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Kompaktes Klanggemälde in St. Mauritius
Kompaktes Klanggemälde in St. Mauritius
12.12.2018 - 00:00 Uhr
Rheinmünster (iru) - Mit einem Kirchenkonzert unter dem Motto "Anderen ein Licht sein" erinnerte der Musikverein Söllingen an seinen langjährigen Dirigenten Volker Gallion. Der überaus beliebte musikalische Leiter war diesen Sommer mit 53 Jahren einem Krebsleiden erlegen.

Es war ein schwerer Schlag für die Mitglieder des 1952 gegründeten Traditionsvereins, als die Nachricht vom Tod des seit 1996 in Söllingen aktiven Vollblutmusikers die Runde machte. Noch im März hatte er nach längerer Krankheit beim Frühjahrskonzert mit seinen Musikerinnen und Musikern ein vielbeachtetes Comeback gefeiert. Der Tod Gallions hinterlässt beim Musikverein Söllingen vor allem menschlich eine große Lücke.

Das Konzert in der Pfarrkirche St. Mauritius war geprägt von klassischen Weihnachtskompositionen, modernen Arrangements und wohlklingenden Vokal-Balladen aus der jüngeren Popgeschichte.

Die Trompeten und Posaunen eröffneten das Konzert mit "A Little Opening" und einer dominanten Fanfare, worauf als Kontrast eine ruhige Passage mit Klarinetten und dem Euphonium folgte.

Über variantenreiche, rhythmisch treibende Figuren im tiefen Blech und Schlagwerk traten die Klarinetten und Trompeten solistisch in den Vordergrund. Die Holzbläser übernahmen dann die Fanfare des Hauptthemas und präsentierten sie in einem tänzerischen Zwischenteil, bevor ein wuchtiges Finale Lust auf weitere konzertante Stücke machte. Insbesondere in den hinteren Reihen der Söllinger Pfarrkirche entfalteten sich die gut intonierten Klänge des Orchesters überraschend gut. Dabei nutzten die Akteure den Resonanzraum des Kirchengemäuers. Die Melodienfolgen der einzelnen Register verwoben sich zu einem kompakten Klanggemälde, das auch dynamisch den Anforderungen der Literatur entsprach. Eine gleitende Melodielinie mit einem wiederkehrenden Thema kennzeichnete die Filmmusik "When you believe" aus dem Zeichentrickfilm "Der Prinz von Ägypten", bevor Dorothee Schäfer mit "Ich gehör' nur mir" aus dem Musical "Elisabeth" ein echtes Highlight setzte. Ausdrucksstark und robust in der Tonbildung überzeugte die aus Iffezheim stammende Sängerin mit einem couragierten Auftritt. Problemlos meisterte sie unter anderem die Anforderungen eines recht breiten Tonspektrums, das sie beim Schlusston bis in höchste Lagen führte.

Das Blasmusikorchester punktete beim Publikum mit bekannten Weihnachtschorälen , bevor Dorothee Schäfer bei "The Rose" und der Pop-Ballade "The Power of Love" ihre gesanglichen Qualitäten voll ausspielte. Als musikalische Referenz an Volker Gallion wurde Dizzi Stratfords "Friends For Life" gespielt. Mit "White Christmas" und zwei weiteren Zugaben beendete der Musikverein, bei dem Rainer Ernst erstmals bei einem Konzert den Taktstock führte, ein beeindruckendes Blasmusikevent. Zugunsten des Deutschen Krebsforschungszentrums in Heidelberg kamen etwa 2 000 Euro an Spenden zusammen.

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