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"Gänsehautfeeling pur und Nervosität hoch drei"
09.08.2018 - 00:00 Uhr
Bühlertal/Berlin (kie) - Europas beste Leichtathleten treten zurzeit in der deutschen Hauptstadt gegeneinander an. Mittendrin ist eine Gruppe von 25 Fans aus Bühlertal und Umgebung. Am Dienstag konnten sie den Bühlertäler Geher Nathaniel Seiler anfeuern und dabei sein, als der 22-Jährige unter extrem heißen Bedingungen den achten Platz erreichte.

Jürgen Brügel vom TV Bühlertal hatte die Fahrt organisiert. Er spricht von "Gänsehautfeeling pur" und "Nervosität hoch drei" während des Laufs von Seiler. "Es war ein einmaliges Erlebnis. Noch nie war ein Sportler vom TV Bühlertal bei einem solchen internationalen Wettbewerb dabei und dann auch noch vor dieser Kulisse", schwärmt Brügel.

Seiler erreichte nach 3:54:08 Stunden das Ziel, sein 28-jähriger Trainingskollege Carl Dohmann (SC Heel Baden- Baden) kam rund vier Minuten früher als Fünfter an. Beide Geher seien von der Stimmung an der Strecke, die mitten durch Berlin verlief, begeistert gewesen, berichtet Brügel: "Sie haben gesagt, dass sie so etwas noch nicht erlebt haben."

Gemeinsam mit einer Fangruppe von Dohmann aus Haueneberstein und den Familien der beiden Sportler hätten die Bühlertäler Schlachtenbummler an der Strecke für Stimmung gesorgt. Viele von ihnen standen in der ersten Reihe. Der Wettkampf im Gehen über 50 Kilometer war die erste Medaillenentscheidung der EM und startete um 8.35 Uhr am Breitscheidtplatz direkt neben der Gedächtniskirche. Um diese Uhrzeit sei an der Strecke noch nicht allzu viel los gewesen, erzählt Brügel. Beim Zieleinlauf sei es aber rappelvoll gewesen, Tausende Zuschauer seien gekommen. "Das war Euphorie pur", beschreibt er die Stimmung unter den Fans. Seilers Trainer Robert Ihly, selbst ein ehemaliger Weltklassegeher, sei "richtig stolz" gewesen.

Brügel ist bei der EM aber nicht nur als Fan, sondern auch als freiwilliger Helfer vor Ort. Als sogenannter Volunteer genießt er einen besonderen Zugang zu den Sportlern und ihren Trainern. Er hilft bei den Dopingkontrollen: So nimmt er die Sportler beispielsweise nach den Wettkämpfen in Empfang und bringt sie zu den Kontrolleuren. Deshalb konnte Brügel nach dem Ausscheiden des dritten Gehers Karl Junghannß auch den in Potsdam lebenden Bundestrainer Ronald Weigel fragen: "Was hättest Du nur heute gemacht, wenn unsere zwei Badener nicht an den Start gegangen wären?"

Die Bühlertäler Fans haben in den vergangenen Tagen aber noch mehr erlebt als den Geh-Wettbewerb: Im Berliner Olympiastadion konnten sie die Qualifikation im Sprint über 100 Meter und einige Wettbewerbe des Zehnkampfs sehen. Außerdem besichtigte die Gruppe auf Einladung der Bundestagsabgeordneten Gabriele Katzmarek (SPD) den Reichstag.

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