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Besondere Tierrettung
Ungewöhnlicher Einsatz: Günter Dußmann (rechts) und Oliver Linz helfen, die Bachmuschel zu retten.  Foto: kie
25.08.2018 - 08:02 Uhr
Bühl (kie) - Liter um Liter füllt sich der ausgetrocknete Laufbach bei Oberbruch wieder mit Wasser. Rund sechs Kubikmeter hat die Feuerwehr Bühl am Donnerstag in den Bach gepumpt. Auf dem Spiel stand nicht weniger als das Überleben einer vom Aussterben bedrohten Art: der gemeinen Bachmuschel (Unio crassus).

"Ich habe zuerst an einen Scherz gedacht", sagt Kommandant Günter Dußmann. Noch nie habe er von der streng geschützten Art gehört. Als Rainer Ell, beim Regierungspräsidium (RP) für Gewässer zuständig, ihn "auf dem schnellen Dienstweg" um Hilfe gebeten habe, hätte er aber sofort gehandelt: "Wenn was mit Tieren ist, sind wir dabei", sagte Dußmann, der für die Muschel-Rettung sogar seinen Urlaub unterbrach. Auch der Betriebshof Rheinmünster hat geholfen: Rund acht Kubikmeter Wasser ließen die Mitarbeiter in den Sulzbach fließen, in den der Laufbach mündet.

Dieses unbürokratische und größtenteils ehrenamtliche Handeln wird von den beiden Biologen und Artenschutzbeauftragten Ira Richling und Klaus Groh positiv bewertet: "Die schnelle Hilfe hat uns sehr erstaunt und erfreut", sagt Groh. 24 Stunden zuvor hatten die beiden sogenannten Malakologen (Weichtierforscher) die ausgetrockneten Bachbereiche bemerkt. Obwohl die Muscheln sich bei Trockenheit eingraben, haben sie bereits etliche verendete Tiere entdeckt. Durch das Wasser aus dem Schlauch haben sie im Schlamm wieder eine Überlebenschance.

Nach dem Jahrhundertsommer 2003 waren die Bestände dramatisch gesunken. Gerade erst siedelten sich Bachmuscheln wieder kontinuierlich im Sulzbach an. Nun sollen Maßnahmen beschlossen werden, damit sich solche Hauruck-Rettungsaktionen nicht wiederholen: Beispielsweise, indem Gewässerpächter Rückzugsbereiche wie Gumpen kontrollieren. Den Artenschutz nennt Ell zwar eine "Herausforderung" - beispielsweise wenn wegen des Hochwasserschutzes am Gewässerboden gearbeitet werden müsse. Doch habe diese Aktion gezeigt, dass alle Beteiligten gemeinsam an einem Strang zögen.

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