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"Enormer Vertrauensbeweis"
01.08.2018 - 00:00 Uhr
Bühl (gero) - Die Schaeffler AG legt einen weiteren Gang zu und stärkt den LuK-Standort Bühl mit einem 60 Millionen Euro teuren Neubau, in dem das Entwicklungszentrum und das Headquarter für die Automotive-Sparte einziehen werden. Der Gemeinderat machte in seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause mit einer zweiten Änderung des Bebauungsplans "Bußmatten" den Weg frei.

Geplant ist ein fünfgeschossiger Anbau an das bestehende ehemalige Glaxo-Gebäude, das Schaeffler vor Jahren erworben hatte. Der Neubau wird die drei Stockwerke hohe Bestands-Immobilie um etwa fünf Meter überragen. Für eine Novität in einem Bühler Gewerbegebiet sorgt das Unternehmen mit dem Bau eines Parkhauses, das sogar das neue Gebäude um zehn Meter überragt und eine Dachbegrünung erhält. Oberbürgermeister Hubert Schnurr hofft, dass dieses Vorgehen auch bei anderen Bühler Großbetrieben Schule macht, um damit den Flächenverbrauch durch die Anlegung von Parkplätzen zu minimieren.

Der Eisentäler Ortsvorsteher Jürgen Lauten berichtete, dass der Ortschaftsrat dem Bauvorhaben auf Eisentäler Gemarkung zugestimmt habe. Das Klima-Gutachten habe dem Gremium indes nicht vorgelegen.

Peter Hirn (SPD) griff diesen Aspekt auf und mahnte - wie im vorliegenden Fall - einen "sparsamen Umgang mit Boden" an. Er hielt es für grundsätzlich erfreulich, dass sich prosperierende Unternehmen in Bühl ausbreiten könnten.

Lutz Jäckel (FDP) konnte es kurz machen: "Hier wird die Zukunft Bühls positiv beeinflusst. Auch Karl Ehinger (FW) begrüßte den Bau eines Parkhauses. Wer flächenschonend planen wolle, der müsse eben in die Höhe gehen. Allerdings machte er auch auf Nachteile aufmerksam: Blockade von Kaltluftströmungen und erhöhte Frostgefahr im direkten Umfeld.

Margret Burget-Behm (CDU) stufte das Bekenntnis von Schaeffler zum Standort Bühl als "wichtig für die Gesamtstadt" ein, schließlich sei man "abhängig von der Gewerbesteuer". Sie wünschte dem Unternehmen "viel Glück und Fortune".

Nach Ansicht von Walter Seifermann (GAL) stoße die Stadt langsam "an die Grenzen ihres Wachstums". Das Parkhaus nannte er "überfällig", was "hoffentlich auch Nachahmer" finden möge.

Wie bereits gestern kurz im Wirtschaftsteil dieser Zeitung berichtet, will Schaeffler mit seinem Zukunftsprogramm "Agenda 4 plus One" den Standort Bühl stärken. Dazu gehöre auch, dass auf den Werksgebäuden in Bühl, Sasbach und Kappelrodeck bis Mitte September die schwarz-gelben LuK-Logos durch die Leuchtschriften "Schaeffler" im Rahmen des Projekts "Global Branding" ersetzt würden.

Für den 22. September ist der Spatenstich für das neue Entwicklungszentrum und das Headquarter Automotive terminiert. Auf einer Fläche von rund 20 000 Quadratmetern entstehen Büroräume für rund 500 Mitarbeiter, 350 davon neu. Hinzu kommen außerdem eine Kantine, ein großzügiger Konferenzbereich sowie Prototypenbau und Prüfstände, vorwiegend im Bereich E-Mobilität.

Matthias Zink, Vorstand Automotive der Schaeffler AG, wird in einer Mitteilung wie folgt zitiert: "Nur eine starke Marke hat Zukunft. Wir geben unseren Kunden damit Orientierung und positionieren uns global als bevorzugter Technologiepartner." Als Produktmarke bleibe LuK bestehen, werde aber künftig nur im Zusammenhang mit dem dazugehörigen Produkt und gemeinsam mit der Unternehmensmarke Schaeffler verwendet.

Verbunden mit dem Spatenstich ist ein Mitarbeiterfest. "Die Entscheidung für Bühl ist ein enormer Vertrauensbeweis in die Tugenden und Stärken an diesem Standort. Die Kollegen brennen für unsere Technik und wollen unbedingt mit weiteren Innovationen Geschichte schreiben. Damit stellen wir uns erfolgreich für die Zukunft auf", betonte Zink abschließend.

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