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Die Kirche St. Johannes wird zu einem Tanzsaal
Die Kirche St. Johannes wird zu einem Tanzsaal
03.01.2019 - 00:00 Uhr
Ottersweier (mf) - So viel Schwung und Rhythmik hat die ehrwürdige Pfarrkirche St. Johannes in Ottersweier sicher noch selten erlebt. Und dazu wurde auch noch getanzt, voller Energie und Lebensfreude ob des eben neu begonnenen Jahres 2019. Verursacht haben dieses ungewöhnliche musikalische Gemeinschaftserlebnis in der Kirche die sympathische Sängerin Desirée Lobé und ihre Band.



Seit einigen Jahren schon organisiert das Ottersweierer Pfarrgemeindeteam am Neujahrstag ein Konzert in der Kirche. Im vergangenen Jahr hat die Orgel "gerockt", dieses Jahr spielte die Band rund um Desirée Lobé (Lahr) ein breites Spektrum von selbst komponierten deutschsprachigen Liedern bis hin zu Welthits wie "Hey Jude" und "What a wonderful world".

"Wir vom Gemeindeteam möchten Ihnen auf diese Weise ein gutes neues Jahr wünschen", erklärte Vorsitzende Renate Höß bei der Begrüßung, "gehen Sie behütet von dieser Musik in die Zukunft."

Anlässlich des Auftritts im Gotteshaus zu Neujahr hatte sich die Band mit einem festlich klingenden Bläsersatz verstärkt: Klara Kimminger spielte Posaune, ihre Schwester Felicitas Kimminger Saxofon und Cedric Seifried Horn und Trompete. Familie Kimminger wurde komplettiert durch Papa Wolfgang am Bass.

Am Schlagzeug hatte der aus Ottersweier stammende Timo Wendling, Sohn von Heinz Wendling, ein Heimspiel. Max Vollmer übernahm die versierte Begleitung am Piano. Leadgitarre und Gesang steuerte schließlich Markus Westermann bei. Der Waldmatter ist Lehrer an der Bühler Carl-Netter-Realschule und in der Region kein Unbekannter, nachdem er seit vielen Jahren in verschiedenen Bands auftritt. Durch seine familiären Kontakte zu Gemeindeteam-Mitglied Willi Sickinger kam das Konzert zustande.

"Wir heben an, sind schwerelos, wir breiten unsere Arme aus und fangen an zu fliegen", singt Desirée Lobé zu Beginn des abwechslungsreichen Programms. "Kommt, wir fliegen" und "Leicht" sind zwei dieser von Lobé selbst geschriebenen Titel im Stile der deutschen Popmusik. Eine schöne Melodie, ein eingängiger Rhythmus und der kreative Umgang mit der deutschen Sprache erleichtern den Zugang, zumal Desirée Lobé mit einer warmen Stimmfarbe fasziniert.

Unter die Haut ging auch die traurige Eigenkomposition "Immer wieder", in der sie den Verlust eines geliebten Menschen musikalisch verarbeitet.

Inspiriert durch eine Beobachtung in ihrer Geburtsstadt Freiburg ist der Titel "Irgendwie gleich" entstanden. Das Lied besingt die Buntheit der Menschen, die sich doch auch gleich sind. Als Deutsche mit afrikanischen Wurzeln widmete sie einen eingängigen Song diesem kulturellen Zwiespalt. Es ist der Moment, in dem die Kirchenbesucher schließlich mittanzen. "Mein Herz schlägt deutsch und morgen Afrika" lautet der Refrain zur mitreißenden Rhythmik. "Es ist das erste Mal, dass eine ganze Kirche mit uns getanzt hat", freute sich Markus Westermann.

Einig waren sich die Kirchenbesucher mit einem textlich verarbeiteten Anliegen von Band und Sängerin. "Lasst uns aufstehen, dagegen vorgehen und für einander einstehen, nichts ist zu spät", ist ein leidenschaftlicher Appell, gegen die Zerstörung der Welt gemeinsam anzukämpfen.

Neben diesen eigenen Liedern begeistern Desirée Lobé und ihre gut eingespielte Band mit Tina Turners energiegeladenen "Simply the Best", dem gefühlvollen "Stand by me" und einem schwungvollen "Feliz Navidad", bei dem die Kirchenbesucher gerne mitsangen.

"Wir haben so viel positive Rückmeldung bekommen, wir machen auf jeden Fall weiter", lautete das Fazit von Renate Höß und Willi Sickinger, die nach dem Neujahrs-Konzert Spenden für den Erhalt der Kirche sammelten.

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