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Digitalisierung diskutiert
In Bühl tauschen sich Geschäftsführer deutscher Stadtwerke über das Thema 'Digitalisierung in der Energiewirtschaft' aus. Foto: Gernsbeck
13.07.2018 - 00:00 Uhr
Bühl (red) - Reiner Liebich gab schon bei der Begrüßung die thematische Richtung vor: "Die Energiewende ist das größte nationale IT-Projekt aller Zeiten", sagte der Geschäftsführer der Stadtwerke Bühl zum Auftakt des 15. Bühler Sommer-Energieforums. Die digitale Transformation der Energiewirtschaft sei integraler Bestandteil und Voraussetzung für die Energiewende.

Im Bürgerhaus Neuer Markt tauschten sich zwei Tage lang mehr als 50 Geschäftsführer und Führungskräfte von deutschen Stadtwerken sowie Energieexperten zum Thema "Digitalisierung in der Energiewirtschaft" aus. Zentrale Frage war: Wie können die regional verwurzelten, dezentral aufgestellten Stadtwerke mit neuen digitalen Möglichkeiten und intelligenten Verteilnetzen dafür Sorge leisten, dass die Energiewende mit der großen Herausforderung der Integration von schwankenden erneuerbaren Energien gelingt - bei gleichzeitiger Netzstabilität und Versorgungssicherheit der Bevölkerung.

"Die Energiewende ist dezentral", sagte Michael Wübbels, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des Verbands Kommunaler Unternehmen (VKU). Er machte deutlich, dass aktuell mehr als 1,8 Millionen Erneuerbare-Energien-Anlagen in Deutschland an die Verteilnetze, die sich größtenteils in der Hand kommunaler Stadtwerke befinden, angeschlossen sind. "Das sind rund 95 Prozent aller Erneuerbare-Energien-Anlagen", so Wübbels. Nach Schätzungen werden im Jahr 2030 rund 200 Gigawatt Strom aus erneuerbaren Energien in die Verteilnetze eingespeist. Dies entspräche einer Verdoppelung der heutigen Leistung.

Wübbels stellte heraus, dass die überregionalen Übertragungsnetze dies nicht leisten könnten: "Die technischen Möglichkeiten und Durchleitungsmöglichleiten der Übertragungsnetze sind ausgeschöpft." Aus diesem Grund würde den Stadtwerken eine zentrale Rolle bei der Energiewende zufallen. In diesem Kontext beschäftigte sich das Sommer-Energieforum unter anderem auch intensiv mit den Themen Versorgungssicherheit, intelligentes Systemmanagement, Kooperationsmöglichkeiten sowie digitalen Möglichkeiten für mehr Leistung und Servicequalität für den Endverbraucher.

"Die deutsche Energiewirtschaft ist seit vielen Jahren einem tiefgreifenden Veränderungsprozess unterworfen", erklärte Liebich. Um Stadtwerken aus ganz Deutschland die Möglichkeit zu geben, sich in Fachforen über die neusten Entwicklungen zu informieren, sich intensiv auszutauschen und auch voneinander zu lernen, sei das Sommer-Energieforum Bühl 2003 ins Leben gerufen worden. Als die Stadtwerke Bühl als eine der ersten in der Region in die strukturierte Strombeschaffung eingestiegen sei, kam die Idee auf, auch andere kommunale Unternehmen von den gemachten Erfahrungen profitieren zu lassen. "Wir wollten eine Plattform schaffen, um Chancen und Weiterentwicklungsmöglichkeiten für kommunale Unternehmen zu diskutieren", betonten die Geschäftsführer der Bühler Stadtwerke, Reiner Liebich und Rüdiger Höche. Daher sei das jährlich stattfindende Forum in Bühl stets Spiegelbild der gerade aktuellen Themen und Herausforderungen für Stadtwerke gewesen. Liebich: "Die Geschichte des Bühler Sommer-Energieforums ist damit auch eine Geschichte der deutschen Energiewirtschaft." Das Energieforum wird gemeinsam veranstaltet von den Stadtwerken Bühl, dem Verband Kommunaler Unternehmen (VKU), der Stadtwerkekooperation Südweststrom (Tübingen) und der SME Management GmbH (Heppendorf).

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