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Rettung in bis zu 50 Metern Höhe
Einsatz in bis zu 50 Metern Höhe: Die Höhensicherungsgruppe der Feuerwehr Achern.  Foto: privat
01.09.2018 - 00:00 Uhr
Von Sascha Bäuerle

Achern - Sie eilt herbei, wenn Einsatzkräfte in absturzgefährdeten Bereichen arbeiten oder Personen aus Höhen und Tiefen gerettet werden müssen: die Höhensicherungsgruppe der Feuerwehr Achern. Dafür erklimmen ihre Mitglieder Höhen von bis zu 50 Metern.

"Unsere Einsätze der Höhensicherung beschränken sich auf wenige im Jahr." Sie üben öfter, als sie Einsätze haben, berichtet Michael Harter, Ausbilder Absturzsicherung der Feuerwehr Achern.

Bereits seit 2006 gibt es die Höhensicherungsgruppe, allzu oft stand sie aber noch nicht im Rampenlicht. Bis 2006 hatte die Acherner Feuerwehr weniger mit der Absturzsicherung gearbeitet. "Vorher hatten die Fahrzeuge auch schon einen Gerätesatz Absturzsicherung, aber keiner konnte mit dem Material umgehen", sagt Harter. Sicheres Arbeiten in der Höhe erfordere eben eine bestimmte Ausrüstung.

Damals haben drei Feuerwehrleute aus Achern mit Kameraden aus Kehl an einem Lehrgang der Firma Bornack teilgenommen, ein Indoor-Trainings- und Eventzentrum in Marbach am Neckar - zur Vorbereitung der Höhensicherungsgruppe. Sie ist laut Harter zunächst für die eigene Feuerwehr zuständig. Dennoch bestehe eine Kooperation mit den Feuerwehren aus Kehl und Oberkirch. "Bei Bedarf fahren wir Personal und Material zu", erklärt der Ausbilder. Ansonsten könne jede Feuerwehr auf diese Gruppe zugreifen, wenn es ein Einsatz erfordert.

Die Acherner Feuerwehr hat allen Einsatzkräften einen bestmöglichen Schutz gegen körperliche Schäden zu gewährleisten. Dafür sei es notwendig, dass die Gruppe geschult wird und an zwölf Übungsabenden mit je drei Stunden Training teilnimmt. Grundlagen wie Stiche und Knoten sowie das sichere Arbeiten mit der gesamten Ausrüstung werden an den jeweiligen Übungsorten trainiert. Optimale Umgebungen seien unter anderem Baukräne, Industrieanlagen, steile Dächer und hohe Bauwerke.

Bei den Übungen und Einsätzen wird die Gefährdung beurteilt, erklärt Harter, es werde bewertet, wie sicher die Gruppe mit den Arbeitsmitteln umgehen kann.

"Die Mitglieder werden mittlerweile von uns selbst qualifiziert", sagt der 51-jährige Harter. Sie werden von der Feuerwehrmannschaft ausgesucht oder fragen von sich aus bei den Vorgesetzten an. Grundvoraussetzung sei die Mitgliedschaft bei der Feuerwehr. Aktuell bestehe die Höhensicherungsgruppe aus 16 Mitgliedern: drei Ausbilder, zwölf Einsatzleute zur Absturzsicherung und Einfach-Rettung aus Höhen und Tiefen (ERHT) sowie einen Anwärter.

Die ERHT wird neben der Absturzsicherheit auch von der Feuerwehr Achern vorgenommen. Es handelt sich dabei um die Rettung von Menschen, die in einen Schacht oder von einem Gerüst gefallen sind. Nicht zuständig ist die Feuerwehr hingegen für eine sogenannte Spezielle Rettung aus Höhen und Tiefen (SRHT). Diese wird dann eingesetzt, wenn weder eine Drehleiter noch eine EHRT die Rettung übernehmen können. Für eine SRHT sei der Ausbildungsaufwand mit je 80 Stunden im Jahr zu zeitaufwendig für die Acherner Floriansjünger, sagt Harter. Hinzu komme, dass die Stadt kaum Hochhäuser habe. Zur Not gebe es außerdem noch die Bergwacht.

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