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Rathausvorplatz wird klein, aber fein
10.08.2018 - 00:00 Uhr
Bühlertal (efi) - Noch ist das historische Rathaus eingerüstet. Wer es von der Hauptstraße betrachtet, kann schon die neue Farbgestaltung des denkmalgeschützten Gebäudes erkennen - es dominiert ein kräftiger warmer Erdton, von dem sich die sandsteinfarbenen Fenstergewänder und die weißen Klappläden markant absetzen. Ende August wird die Fassade fertiggestellt sein.

Architekt Andreas Adler und Bauamtsleiter Norbert Graf haben noch einen weiteren Termin fest im Visier: Im Frühjahr werden die Verwaltungsmitarbeiter das von Grund auf sanierte Domizil beziehen können. Das Millionenprojekt "Rathaus Bühlertal" kommt damit zu seinem Abschluss.

Was die Planer und Bürgermeister Hans-Peter Braun besonders freut: Sowohl beim Zeitplan als auch bei den Kosten legen sie eine Punktlandung hin. "Es läuft hervorragend", meint ein sichtlich zufriedener Rathauschef. "Mit 2,6 Millionen Euro liegen wir im Budget", stellt der Bauamtsleiter fest. Rund 1,2 Millionen Euro sind aus der städtebaulichen Förderung und dem Ausgleichstock zu erwarten. Dass vor dem ersten Spatenstich nahezu alle Gewerke für den ersten und zweiten Bauabschnitt auf einen Schlag ausgeschrieben wurden, sieht Graf als großen Vorteil. Auch Architekt Adler betrachtet es als "glücklichen Zug", zumal die Baukonjunktur 2016 ein noch moderateres Niveau erreicht habe. Ebenfalls positiv stimmt ihn der Baufortschritt, "ganz unfallfrei und ohne Insolvenz".

Im neuen Anbau hat längst die Verwaltung wieder die Hoheit. Kämmerei, Bürgermeisteramt, Bauamt und Wasserversorgung teilen sich derzeit die Räumlichkeiten. Sie konnten bereits im April - ein Jahr nach dem Baggerbiss und Abriss von Rathaus III - bezogen werden. Helle Hölzer, natürliche Materialien und funktionale Möbel dominieren in den Büros des modernen Gebäudes mit großen Glasfronten. "Die Mitarbeiter fühlen sich wohl hier", sagt Braun. Sie alle waren in Planung und Konzeption eingebunden.

Die Baufirmen konzentrieren sich augenblicklich auf das alte Rathaus. Ende August, schätzt Architekt Adler, wird das Gerüst verschwinden können. Der Schacht für den Aufzug, der alle Etagen erschließt, ist bereits eingebaut. Parallel zum Innenausbau steht ab September die Gestaltung des neuen Rathausplatzes im Fokus. Das Entrée auf der Südseite sieht einen überdachten Abstellplatz für zwölf Fahrräder inklusive Elektroladestation sowie Sitzmöglichkeiten vor und weist den Weg zum barrierefreien, gläsernen Eingang. "Dieser Platz ist unsere Visitenkarte. Er ist klein, aber fein", verspricht der Bürgermeister.

Sind die Arbeiten am Altbau im kommenden Jahr beendet, beginnt erneut das Stühlerücken. Kämmerei und Gemeindekasse werden ihre Büros im historischen Gebäude beziehen. Die Abteilungen aus Rathaus II werden das Gebäude in der Hauptstraße 131 verlassen und sich im neuen Komplex einrichten. Im Erdgeschoss werden die publikumsintensiven Dienste wie Sozial-, Melde- und Standesamt im Bereich Bürgerservice gebündelt. Der Bürgermeister residiert künftig im Dachgeschoss, wo sich auch das Sitzungs- und Trauzimmer befindet. Auf dieser Ebene besteht ein Zugang zur neuen Dachterrasse. Sie kann für kleine Empfänge, etwa nach Trauungen, genutzt werden. Auf einer Fläche von etwa 50 Quadratmetern ist schon eine Photovoltaikanlage installiert, aber noch nicht in Betrieb. Energetische Einsparungen verspricht man sich auch durch eine neue Gaszentralheizung mit Brennwerttechnik. Stolz sind die Planer auf das moderne, neue Archiv im Kellergeschoss des Anbaus. "Mindestens 6000 Bauakten sind dort gelagert", schätzt Ortsbaumeister Norbert Graf.

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