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Fledermäuse fühlen sich wohl in Liebfrauen
Ihre langen Ohren geben dieser seltenen Fledermausart ihren Namen: Das Graue Langohr. Das Bild zeigt ihr Quartier in der Liebfrauenkirche.  Foto: Dr. Christian Dietz
03.08.2018 - 00:00 Uhr
Bühlertal (red) - Fledermäuse fühlen sich wohl in der Liebfrauenkirche in Bühlertal. Erfreulich ist das dortige Vorkommen des Grauen Langohrs (Plecotus austriacus), denn diese sehr seltene Fledermausart ist in der Roten Liste Baden-Württemberg als "vom Aussterben bedroht" eingestuft. In der Liebfrauenkirche allerdings hat sie eine der individuenreichsten Wochenstuben (Ort, an dem sich Fledermausweibchen zur Geburt und Aufzucht der Jungen aufhalten) des Landes.

Das konnten jetzt die Fledermaus-Sachverständigen Anja und Jochen Lehmann feststellen, die regelmäßig der Kirche aufs Dach steigen, um die Fledermäuse zu erfassen. In diesem Jahr wurden sie von dem Fledermausforscher Dr. Christian Dietz begleitet. Die wichtigsten Beobachtungen: Die Wochenstube umfasste etwa 45 Graue Langohren, zudem hielten sich noch eine Breitflügelfledermaus und ein Großes Mausohr in der Kirche auf. Damit beherbergt die Liebfrauenkirche drei der 23 in Baden-Württemberg heimischen Fledermausarten.

Ermöglicht wurde die Fledermausansiedlung durch die Schaffung einer Einflugöffnung mittels Entnahme einer kleinen Fensterscheibe im Glockenturm, informiert die Seelsorgeeinheit. Bühlertal. Zudem wurde in eine Verbindungstür zum Dachboden ein Spalt ausgesägt, so dass die Tiere innerhalb des Kirchengebäudes ihren Hangplatz je nach Temperatur wechseln können. Dadurch ist es den Tieren möglich, das Gebäude ganzjährig zu nutzen.

Das Graue Langohr wird gerne als "Dorffledermaus" bezeichnet, denn ihre Quartiere hat sie allermeist in Gebäudekomplexen mit größeren Dachstühlen wie zum Beispiel Kirchen. Ihr Jagdgebiet sind struktur- und insektenreiche Gärten, Wiesen und Streuobstwiesen sowie Weiden und Gehölzsäume. Gefährdet ist die Art unter anderem durch den Verlust geeigneter Quartiere aufgrund nicht abgestimmter Sanierungs- oder Umbauarbeiten und den Rückgang insektenreicher Jagdgebiete. Zudem bekommen die Weibchen nur ein Junges pro Jahr. Dabei liegt die Überlebensrate der Jungtiere im ersten Lebensjahr bei nur 60 Prozent. Schutz- und Hilfsmaßnahmen sind für das Überleben dieser Fledermausart dringend notwendig. Die Seelsorgeeinheit hofft, dass sich die Fledermausweibchen im nächsten Sommer wieder in der Liebfrauenkirche zusammenfinden und eine erfolgreiche Wochenstube bilden.

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