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Ergebnisoffen in die Bürgerinformation
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08.11.2018 - 00:00 Uhr
Bühlertal (eh) - Die Vorentwurfsplanung für die Sanierung des Bühlot-Bads samt Kosteneinschätzung liegt auf dem Tisch. Drei Planungsvarianten wurden in der Ratssitzung am Dienstag vorgestellt. Die Kosten dürften deutlich höher ausfallen als bisher angenommen. Das Gremium hat zwar bisher noch keinen Sanierungsbeschluss gefasst, die Debatte ließ am Sanierungswillen jedoch keinen Zweifel aufkommen.

Die Kostenschätzungen für die drei Planvarianten bewegen sich - unter anderem abhängig vom Einsatz möglicher Attraktionen - zwischen 6,2 und 6,9 Millionen Euro. Kämmerin Bettina Kist zeigte ausführlich verschiedene Finanzierungswege auf. Sie verdeutlichte, dass durch die Sanierung eine nicht unerhebliche finanzielle Belastung auf die Kommune zukomme sowie höhere Wartungs- und Personalkosten.

Im Blick auf die anwesenden zehn Zuhörer ließ Bauamtsleiter Norbert Graf die bisherigen Schritte des Projekts Revue passieren. Anfang 2017 habe die Gesellschaft für Bäderwesen ein Gutachten erstellt mit einer Kosteneinschätzung von zirka 5,2 Millionen Euro. Bei einer Bäderbesichtigung im September seien die Teilnehmer vor allem vom Seelbacher Bad beeindruckt gewesen.

Im Bühlot-Bad habe man mittlerweile das Wasser in den Becken abgelassen, um die Baugrunduntersuchungen zu ermöglichen, die weitgehend abgeschlossen seien, so Graf. Das Bad liege auf einem ehemaligen Sägewerksgelände und im Schwemmbereich der Bühlot. Letzte Woche habe er mit einem Ingenieur den rund 150 Meter langen Kanal inspiziert, mit dem die Bühlot unter dem Bad-Gelände verdohlt sei. "Das sieht gut aus. Es wurden keine nennenswerten Schäden festgestellt."

Uwe Keppler vom Planungsbüro Schick, das auch das Seelbacher Bad geplant hat, knüpfte mit seinen Ausführungen an. Um den Vorgaben hinsichtlich eines Jahrhundert-Hochwassers zu entsprechen, müsse der Beckenumgang um 60 Zentimeter nach oben gehoben werden. Der Bachverlauf setze die Vorgaben für die Planung. Die Bühlot-Verdohlung werde nicht mehr überbaut. Unter diesem Aspekt und hinsichtlich des Bauzustandes sei die Sanierung des Funktionsgebäudes nicht sinnvoll.

Bei den Becken mache es Sinn, die vorhandene Beckenlandschaft so weit wie möglich zu nutzen. Zum Einsatz komme ein eingezogenes Becken mit selbsttragender Edelstahlkonstruktion. Er erläuterte die drei Planvarianten. Außerdem stellte er mögliche Attraktionen vor wie Wellenrutsche, Schwalldusche oder Schaukelbucht sowie Gestaltungsvorschläge für den Außenbereich wie Beachvolleyball und einen Kinderspielplatz.

Über die geplante Badtechnik informierte Andreas Debus vom Ingenieurbüro Kannewischer. Unterstützt von Bademeister Bernhard Horn habe man sich intensiv mit der vorhandenen Infrastruktur befasst und den künftigen Bedarf ermittelt. Hinsichtlich den Erfordernissen an die Standards der Badetechnik müsse erstmals vieles hinzukommen. Er erläuterte verschiedene Methoden der Wasserumwälzung, die je nach gewählter Planvariante zum Einsatz kämen und unterschiedliche Kosten verursachten. Die Preise bei der Badtechnik seien in den vergangenen Jahren um bis zu 30 Prozent gestiegen, so Debus. Die Technik solle so ausgelegt sein, dass bis zu 1 300 Badegäste möglich seien. Ob eine Schlammwasseraufbereitung installiert werden müsse, hänge von der Entscheidung des Abwasserzweckverbands ab.

Bürgermeister Hans-Peter Braun und Stefan Ursprung (FBV) äußerten ihre Präferenz für die Planvariante eins. Entgegen der Verwaltungsvorlage ließ Braun nicht darüber abstimmen, dass die Variante eins planerisch weiterverfolgt werde, sondern wertete den Tagesordnungspunkt als Information. Man wolle mit den Planvarianten ergebnisoffen in die Bürgerversammlung gehen, betonte Volker Blum (CDU). "Mögliche Risiken durch Kostensteigerungen müssen wir mittragen. Kredite mit einer Laufzeit über 30 Jahre verschaffen mehr Luft", meinte Peter Ganter (SPD). Alle Fraktionen plädierten für drei 50-Meter-Bahnen und mahnten, sich rechtzeitig um Personal zu kümmern.

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