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Ein neues Kinderhaus am angestammten Platz
Ein neues Kinderhaus am angestammten Platz
14.11.2018 - 00:00 Uhr
Bühl (cn) - Geht es nach der Einschätzung der Mooser Bevölkerung, dann überwiegen die Argumente, ein neues Kinderhaus im Heimatweg zu errichten. Ebenso wünschen sich die Bürger für die Karl-Reinfried-Halle einige bauliche und technische Verbesserungen. Dies ist das Ergebnis einer Bürgerbeteiligung vom Montagabend, an der mehr als 60 Besucher teilnahmen.



Eingeladen hatte die Stadtverwaltung, die mit Oberbürgermeister Hubert Schnurr und Bürgermeister Wolfgang Jokerst an der Spitze sowie mehreren Fachleuten in der Karl-Reinfried-Halle eine Präsentation vorbereitet hatte, um die Entwicklung des Dorfzentrums zusammen mit den Bürgern zu eruieren. Im Mittelpunkt standen die beiden überfälligen Sanierungsmaßnahmen: der Kindergarten und die Mehrzweckhalle.

Da beide Objekte in die Jahre gekommen sind, wurde unter anderen der Gedanke verfolgt, beide Maßnahmen miteinander zu verknüpfen und ein neues Kinderhaus in Nachbarschaft der Karl-Reinfried-Halle zu errichten. Dazu wurden die Verkehrssituation und die bautechnischen Möglichkeiten unter die Lupe genommen.

So erstellte Frank Weiser (Bochum) ein Verkehrsgutachten und untersuchte, wie gut und wie sicher für Verkehrsteilnehmer beide Standorte erreichbar sind. Zirka 50 Prozent der Kinder werden mit dem Auto zum Kindergarten gefahren. "Manche Kinder gehen sogar selbstständig zur Kita. Das ist bemerkenswert", stellte er überrascht fest. Fazit seines Vergleichs beider Standorte: Kaum Unterschiede in puncto Erreichbarkeit und Qualität der Wege. Insgesamt gebe es kein überdurchschnittliches Gefahrenpotenzial.

Thomas Thiele (Freiburg) untersuchte Standortkriterien wie Kosten, Synergien und Funktionalität. Er kam zum Ergebnis, dass bei einer Sanierung des Kinderhauses die Kosten unerwartet in die Höhe schnellen könnten, da womöglich ein Eingriff in die Bausubstanz erfolgen müsse. "Die Holzträger sind morsch", erfuhren die Anwesenden. Außerdem sei der Grundriss des bestehenden Gebäudes von 1975 nur schwer veränderbar. Für das Kinderhaus seien aber zusätzliche Funktionsräume erforderlich. Im Ergebnis stellte er drei Varianten vor: Die Sanierung und Erweiterung am Bestandsgebäude. Ein Neubau am bisherigen Standort und ein Neubau an der Karl-Reinfried-Halle.

Länger als eine Stunde diskutierten die Bürger in verschiedenen Arbeitsgruppen über die Vor- und Nachteile der Varianten. Außerdem konnten sie ihre Wünsche einbringen, wie die zu sanierende der Karl-Reinfried-Halle funktionell verbessert werden soll.

Bei der anschließenden Präsentation der Arbeitsgruppenergebnisse wurde deutlich, dass das Kinderhaus im Heimatweg verbleiben soll. Eine Arbeitsgruppe lotete die Haltung der Teilnehmer zu den drei Vorschlägen aus, wobei die Variante zwei (Neubau am bisherigen Standort) favorisiert wurde.

Für die Karl-Reinfried-Halle der Zukunft wünschten sich die Bürger unter anderem einen behindertengerechten Eingang, eine Erneuerung der Lautsprecheranlage und der Heizungstechnik sowie einen barrierefreien Gemeinschaftsraum für Senioren. Angeregt wurde auch eine Erweiterung der sanitären Anlagen und Umkleidekabinen mit modernisierten Duschen. Oberbürgermeister Schnurr teilte mit, dass er die "Wunschliste" ins Rathaus mitnehmen werde. Auf die Frage, wenn der Neubau des Kinderhauses realisiert werden könnte, nannte er das Jahr 2020.

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