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Um rentabel zu bleiben, müssen Abläufe rationalisiert werden
Rationalisierungsmaßnahme in der Molkerei: Simon Glaser und Vincent Schübert vor der Milchabfüllanlage. Foto: Gabriel
22.08.2018 - 00:00 Uhr
Ottersweier (jo) - Einmal im Jahr öffnet der Aspichhof seine Türen im Rahmen der Kampagne "Gläserne Produktion". Geschäftsführer Ewald Glaser will beim Hoffest am kommenden Sonntag einem interessierten Publikum wieder einen "Treffpunkt rund um Landwirtschaft und Lebensmittel" bieten. Erstmals geht dem Hoffest ein Feierabend-Hock am Freitagabend voraus.

Glaser, der den Aspichhof als Integrationsbetrieb zusammen mit seinem Sohn Simon und seiner Ehefrau Marianne (Hofladen) betreibt, ist es ein Bedürfnis, mit den Besuchern über die Landwirtschaft von heute zu sprechen, zu diskutieren und Erfahrungen auszutauschen. Im Fokus steht in diesem Jahr insbesondere ein Thema: Rückstände in Lebensmitteln.

"Der Druck auf die Erzeugerpreise ist nach wie vor hoch", erläutert Glaser im Pressegespräch die allgemeine Lage. Regionale Lebensmittel seien im Trend, gleichwohl werde es immer schwieriger, die steigenden Kosten im Lohnsektor sowie im Energiesektor für Strom und Diesel auf die Preise umzulegen. Hinzu komme die bürokratische Last immer umfänglicherer Dokumentationspflichten.

Um rentabel zu bleiben, müssten Abläufe rationalisiert werden. Als Beispiele am Aspichhof führte Glaser die Umstellung der Milchabfüllung von Glasflaschen auf Tetrapaks an oder die automatische Entlaubung in den Reben, die zuvor von Hand erfolgte.

Das Hoffest bietet Gelegenheit, auf die Ernte im Vorjahr Rückschau zu halten. Diese fiel teils recht bescheiden aus. Spätfröste ließen die Traubenausbeute im Weinbau um 40 Prozent gegenüber einer Durchschnittsernte schrumpfen, im Obstbau gar um 90 Prozent.

Umso erfreulicher: Den neuen Rotwein "1265" (benannt nach dem Jahr der urkundlichen Ersterwähnung des Aspichhofs) prämierte die Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) auf Anhieb mit einer Goldmedaille. Der Cuvée aus Spätburgunder- und Cabernet-Dorsa-Trauben habe nur ein einziger Punkt gefehlt, "um unter die zehn besten Rotweine Deutschlands zu kommen", so Glaser mit Stolz.

Zudem habe man sich weitere Neuheiten einfallen lassen wie einen Kräuterstreichkäse in drei Varianten, eine Ausweitung der Joghurt-Palette mit Stracciatella ("für die junge Generation") oder auch den Anbau alter, schmackhafter Tomatensorten in der Gärtnerei, um nur drei Beispiele zu nennen.

Zur baurechtlichen Hängepartie geriet indes die geplante Verlagerung der vom Hof betriebenen Bäckerei ins Hub-Weinbrennerhaus, dessen Café der Aspichhof übernehmen will. Glaser hofft, das Projekt bis Frühjahr 2019 realisieren zu können. Investiert werden soll dabei auch in einen neuen Bäckereiofen. Kostenpunkt: rund 80000 Euro.

Was der Gutshof, dem auch eine Metzgerei angehört, an Spezialitäten alles produziert, lässt sich im Rahmen des Hoffests am Sonntag verkosten. Vegetarisches inklusive. Bei Führungen können die Stalllungen (Beginn: 12, 14 und 16 Uhr) sowie die Molkerei (13 und 15 Uhr) erkundet werden. Fürs Fachpublikum gibt es eine Führung zu einem Großversuch mit biologischem und konventionellem Pflanzenschutz. Außerdem wird über die Arbeitstherapie und betreutes Wohnen auf dem Hof informiert.

Die Berufsgenossenschaft stellt Aufstiegshilfen für Traktoren vor. Die Imkerei Zink und der Verband Katholisches Landvolk sind ebenfalls vor Ort. Schlepperfreunde stellen Oldtimer aus. Unter der Haube einer Kükenbrüterei sollen Sundheimer Hühner, Badens einziger Hühnerschlag, schlüpfen. Kinder können sich in einer Strohburg verausgaben, an einem Hofquiz teilnehmen oder Pflanzen pikieren.

Das Hoffest beginnt am Sonntag, 9.30 Uhr, mit einem Zeltgottesdienst, den Jungpfarrer Klaus Käfer (Hüfingen), ein Freund des Hofbetriebsleiters Simon Glaser, halten wird. Danach spielen die Huber Musikanten zum Frühschoppen auf. Um 18 Uhr ist das Fest zu Ende.

Den Feierabend-Hock am Freitag ab 18 Uhr gestaltet die Blaskapelle "Schießpulver". Je nach Wetterlage findet der Hock im idyllischen Garten oder im Festzelt statt.

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