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Friedvolle Affenbande im Weinregal
Zwei Primaten an der Flasche: Der Affe aus Eisental (links) neben seinem Pendant aus Offenburg. Foto: Siebnich
17.08.2018 - 00:00 Uhr
Bühl - "Da laust mich doch der Affe!", dachte sich eine Gruppe aus der Region Bühl, die vor kurzem einen Ausflug nach Offenburg unternahm. Dort besuchten sie eine After-Work-Party im Neubau des Ortenauer Weinkellers (OWK), ein Tochterunternehmen der Edeka.

Beim Blick aufs Angebot blieben die Blicke verblüfft beim "Affentaler Spätburgunder" hängen, der auch noch in der bekannten Affenflasche abgefüllt war. Und das unter dem Label der Hausherren des OWK - und nicht etwa der Affentaler Winzer aus dem heimischen Eisental. Ein Primaten-Plagiat? Oder Endprodukt einer Kooperation? Weder noch.

Die Affenflasche hat der OWK bereits seit vielen Jahren im Repertoire. Ralf Schäfer, Geschäftsführer der Affentaler Winzer, kennt das Konkurrenzprodukt natürlich und scherzt: "Die Flasche ist nicht so schön wie unsere." Tatsächlich gibt es kleine Unterschiede in der Schimpansen-Gestaltung, etwa beim Farbton oder der Gesichtszeichnung. Ob dem Kunden, der im Weinregal des Supermarkts schnell zugreift, diese auffallen, scheint allerdings zweifelhaft. Schäfer glaubt trotzdem nicht, dass diese Ähnlichkeit dem Geschäft der Bühler Genossenschaft schadet. Ansonsten hätte das Unternehmen durchaus Möglichkeiten, dem Offenburger Affen den Marsch zu blasen: "Wir haben uns vor vielen Jahren das Markenrecht auf die Affenflasche eintragen lassen", erklärt er. Allerdings gibt es aus seiner Sicht keinen Grund, es im vorliegenden Fall auch durchzusetzen: "Wir haben das bislang toleriert und sehen auch keinen Anlass, dagegen vorzugehen", sagt er über das OWK-Produkt. Dieses sei schon lang auf dem Markt und stamme aus einer Zeit, in der Plagiatsfragen noch nicht eine so große Rolle spielten wie heute. Außerdem pflegten die Eisentäler ein kollegiales Verhältnis zu den Offenburger Nachbarn. Konkurrenten, die jetzt noch auf den Affen-Zug aufspringen möchten, können solche Milde aber nicht erwarten: "Wenn die Flasche erst vor kurzer Zeit herausgekommen wäre, dann hätten wir sicherlich etwas dagegen unternommen", betont Schäfer. So aber dürfen der Eisentäler und der Offenburger Affe weiter in friedlicher Koexistenz leben. Holger Siebnich

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