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Tubaspiel fasziniert die Kleinen
Tubaspiel fasziniert die Kleinen
27.12.2018 - 00:00 Uhr
Bühl (iru) - Eine regelrechte Plüschtierlandschaft, in der sich zahlreiche Kinder beim Zuhören sichtlich wohlfühlten, bestimmte bei der Weihnachtsmatinee das Bild vor der Bühne im Bürgerhaus Neuer Markt. Das Kinderkonzert des Blasmusikbezirks Yburg-Windeck lockte am Tag vor Heiligabend nahezu 500 Gäste in den Kulturtempel. Dabei präsentierte sich das Jugendorchester unter der Leitung von Monika Gutmann in bester Spiellaune.

Im Mittelpunkt des bei Familien aus der ganzen Region beliebten Blasmusikevents stand die Aufführung von "Tubby, die Tuba", ein Kinderkonzert mit Musik von George Kleinsinger nach dem gleichnamigen Kurzfilm von 1947. In der Geschichte hadert Tuba Tubby mit ihrem Schicksal. Während die Streicher, die Blech- und Holzblasinstrumente und selbst das Schlagzeug die allerschönste Musik spielen dürfen, muss sie sich immer mit ihrem drögen "um-pah, um-pah" begnügen. Sie hat es satt, immer nur die Begleitstimme zu spielen. Das macht Tubby traurig. Doch bald lernt sie, dass es ohne ihr "um-pah" gar nicht geht. Gemeinsam mit ihren Freunden, dem Ochsenfrosch (Bassklarinette) und Pippa (Piccolo-Flöte), entwickelt sie heimlich ein Tuba-Solo. Und als der neue Dirigent vor das Orchester tritt, ist ihre große Stunde gekommen.

Die Geschichte, deren Ursprung 1945 ein Lied von Paul Tripp und George Kleinsinger war, sollte einst klassische Orchestermusik in kleine Orte und Stadtteile bringen, deren Einwohner seltener mit orchestralen Klängen in Berührung kamen. Die Matinee im Bürgerhaus war für viele Kinder das erste Mal, bei dem sie die symphonische Blasmusik live und hautnah erlebten. Neben der Tuba waren auch alle anderen Instrumente im Einsatz, so dass die jungen Zuhörer einen Einblick in die Klangvielfalt eines Blasmusikorchesters bekamen.

Die musikalische Hauptrolle übernahm Joseph Leppert, dessen Tuba allein schon wegen ihrer Größe auch optisch herausragte. Für die jungen Musiker war die Interpretation des Stücks, so spielerisch leicht es auch wirkte, wahrlich kein Selbstläufer. Die Literatur verlangte ein hohes Maß an Aufmerksamkeit, damit der Dialog zwischen den Erzählungen von Tanja Langguth und den musikalischen Parts als harmonisch und fließend wahrgenommen werden konnte.

In der musikalischen Dichtung kam jedes Instrument auch einzeln "zu Wort", was dem Zuhörer das Kennenlernen der zahlreichen Klangfarben eines Orchesters eröffnete. Trotz des großen Anteils an kleinen Kindern unter den Besuchern war es während der Aufführung erstaunlich ruhig. Dem Jugendorchester und der Erzählerin gelang es, mit diesem Kinderstück die Aufmerksamkeit der Zuhörer zu gewinnen.

Einen emotionalen Charakter hatte auch die Komposition "Glory of Love", die zu Beginn des Kinderkonzerts erklang. Hier machten insbesondere die Tenöre mit nuanciertem und fein intoniertem Spiel auf sich aufmerksam. Ergreifende Tonfolgen kennzeichneten das kleine Konzertwerk "Mountain Wind" mit seinen ruhigen und in sich stimmigen Harmonien im prächtigen Festivo-Teil. Dieses musikalische Kunstwerk und die unvergessene Melodie "Unchained melody", als Flügelhornsolo von Julian Moser interpretiert, durften Eltern und Großeltern als "ihren Teil" der Veranstaltung verstanden wissen. Der Geräuschpegel in der Kuscheltierzone nahm entsprechend zu.

Eine Auswahl bekannter Charly-Chaplin-Melodien und Weihnachtslieder zum Mitsingen erklang zum Finale der Matinee.

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