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Erwachsen aus dem Wunsch nach Frieden
Manuel Royal (rechts) diskutiert mit Vereinsvertretern die Zukunft der Partnerschaft mit Mommenheim. Foto: Stadt
23.08.2018 - 00:00 Uhr
Bühl (red) - Die Partnerschaft des Bühler Stadtteils Vimbuch mit der elsässischen Gemeinde Mommenheim wurde zwar erst im Juli 2004 offiziell besiegelt, die ersten Berührungspunkte gab es aber bereits vor mehr als 50 Jahren. Zeichen der Partnerschaft ist heute unter anderem der "Platz Mommenheim" am Ortseingang Vimbuchs, der in diesem Jahr sein zehnjähriges Bestehen feiert. Dort traf sich Ortsvorsteher Manuel Royal nun mit Vereinsvorständen, um eine Bestandsaufnahme der Partnerschaft zu ziehen.

1968 hatte der damalige Vimbucher Bürgermeister Franz Jerger über einen Rechtsanwalt in Straßburg den Kontakt hergestellt, wie Ortsvorsteher Royal aus dem Archiv entnommen hat. Jerger wollte damals einen Beitrag zur Völkerverständigung und Festigung des Friedens leisten, als die Erinnerungen an den Zweiten Weltkrieg noch recht präsent waren.

"Franz Jerger hat schon damals festgehalten, dass die Freundschaft nur dann bestehen kann, wenn auch die örtlichen Vereine in eine solche Partnerschaft mit einbezogen werden", berichtete Royal und fügte hinzu: "Und bei der Unterzeichnung des Freundschaftsvertrags hat mein Vorgänger Wolfgang Regenold das zementiert und ergänzt, dass der gemeinsame Spaß am gleichen Hobby keine nationalen Grenzen kennt."

Uwe Burkart vom Obst- und Gartenbauverein berichtete quasi als Hausherr des "Platz Mommenheim" über die jährlichen Pflanzaktionen: "Jeden Mai kommen Helfer aus Mommenheim und bringen die Pflanzen gleich mit." Im Gegenzug helfe eine Abordnung aus Vimbuch beim Bepflanzen öffentlicher Flächen in der Partnergemeinde mit.

Ebenfalls jedes Jahr bekommt der Sportverein Besuch aus Mommenheim. "Zum Alfred-Ziegler-Volkslauf kommen immer um die zehn Personen, einschließlich Bürgermeister Francis Wolf. Und seit drei Jahren gehört unser Sportfest fest zur Route der Mommenheimer Radsportfreunde, die bei uns zu Mittag essen", berichtete Eric Ganteführ. Ebenso waren schon verschiedene Fußballteams zu Besuch.

Von regelmäßigen gegenseitigen Besuchen konnte auch Patric Kohler vom Heimatverein erzählen: "Zuletzt waren wir bei den Feierlichkeiten zum französischen Nationalfeiertag eingeladen, und auch zum großen Sommerfest fährt immer eine Abordnung auf die andere Seite des Rheins." Bei Festen in Vimbuch sind Gäste aus Momenheim sehr gerne gesehen, zum Dorffeschd kamen etwa 30 Besucher.

Ebenfalls eingebunden in die Partnerschaft ist die Tullaschule. Jedes Jahr fahren Vimbucher Schüler nach Mommenheim - oder umgekehrt. "Die Kinder wachsen damit auf, dass die Franzosen unsere Freunde sind - ihre Urgroßväter haben noch erbarmungslose Vernichtungskriege gegeneinander geführt. Das ist eine tolle Entwicklung", meinte Kohler nachdenklich.

Einigkeit bestand bei allen darin, dass die Partnerschaft weiter gestärkt werden soll - und dass die Vereine dabei eine entscheidende Rolle spielen. Die Vorstände sind sich dieser Verantwortung bewusst.

Das nächste Ereignis steht am Sonntag, 21. Oktober, an, wenn der Gesangverein aus Vimbuch nach Mommenheim reist, um bei einem Benefizkonzert für die Krebshilfe teilzunehmen. "Wir haben 2015 bei einem Konzert zugunsten der Mukoviszidosehilfe mitgewirkt, und es scheint den Leuten gefallen zu haben. Die Akustik in der Kirche ist klasse", freut sich Reinhold Kraft vom "Liederkranz" auf das Konzert und kündigt an, dass der Chor "sein breitgefächertes Repertoire und auch eigens einstudiertes Neues präsentieren wird". Er hat hohe Erwartungen und erinnert sich: "Beim letzten Mal war die Kirche voll". Die Zuversicht ist groß, dass dies wieder so sein wird - zumal zahlreiche Besucher aus Vimbuch erwartet werden. Im Anschluss an das Konzert wird nämlich im Gemeindesaal zu einem "badisch-elsässischen Abend" mit regionalen Getränken und Snacks eingeladen.

"Eine Städtepartnerschaft lebt vom Austausch der Menschen. Und wir wollen die Möglichkeit zum gegenseitigen Kennenlernen und guten Gesprächen bieten", berichtet Ortsvorsteher Royal von Vereinbarungen mit Maire Francis Wolf und Organisator Christophe Willmann.

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