neue Nutzung einbezogen werden.

Volker Blum (CDU) betonte: "Wir begrüßen die Zielrichtung, wollen die Maßnahme aber mit einfacheren Methoden umsetzen." Er schlug vor, dass sich das Gremium vor Ort einen Eindruck verschafft. Peter Ganter (SPD) begrüßte die Planung. Es gebe nicht viel Einsparpotenzial. Eberhard Gschwender (FBV) befand eine Wegpflasterung und die Rodungsmaßnahmen als notwendig und gut. Mit Matthias Seebacher (CDU) sprach er sich auch für eine Besichtigung aus. Braun griff dies auf und setzte einen Vorort-Termin fest für kommenden Montag vor der Sitzung des Technischen Ausschusses.

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