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Wichtiger Beitrag zur Standortsicherung
Einst Schwesternwohnheim, danach Asylunterkunft und bald nicht mehr existent: Das ziemlich heruntergekommene Gebäude zwischen Klinik und Ärztehaus. Foto: Hammes
02.08.2018 - 00:00 Uhr
Bühl (gero) - Einst war der schmucklose und in die Jahre gekommene Flachdachbau Schwesternwohnheim und zuletzt Erstaufnahmeunterkunft für Flüchtlinge. Nun rückt der Abbruchbagger an. Danach erstellt die Klinikum Mittelbaden gGmbH ein Pflegeheim mit betreutem Wohnen und 90 Betten.

Der Gemeinderat beschloss dazu den Bebauungsplan "Klinikum Mittelbaden Bühl" bei gleichzeitiger Aufhebung des vorhabenbezogenen Bebauungsplans "Ärztehaus beim Krankenhaus Bühl" und ermächtigte zugleich Oberbürgermeister Schnurr, einen städtebaulichen Vorvertrag mit dem Klinikum Mittelbaden als dem Vorhabenträger zu schließen.

Hintergrund ist die Umstrukturierung der Pflegeeinrichtungen im Landkreis. Diese wurde notwendig, weil die Heimbauverordnung des Landes nur noch Einzelzimmer vorsieht. Auch die Vorschriften für Wohngruppengrößen zwingen zum Handeln.

Mit dem Neubau gekoppelt ist auch ein neues Parkierungskonzept. Noch nicht geklärt ist, ob die Stellplätze oberirdisch oder in einer Tiefgarage nachgewiesen werden.

Die Leitung des Klinikums Mittelbaden geht davon aus, dass der Bauantrag im zweiten Quartal 2019 gestellt wird. Ehrgeiziges Ziel ist es, das Pflegeheim um die Jahreswende 2020/21 in Betrieb zu nehmen (wir berichteten).

Für Margret Burget-Behm (CDU) macht das Vorhaben schon aufgrund der neuen Vorgaben der Landesheimbauverordnung "absolut Sinn".

Lutz Jäckel (FDP) ging auf die Wettbewerbssituation ein: "Der Ortenaukreis rüstet auf, deshalb ist es um so wichtiger, den Standort Bühl zu sichern und auszubauen." Auch gesetzliche Regelungen würden das Klinikum zu dieser Maßnahme geradezu "zwingen".

Bei Karl Ehinger (FW) klang es ähnlich: "Das trägt der demografischen Entwicklung Rechnung. Er gab zudem seiner Hoffnung Ausdruck, "dass genügend Pflegekräfte zur Verfügung stehen". Walter Seifermann (GAL) brachte das Investment mit der älter werdenden Gesellschaft in Verbindung. Peter Hirn (SPD) fasste sich am kürzesten und meinte mit Blick auf seine Vorredner: "Es ist alles gesagt."

Noch nicht erledigt sind mit dem Ratsbeschluss aber sämtliche Aufgaben des Klinikums. Auch in Ottersweier soll ein weiteres Pflegeheim in gleicher Größenordnung entstehen. Umgesetzt werden soll der Neubau außerhalb des Areals des Kreispflegeheims Hub. Benötigt wird ein Gelände von bis zu 5000 Quadratmetern.

Sobald das Bühler Projekt realisiert ist, geht es an die Überplanung des Erich-Burger-Heims. Betroffen ist dort der aus dem Jahr 1984 stammende Altbau, in dem 60 Pflegeplätze mehrheitlich in Doppelzimmern vorgehalten werden. Die dort lebenden Senioren werden in dem Neubau in direkter Nachbarschaft zur Bühler Klinik und zum Ärztehaus eine neue Heimat finden; ebenso 30 Bewohner aus den Häusern Muhrbach und Hornisgrinde in der Hub.

Für das Erich-Burger-Heim werden nach Umbau und Sanierung des Altbaus ebenfalls 90 Plätze in Einzelzimmern angestrebt.

Zwölf Millionen Euro wird das Klinikum Mittelbaden allein in den Neubau in Bühl investieren, rund 30 Millionen Euro werden es im gesamten südlichen Landkreis sein.

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