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Schunkelrunde mit der "Gaudimaschine"
04.12.2018 - 00:00 Uhr
Bühl (hap) - Mit einer Schunkelrunde und dem Titel "He Nachbarin" startet die Schweizer "Gaudimaschine" Alpenland-Sepp & Co. am Sonntagabend im Bürgerhaus sofort in den höchsten Drehzahlbereich. Ausgestattet mit Tischen und Bewirtung durch den Veranstalter Jürgen Kohler vom Vimbucher "Engel" bot Bühls größtes Wohnzimmer genau das richtige Flair für die drei Musikanten.

Sie fühlen sich mit ihrem umfangreichen Programm mit einer Mischung aus Konzert, Sketchen, Parodien und minimalistischem Bauerntheater offensichtlich in der Festzeltatmosphäre wohler als in der Konzerthalle. Dass es sich dabei um einen Auftritt im Rahmen ihrer Abschiedstournee handelt, stand dabei gar nicht im Vordergrund. Selbst Spaß haben und dem Publikum beste Unterhaltung zu bieten, ist auch bei ihrem letzten Auftritt in Bühl offensichtlich ihre einzige Motivation.

Das zahlreiche Publikum nimmt dieses Angebot gerne an und singt fleißig mit. Es folgen zwei Witze und es wird bekanntgegeben, dass der Gitarrist noch zu haben ist. Der einzige, der laut Chef Sepp Silberberger wirklich etwas kann und der wichtigste Mann ist, sei Techniker Rupert Fankhauser, der als Running Gag immer mal wieder auftaucht und nach dem Rechten schaut. Beim folgenden Jodellied fällt das Mitsingen allerdings ziemlich schwer.

Als Entschädigung wird sofort eine von mehreren Blaskapellen-Einlagen mit Altsaxofonen, Posaunen, Trompeten und jeweils Klarinette und Tenorhorn dargeboten. Auch dabei überzeugen die Musiker mit einem hohen Niveau. Egal ob ein Marsch oder zusammen mit dem Keyboarder "Die Post im Walde" mit den typischen Trompetensignalen gespielt wird, die Schweizer beherrschen auch dieses Metier.

Es folgen wieder zwei Witze, die nicht unbedingt immer jugendfrei sind, aber beim Durchschnittsalter des Publikums keine Gefahr darstellen. Silberberger erinnert daran, dass sie bei ihrem letzten Besuch in Bühl aus dem Publikum zwei Runden erhalten hätten. Prompt kommen zweimal drei Pils auf die Bühne, die mit einem Prosit auf das Publikum angetrunken werden.

Nach dem Einlauf auf die Bühne mit einem Militärmarsch folgt eine Klamotte aus dem Soldatenleben. Dabei hat einer eine weiße Nelke im Karabinerlauf stecken, der andere schultert einen Reisigbesen statt Gewehr. Toni ist als vierter Mann auch mal wieder dabei. Optisch sehr interessant ist eine Showeinlage mit Musik aus Amerika.

Nach einer kurzen Verdunkelungspause erscheinen die drei jeweils in einer anderen Kostümierung. Dabei demonstrieren sie, dass sie auch sehr schön dreistimmig singen können. Als Höhepunkt des Abends kann man sicher die "Große Starparade" bezeichnen, die mit der Fanfare aus "Also sprach Zarathustra" eingeläutet wird. Dabei wird fast niemand aus dem Kollegenkreis verschont. Mit Hirschgeweih-Mikro, Sonnenbrille und Krachlederner kommt zuerst ein Steyrer Volks-Rock'n'-Roller und prompt folgt die Parodie, wie dieser 50 Jahre später im Altersheim auftreten wird. Es folgen Tina Turner und Conchita Wurst. Zum Schluss müssen sehr realistisch die "Tattergreise", die Amigos, dran glauben, die vor nicht allzu langer Zeit auf derselben Bühne standen.

Sepp Silberberger steht seit 50 Jahren auf der Bühne und feiert seinen Abschied auf dem Höhepunkt seiner Karriere. Rudi Exenberger kann auf 44 Jahre Bühnenerfahrung zurückblicken und Franz Pischler ist mit Alpenland-Sepp bereits in der vierten bekannten Kapelle unterwegs. Selbstverständlich spielen die drei noch eine Abschiedshymne für Jürgen Kohler, "in dessen Hotel immer ein Zimmer für uns frei war".

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