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Kooperation ein Gewinn für Schüler und Betriebe
Kooperation ein Gewinn für Schüler und Betriebe
07.11.2018 - 00:00 Uhr
Bühl (jure) - BA, FH, Uni, KIT, PH oder doch lieber ein duales Studium? Schulleiter Martin Schilli wundert sich nicht, dass die wenigsten Schüler heutzutage wissen, "was sie studieren oder lernen sollen". Angesichts von 5 000 möglichen Studiengängen und etwa 330 Ausbildungsberufen sei verständlich, dass viele junge Erwachsene mit der Frage überfordert sind und den Überblick verlieren.

So wurde schon vor fünf Jahren in der Bühler Gewerbeschule der erste Studieninformationstag durchgeführt. Parallel dazu entwickelte das Windeck-Gymnasium eine weitere Initiative für ihre Schüler, um diesen die Berufswahl zu erleichtern. Im letzten Jahr initiierten Lehrer und Elternbeirat gemeinsam den "Marktplatz der Berufe", an dem die Zehntklässler aus erster Hand erfuhren, wie der Berufsalltag aussieht. Eltern erzählten dabei von ihrer täglichen Arbeit. "Eine sehr erfolgreiche Veranstaltung", resümiert Abteilungsleiter Olaf Stiborsky. Allerdings fand der "Marktplatz"zeitgleich mit dem Studieninformationstag statt, was bei einigen Teilnehmern zu Koordinationsproblemen führte.

Und so schlossen sich die Schulen dieses Jahr zusammen, öffnen ihre Veranstaltungen für die Schüler der anderen Einrichtungen und profitieren so gegenseitig voneinander. Die Eingangsschüler der Gewerbeschule, der Handelslehranstalt sowie des Windeck-Gymnasiums können praxisnahe Erfahrungsberichte hören, während die älteren Jahrgänge den Studieninformationstag an der Gewerbeschule besuchen können. Bei einem Pressegespräch stellten die Organisatoren beide Veranstaltungen vor und freuten sich über die neue Kooperation. "Es ist ein neues Wir-Gefühl entstanden, wir zeigen unseren Schülern gemeinsam wo es hingehen kann", resümierte Schilli. Auch die Schulleiterkollegen Andrea Körner (Windeck-Gymnasium) sowie Michael Lebfromm (Handelslehranstalt) werteten die Zusammenarbeit als Gewinn für die Schüler und die Schulen. "Die Schüler haben hier den gleichen Arbeitsmarkt, wir sind ein Schulstandort", meinte Lebfromm. Körner lud zudem zur Feier des Schuljubiläums am 16. und 17. November ein. Bürgermeister Wolfgang Jokerst und Burkard Jung (Amtsleiter im Landratsamt) wiesen auf die Möglichkeiten in der Bühler Wirtschaft hin, die auf qualifizierten Nachwuchs setze und ihn auch dringend brauche.

Etwa 250 Schüler werden zum "Marktplatz der Berufe" am Windeck-Gymnasium am Freitag, 16. November, erwartet. Etwa 30 Berufsfelder werden den Jugendlichen durch Eltern vorgestellt. "Es geht nicht um die Voraussetzungen, die Ausbildungswege oder den Studiengang, sondern um den Berufsalltag", betonte Stiborsky die Intention der Veranstaltung. Ein Beispiel: Ein Jurist könne in einer Anwaltskanzlei arbeiten, als Staatsanwalt bei Gericht oder bei einer großen Versicherung - "alle haben das gleiche Studium und sich dann unterschiedliche Tätigkeitsfelder gesucht". Nach dem Vortrag durch die Eltern besteht Gelegenheit, Fragen zu stellen. "Für Schüler, die sich vorbereiten, bringt der Tag viel", meint Stiborsky und erntet Zustimmung von seinen Kolleginnen der Gewerbeschule, Ingrid Armbruster und Tanja Linden, die mit Jürgen Bell den Studieninformationstag vorbereiten und vorstellten.

40 verschiedene Vorträge von 18 Dozenten stehen auf dem Programm, so dass jeder Schüler mindestens drei Vorträgen lauschen kann. Dazwischen besteht die Möglichkeit, mit Ausbildungsfirmen ins Gespräch zu kommen und mehr über die Studiengänge zu erfahren. Viele Firmen und Behörden aus der Region sind dabei, von den großen Industriebetrieben über das Klinikum Mittelbaden und Kreditinstitute bis hin zur Deutschen Flugsicherung. "Für alle Seiten ein Gewinn - für Schüler, Betriebe, Hochschulen wie auch die Schulen selbst", zogen alle ein positives Fazit von der Kooperation und ihren Möglichkeiten.

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