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Kälbchen und Rinder die Stars
27.08.2018 - 00:00 Uhr
Ottersweier (mig) - Wenn die gemähte Wiese zum stoppeligen Riesen-Parkplatz wird, Einbahnstraßen den Verkehr regeln und ein riesiges Zelt den Innenhof ausfüllt, dann ist Tag der offenen Tür mit "Gläserner Produktion" auf dem Aspichhof. Gestern war es wieder soweit. Bei idealem Ausflugswetter stürmten Tausende den Bauernhof.

Auf Strohballen und auf der Wiese in der Sonne sitzen, Wein probieren, Kühe streicheln, Bienen aus der Nähe beobachten, Apfelsaft und Obst einkaufen gehören für die Besucher zum festen Programm. Schlange stehen vor den Kassen und Essensausgaben war bei dem großen Andrang fast unvermeidlich. Die Mitarbeiter des Aspichhofs und ihre vielen helfenden Hände aus den umliegenden Ortschaften zeigten enormen Einsatz. Die Huber Musikanten sorgten dazu für zünftige Musik.

Der Hunger wurde mit Schweinebraten und Kräuternudeln, Grünkernfrikadellen, Aspich-Vesper, Rahmkäse und Bauernwürsten gestillt, der Durst mit Wein, Most, Saft und Milchshakes. Die Neugier der Besucher stillten Führungen durch die Molkerei und die Tierställe des Hofes sowie durch die Weinbau-Versuchsanlagen. Eine Ausstellung der zahlreichen landwirtschaftlichen Fahrzeuge und einer ganzen Reihe historischer Schlepper zogen die Blicke auf sich.

Die Stars der Ställe waren natürlich die Kälbchen und jungen Rinder, die den vielen Kindern neugierig ihre Köpfe entgegenstreckten und sich kraulen ließen. Die Milchkühe führten selbst vor, wie die automatische Melkanlage funktioniert. Wie hatte doch Geschäftsführer Ewald Glaser gleich vormittags gesagt: "Nehmen Sie sich auch Zeit für die kleinen Sachen."

Schwalben, die aus ihren Nestern unter der Decke des Kuhstalls schauten, gab es da zum Beispiel zu entdecken. Im Brutschrank bei genau 37,4 Grad Celsius lagen Hühnereier reglos, bis die winzigen Küken darin sich zu rühren begannen. Viele Besucher fieberten ihrem Schlüpfmoment entgegen.

An einem Infostand der ZG Raiffeisen Genossenschaft lernten die Besucher, dass Ertrag ohne Behandlung der Pflanzen nicht zu erzielen sei. Das gelte für den konventionellen Anbau wie auch für Bio-Produkte. "Nichts geht nicht", war zu hören. Bei der Festlegung der Höchstmengen für Rückstände von Pflanzenschutzmitteln werde zum Schutz der Verbraucher ein hoher Sicherheitsfaktor eingerechnet, hieß es auf großen Plakaten. Ohne Bedenken könne man in der Nähe von landwirtschaftlich genutzten Flächen leben oder mit dem Fahrrad am Feldrand vorbeifahren. Jeder Landwirt sei im Umgang mit den Pflanzenschutzmitteln geschult, und die dafür genutzten technischen Geräte müssten regelmäßig zum TÜV.

Im Weinbau-Versuchsfeld, betreut von Weinbauexpertin Katja Pfeifer aus Sasbachwalden, erfuhr das Publikum, dass Reben auch mal gezielt mit dem echten oder falschen Mehltau infiziert werden, um Versuche durchführen zu können. Normal ist die Anwendung von Pflanzenschutzmitteln alle zehn bis 14 Tage.

Der reich bestückte Obststand mit Erzeugnissen des Aspichhofs überraschte mit Melonen aus eigenem Anbau. Im zweiten Jahr werden Wassermelonen und Honigmelonen gezogen und zum Verkauf angeboten, berichtete Ewald Glaser. Auch Auberginen gehören zu den Früchten des Hofes. Leider sei die Kundschaft im Umgang damit ungeübt und deshalb zurückhaltend. "In Scheiben schneiden, panieren und braten, das schmeckt exzellent", empfahl der Geschäftsführer.

Unter den zahlreichen Gästen des Hoffestes waren auch Landrat Jürgen Bäuerle, Bürgermeister Jürgen Pfetzer und Ehrenbürger Bernhard Friedmann. Sie feierten auch die Messe unter der Leitung von Pater Titus vom Kloster Maria Linden.

Die Predigt hielt der frisch geweihte spät berufene Priester Klaus Käfer aus Hüfingen. Er ist ein Freund von Betriebsleiter Simon Glaser, der für die Organisation des Festtags verantwortlich war. Den Primizsegen des Neupriesters nahmen 300 Gläubige entgegen.

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