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Toben zwischen Bäumen
Der Kindergarten St. Karl Borromäus in Neusatz bietet seit 2014 eine Waldgruppe an. Foto: Kindergarten
15.08.2018 - 00:00 Uhr
Von Michaela Gabriel

Achern - In Obersasbach, Kappelrodeck und Sasbachwalden sollen in den nächsten Monaten Waldkindergärten entstehen. Dieses Angebot ist neu in der Region Achern. Im Bereich Bühl gibt es in Neusatz bereits eine solche Gruppe.

Die Kinder der Kita St. Stefan Oberachern sind regelmäßig im Wald, doch die Einrichtung hat keinen Waldkindergarten. "Weil die Erzdiözese dies nicht bezuschusst, haben wir das nicht weiterverfolgt", sagt Leiterin Elke Doll. Intern nenne man die grüne und gelbe Gruppe "Waldgruppen", weil sie drei Vormittage pro Woche im Wald verbringen. Alle anderen Gruppen gehen einmal pro Woche in die Natur. Dafür beschäftigt die Kita St. Stefan eine Facherzieherin für Natur- und Waldpädagogik und vier Erzieherinnen mit Weiterbildungen zur Umweltpädagogin im Elementarbereich. Eine Anlaufstelle im Eiskellerwald hat der städtische Kindergarten Marienau in Achern.

Auf den Start eines Waldkindergartens als neue eigenständige Einrichtung zum 1. März hofft Sasbachs Bürgermeister Gregor Bühler. Noch vor seiner Amtseinführung im Herbst 2017 habe er die ersten Gespräche geführt, um dies auf den Weg zu bringen, berichtet er. Vor wenigen Tagen sei ein Bauantrag für ein Gelände in der Weinbergstraße in Obersasbach gestellt worden. In Haslach, wo er herkomme, gebe es zwei Waldkindergärten: "Ich habe mich gewundert, dass das hier die wenigsten kennen." In Zukunft solle den Sasbacher und Obersasbacher Familien auch diese Möglichkeit offen stehen. Wenn das Angebot angenommen werde, sei er sogar offen für einen zweiten oder dritten Standort für weitere Gruppen.

Die Leiterin des Kindergartens Obersasbach soll den Waldkindergarten in Obersasbach leiten, so der Bürgermeister. Sie erarbeite auch die erforderliche Konzeption. Die Suche nach Personal habe bereits begonnen.

Aber die Lieferfristen für einen speziellen Bauwagen für die Kinderbetreuung seien sehr lang. Der Gemeinderat habe die Anschaffung, die 50000 Euro kosten kann, außerdem noch nicht beschlossen.

Ein Nebeneffekt ist es aus Bühlers Sicht, dass der Waldkindergarten bis zu 20 Kinder zwischen drei uns sechs Jahren aufnehmen kann und dadurch Betreuungsplätze in den stark ausgelasteten Kindergärten frei werden: "Wir bekommen dann vielleicht mehr Luft zum Atmen."

Die braucht man in Sasbachwalden dringend. Der kirchliche Kindergarten stößt dort an Kapazitätsgrenzen. Ein Anbau ist zwar in Planung, steht aber frühestens Ende nächsten Jahres zur Verfügung. Nachdem der Gemeinderat kürzlich grünes Licht für die Gründung einer Waldgruppe gegeben hat, kommt jetzt viel Arbeit auf die Leiterin zu. Denn die Gemeinde wünscht sich einen Start des Angebots noch in diesem Jahr.

Nach der Gemeinderatsitzung diskutierten die Mitarbeiterinnen des Kindergartens noch lebhaft über Detailfragen. Die Suche nach Personal hat schon kurz nach der Grundsatzentscheidung begonnen. Benötigt werden zwei pädagogische Fachkräfte, möglichst mit Qualifikation oder Erfahrung in Wald- und Naturpädagogik. Mit Zuschüssen zu den Kosten durch den kirchlichen Träger kann die Gemeinde Sasbachwalden nicht rechnen.

In Kappelrodeck soll ein Waldkindergarten mit dem Bauwagen der Waldjugend im Zuckerbergpark schon bald nach dem Beginn des neuen Kindergartenjahres beginnen. Voraussetzung sei, dass geeignetes Personal zur Verfügung steht und die Betriebserlaubnis erteilt werde, erklärt Bürgermeister Stefan Hattenbach. Er gibt als Gründe für die Neugründung an, dass man die "räumlichen Kapazitäten erweitern" wolle und Waldkindergärten für ein interessantes alternatives pädagogisches Konzept halte.

Er habe das Signal des kirchlichen Trägers, dass die Betriebskosten des neuen Waldkindergartens zu zehn Prozent von der Kirche finanziert werden, erzählt Hattenbach. Sollte das Ordinariat in Freiburg der Pfarrgemeinde keine zusätzlichen Kirchensteuermittel dafür genehmigen, müsste die Seelsorgeeinheit dies aus ihrem eigenen Budget schultern.

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