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Zum Auftakt wartet der Firmgottesdienst
War von 1990 bis 97 bereits in Vimbuch tätig: Pfarrer Manfred Woschek kennt die Region. Foto: Gangl
17.10.2018 - 00:00 Uhr
Rheinmünster/Lichtenau (ar) - Nur wenige Wochen blieb die Seelsorgeeinheit Rheinmünster/Lichtenau nach der Verabschiedung von Pfarrer Rolf Stehlin Ende Juni vakant. Schon damals war sein Nachfolger bekannt. Seit Montag ist Pfarrer Manfred Woschek nun offiziell in seinem Amt und hat am kommenden Samstag auch gleich den diesjährigen Firmgottesdienst. Seinen Einführungsgottesdienst hat er deshalb auf später verlegt.

"Die Möbel stehen, aber überall stehen auch noch Schachteln, die noch nicht ausgepackt sind", bemerkt der Geistliche, dessen neues Zuhause nun in der Münsterstraße in Schwarzach ist. Die badische Region ist für Woschek, der im April 1961 in Oberschlesien geboren und bereits mit fünf Jahren nach Karlsruhe-Daxlanden kam, nicht fremd. Er war Ministrant, als Gruppenleiter in der katholischen Jugendarbeit tätig und von der Seelsorgearbeit in der Heilig-Geist-Gemeinde in Daxlanden sehr angetan. Sein Abitur legte er im Jahr 1980 am Kant-Gymnasium in Karlsruhe ab. Danach folgte das Theologiestudium in Freiburg und Salzburg, bevor er zur Vorbereitung auf die Priesterweihe nach St. Peter ging. Erzbischof Oskar Saier weihte ihn im Mai 1987 in Mannheim zum Priester. Die Vikarzeit verbrachte er in Engen im Dekanat Hegau.

Es folgte der erste Aufenthalt im Dekanat Baden-Baden, wo er von 1990 bis 1997 seine erste Pfarrstelle in der Pfarrgemeinde Kirchspiel Vimbuch bekam. Danach ging er bis 2006 nach Burladingen im Dekanat Zollern, wo er insgesamt vier Pfarrgemeinden zu betreuen hatte. Als Zusatzaufgabe ließ er sich zum Supervisor und Organisationsberater ausbilden und sammelte Erkenntnisse, die ihm beim Aufbau der dortigen Seelsorgeeinheit sehr hilfreich waren.

2006 zog es ihn zur nächsten Sonderaufgabe nach Walldorf. Dort fügte er die drei gleich großen Pfarrgemeinden St. Peter in Walldorf, St. Leo der Große in St. Leon und St. Mauritius in Rot mit insgesamt über 12000 Katholiken zur Seelsorgeeinheit WalldorfSt.Leon-Rot zusammen. Dort noch vielen in Erinnerung ist die von Woschek organisierte dreitägige Zukunftswerkstatt zum Thema "Was erwarten die Menschen von der Kirche der Zukunft?".

"Nach zwölf Jahren steht nun wieder ein Wechsel an", erklärt Woschek, den es reize, nun eine bereits aufgebaute Seelsorgeeinheit zu übernehmen, zumal ihm der mittelbadische Menschenschlag gefalle, so der Pfarrer. "Ich sehe diese Aufgabe hier als Chance auch für mich persönlich, mich neu auszurichten", sagt Woschek, der vor seinem offiziellen Amtsantritt in der rund 5800 Katholiken zählenden Seelsorgeeinheit Rheinmünster/Lichtenau eine einmonatige Auszeit nahm und in den Benediktinerklöstern Kornelimünster bei Aachen und Kloster Huysburg bei Halberstadt Kraft tankte. "Ich dachte: Wenn ich jetzt dann in den Mauern der ehemaligen Benediktinerabtei in Schwarzach lebe und arbeite, will ich auch die Ausrichtung der Benediktiner kennenlernen", so Woschek, der jetzt seine neue Gemeinde und deren Erwartungen kennenlernen, aber auch wahrnehmen möchte. "Pfarrer sein braucht Seelsorge, aber auch Leitung, die ist genauso wichtig wie der Dienst an der Einheit, wie man Menschen zusammenbringt", sagt er.

Sein Primizspruch lautet: "Seid stets bereit, jedem Rede und Antwort zu stehen, der von euch Rechenschaft fordert über die Hoffnung, die euch erfüllt", Satz aus dem ersten Petrus Brief, 3,15. Der Pfarrer spricht von seinem tiefen Gottvertrauen, von einem frohmachenden Gott, der aus Zwängen und Ängsten befreie. Diesen Gott wolle er gemeinsam mit den Gläubigen in der Seelsorgeeinheit Rheinmünster/Lichtenau aufsuchen.

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