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Traumhafte Zeitreise
Traumhafte Zeitreise
29.12.2018 - 00:00 Uhr
Bühl (urs) - Musicals verzaubern die Menschen. Nicht anders erging es den Besuchern am Donnerstagabend im Bürgerhaus Neuer Markt. Die Produktion "Best of Musical StarNights" verwandelte den großen Saal mit perfekt eingesetzten Lichteffekten und eindrucksvollen Illusionen in ein traumhaftes Märchenland.

Vom "Phantom der Oper", dem "König der Löwen" bis hin zur "West Side Story" oder der Produktion "Ich war noch niemals in New York" von Udo Jürgens war für jeden Geschmack etwas dabei. Natürlich durften auch die "Rocky Horror Picture Show" und der "Tanz der Vampire" bei dieser traumhaften Zeitreise nicht fehlen. Die Crème de la Crème aller Musicals sozusagen, wurde von 14 Darstellern nahezu perfekt in Szene gesetzt. Zugegeben, in der ersten Hälfte der Vorstellung mangelte es an Raffinesse - das Bühnenbild war eher schlicht, auch mit Lichteffekten wurde gespart - , was aber die letzten 60 Minuten wiederum mehr als wettmachten.

Lebenskünstler Ben aus dem Musical "Mary Poppins" eröffnete die Show. Dieser zog das mit magischen Fähigkeiten ausgestattete Kindermädchen sozusagen aus der Tasche, und dieses ließ den weltbekannten Zungenbrecher "Supercalifragelisticexpialigetisch" ertönen - natürlich nicht ohne ihren schwarzen Regenschirm zu schwenken. Überhaupt überzeugte das gesamte Ensemble stimmlich auf ganzer Ebene. Vor allem in voller Formationsstärke entwickelten die ausgebildeten Sänger ein unglaublich gewaltiges Stimmvolumen. So wurde der Streifzug durch über 50 Jahre Musical-Geschichte mit diesem träumerischen Broadway-Musical eingeläutet.

Gewaltig und bedrückende zeigte sich dagegen das Musical "Les Miserables" nach der Romanvorlage von Victor Hugo. Hier entführten die Künstler in die Zeit des französischen Bürgerkriegs. Weniger dramatischer, aber dafür sehr erotisch gestaltete sich der Auszug aus dem Musical "Cabaret" - die Damen in "heißen" Kostümen, mit Netzstümpfen und High Heels, alles gepaart mit einer sinnlichen Choreographie.

In die Kindheit zurückversetzt fühlte sich so mancher, als mit "Hakuna Matata" oder "Can you feel the Love tonight?" das Disney-Musical "Der König der Löwen" gespielt wurde. Auch hier: einfallsreiche Kostüme, wie aus einem Kinderbuch entsprungen.

"Das Phantom der Oper" war dramatisch inszeniert und überzeugte durch Stimmgewalt und geheimnisvolle Kulisse. Schade nur, dass die berühmte weiße Halbmaske des Phantoms einfach fehlte, ebenso wie das "Biest" in "Die Schöne und das Biest". Das Ungeheuer stand neben der schönen Belle in einem schlichten schwarzen Anzug auf der Bühne.

Ganz schön turbulent muss es indes hinter den Kulissen beim Kostümwechsel zugegangen sein. Highlight reihte sich an Highlight. Eine Videoleinwand tat ihr übriges und versetzte die Zuschauer auch optisch an den Ort des Geschehens, an dem die Darsteller über die Bühne wirbelten und bekannte Songs wie "Es grünt so grünt" (aus "My Fair Lady"), "You can stop the beat", den Final-Hit aus dem Musical "Hairspray", oder die Abba-Songs "Mamma Mia" und "Waterloo" intonierten.

Kurzum: Für alle Musical-Fans wurde beste Unterhaltung geboten. Auch Udo Jürgens wurde noch ein Denkmal gesetzt mit "Ich war noch niemals in New York" (im Matrosenoutfit) und "66 Jahren". Das große Finale heizte mit Queen ("We are the Champions" und "We will rock you") noch einmalrichtig ein. Kaum einen hielt es mehr auf seinem Platz, es wurde der Rhythmus gestampft und mitgeklatscht.

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