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Anwohner spenden Stadträten Applaus
Anwohner spenden Stadträten Applaus
17.11.2018 - 00:00 Uhr
Lichtenau (sie) - Am Ende erklang Applaus von den Zuhörerplätzen im Bürgersaal des Lichtenauer Rathauses. Rund 30 Besucher verfolgten dort am Donnerstagabend die Diskussion des Gemeinderats über die künftige Verkehrsführung im Neubaugebiet "Warrett III". Wie berichtet, hatte ein Vorstoß der CDU Ende September für massiven Protest von Anwohnern inklusive Unterschriftensammlung geführt. Bei der erneuten Abstimmung votierte diesmal eine deutliche Mehrheit des Gremiums für eine Lösung, die sowohl die Verwaltung als auch die Zuhörer präferierten.

Wer künftig ins "Warrett III" fährt, wird von dort aus nicht weiter ins benachbarte Bestandsbaugebiet um Bischof-Konrad-, Medicus- und Dekan-Bühler-Straße gelangen. Die Zufahrt dorthin wird durch eine Sperrung der Bahnstraße in Höhe der künftigen König-Albrecht-Straße verhindert.

Diese Verkehrsführung war im Bebauungsplan vorgesehen und wird nun auch umgesetzt. Dabei hatte CDU-Sprecher Karl-Heinz Geißler Ende September den Antrag gestellt, die Absperrung um einen Straßenzug nach hinten zu versetzen: zwischen Bischof-Konrad- und Dekan-Bühler-Straße. Dies habe den Vorteil, dass die Bischof-Konrad-Straße dann über die neue Brücke von der Benshurststraße aus erschlossen wäre. Dieser Antrag fand damals zwar eine hauchdünne Mehrheit von einer Stimme, Bürgermeister Christian Greilach setzte den Punkt nun aber erneut auf die Tagesordnung. Der Grund: Bei der Überprüfung des Beschlusses sei aufgefallen, dass mehrere Stadträte befangen gewesen seien, unter anderem Geißler selbst.

In der Zwischenzeit hatten Anwohner rund 330 Unterschriften gegen den CDU-Vorschlag gesammelt. Die Betroffenen fürchteten bei dessen Umsetzung Durchgangsverkehr im Wohngebiet und pochten deshalb auf die ursprünglichen Vorgaben des Bebauungsplans.

Dieser Sichtweise folgte Armin Kientz (BfL). Der Gemeinderat habe sich an frühere Absprachen zu halten. "Das ist ein Stück Vertrauen, das die Bürger in Anspruch nehmen dürfen", betonte Kientz.

Die aufgrund von Befangenheiten dezimierte CDU-Fraktion wiederholte den Antrag ihres Sprechers nicht. Ulrich Klose wollte das Thema schnell vom Tisch haben: "Wir sollten jetzt einfach nach Vorlage abstimmen, damit die Sache erledigt ist." Er betonte allerdings nochmal, dass auch die CDU keinen Durchgangsverkehr in diesem Bereich gewollte habe. Es sei der Fraktion darum gegangen, den Anwohnern der Bischof-Konrad-Straße die Anbindung an die neue Brücke zu ermöglichen.

Klose und seine Fraktionskollegin Petra Naumann stimmten schließlich gegen den Vorschlag der Verwaltung. Franz Ertz (FWL), der im September noch mit der CDU gestimmt hatte, enthielt sich. Die große Mehrheit der weiteren Stadträte segnete die Sperrung im ursprünglich angedachten Bereich ab.

Ausgeführt wird diese in Form von Bepflanzungen und eines Pollers. Die Hindernisse können bei Bedarf schnell entfernt werden, so dass in Notfällen ein Durchgang möglich wäre - etwa als Umgehung bei schweren Unfällen auf der Hauptstraße.

Ursprünglich hatte die Verwaltung eine reine Poller-Lösung für die Sperrung vorgesehen, dieser versagte die Verkehrsbehörde wegen einer erhöhten Unfallgefahr aber die Genehmigung.

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