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Zweirad-Akrobaten fliegen bis zu 20 Meter weit
Jede Menge Spektakel mit bis zu 20 Meter weiten Sprüngen bieten die Motocross-Akrobaten auf dem ehemaligen Panzerübungsgelände in Stollhofen. Foto: Ruschmann
16.10.2018 - 00:00 Uhr
Rheinmünster (iru) - Einen Besucherrekord gab es beim Clubfest des Motorradclubs Stollhofen. Weit mehr als 1 000 Zuschauer verfolgten am Samstag und Sonntag die Trainings- und Wertungsläufe in den fünf Rennkategorien. In der Motocross-Arena gab es verbissene Zweikämpfe um Sieg und Plätze.

Das tolle Herbstwetter spielte den Stollhofener Motocross-Freunden voll in die Karten. Bereits am Samstag beim freien Training lockten die weit in den Ort zu hörenden Rennmaschinen zahlreiche Zuschauer auf das Crossgelände. Am Sonntag waren die direkt an der Piste gelegenen Zuschauerbereiche den ganzen Tag über dicht besetzt. Fasziniert von der Akrobatik waren vor allem die jüngeren Besucher, welche die teilweise bis zu 20 Meter weiten Sprünge direkt neben dem Sandhügel hautnah miterleben konnten.

"Unsere Bahn hat heute WM-Format", betonte Jürgen Fuderer, der Vorsitzende des 1981 gegründeten Vereins. Die Fahrer profitierten an beiden Renntagen vom hervorragenden Zustand der Rennstrecke. Tage zuvor hatten die Vereinsmitglieder unter Einsatz schwerer Maschinen das Geläuf für die knapp 40 Starts auf dem ehemaligen Panzerübungsgelände im südlichen Außenbereich des Baden-Airparks präpariert. Außerdem verhinderten umfangreiche Bewässerungsmaßnahmen der Bahnspezialisten auf der etwa 850 Meter langen Rennstrecke Sichtbehinderungen für die Fahrer und erhöhten die Griffigkeit der sandigen Bahndecke. Schwierigkeiten bereitete den Rennläufern allenfalls die am späten Nachmittag tiefstehende Sonne und die nachlassende Kondition bei den kräftezehrenden Rennen.

Knapp 60 Motocrosser gingen in Stollhofen in den verschiedenen Jugend- und Erwachsenenklassen an den Start. Neben den einheimischen Vereinsangehörigen aus der Region waren auch einige Clubmitglieder aus dem Elsass am Start. In Frankreich müssen die Motorsportler seit einigen Jahren eine Lizenz für die Ausübung ihres Sports erwerben. Etlichen Hobbyfahrern jenseits der Grenze sind die Gebühren für dessen Erwerb zu hoch, weshalb der bestens organisierte MC Stollhofen inzwischen eine gute Alternative für elsässische Fahrer geworden ist.

Das Teilnehmerfeld teilte sich in insgesamt fünf Kategorien. In den beiden Jugendklassen waren Maschinen mit 50 und 65 Kubikzentimeter Hubraum sowie 85 beziehungsweise 125 Kubikzentimeter am Start. Bei den Erwachsenen bildeten die Hobbyfahrer die sogenannte "MX2"-Klasse. Ambitioniertere Akteure, die regelmäßig an Wettkämpfen in ganz Deutschland teilnehmen und deutlich öfter und intensiver trainieren, waren in der "MX1"-Klasse unter sich. Bei den "Senioren" tummelten sich Motorradspezialisten über 40 mit sehr unterschiedlichen Leistungsmerkmalen. Sie sind vergleichbar mit den "Alten Herren" im Fußball.

In der Jugend-Motorenklasse bis 65 Kubikzentimeter setzte sich Simon Hahn vor Titian Toure und Leonard Nelich durch. In der Klasse ab 85 Kubikzentimeter war Paul Deichelbohrer nicht zu schlagen. Max Breuer kam auf den zweiten Platz, Dritter wurde Eduard Sel.

Die Konkurrenz der Hobbyfahrer entschied Heiko Falk für sich. Er verwies Markus Krenn und Bianca Kaiser auf die Plätze. Auf den ersten Platz bei den Senioren kam Alexander Hahn, gefolgt von Stefan Höll und Uwe Gantner. Eine klare Angelegenheit für Loris und Luca Zimmermann war der Wettkampf der Schnellsten unter den Teilnehmern beim Stolllhofener Club-Motocross. Das Brüderpaar dominierte die Konkurrenz nach Belieben. Beim Zieleinlauf nach dem 20 Minuten und eine Zusatzrunde dauernden Abschlussrennen hatte Loris die Nase vorn. Auf den dritten Platz kam Claus Herve.

Viel Lob gab es von den Besuchern für die hervorragende Organisation des Motocross-Events. Erstmals bei der Stollhofener Motocrossveranstaltung eingesetzte professionelle Elemente wie das Abspielen einer pushenden Startmusik oder die Verpflichtung eines Startgirls, das auf Schildern den Fahrern die verbleibenden Sekunden bis zum Startschuss anzeigte, bewerteten Fahrer und Besucher überaus positiv. Wer zwischendurch mal etwas anderes als Geländemaschinen sehen wollte, konnte einen Helikopter der DRF-Flugrettung besichtigen.

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