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Besondere Beziehung seit fast 40 Jahren
Besondere Beziehung seit fast 40 Jahren
04.01.2019 - 00:00 Uhr
Bühlertal (hes) - Vom Wunder der Heiligen Nacht, der Menschwerdung Gottes, künden Weihnachtskrippen rund um den Erdball. In mitunter geheimnisvoll anmutenden Geschichten, mehr als 100 Jahre zurückliegend, geben liebevoll gestaltete Kunstwerke einen Einblick in den Ideenreichtum, die Kreativität, das handwerkliches Geschick und auch den Glauben der Krippenbauer. Eine ganz besondere Geschichte haben auch Siegmar und Johanna Häußler aus Bühlertal zu erzählen.



Malermeister Siegmar Häußler ist handwerklich wie künstlerisch der vielseitig begabte Krippenvater. Ehefrau Johanna teilt die Leidenschaft ihres Ehemannes und unterstützt ihn mit Sachverstand. Das Credo des Ehepaars lautet: "Weihnachtskrippen erleuchten unsere Herzen."

Anfang der 80er Jahre weilte das Ehepaar zur Erholung im Herzen der Dolomiten, im Grödnertal. Beim Betrachten von Krippenszenen in Kirchen und bei heimischen Schnitzern wurde der Grundstein gelegt für eine dauerhafte Passion: die Geburt Jesu zur Weihnachtszeit auch Zuhause im eigenen Bühlertäler Domizil darzustellen.

Der Kauf einer maschinengefertigten Krippe bildete den Grundstock für eine Sammlung, die sukzessive ausgebaut wurde. Heute sind es fünf Krippenszenen, aus denen das Ehepaar Häußler wählen kann: die "Wurzelkrippe" mit Reb- und Wurzelholz aus den Dolomiten sowie Steinformationen, gesammelt in Südtirol. Sodann ein weihnachtliches Kunstwerk, das Häußler in akribischer Laubsägearbeit gefertigt hat. Des Weiteren eine historische Weihnachtskrippe aus feinmaschigem Sackleinen, die einst ein Geschenk war von Jossel Liebich "von der Schmelz" aus der Adlergasse im Untertal. In hellem Holz erstrahlt derzeit das vierte Krippenszenarium, aufgestellt im Esszimmer der Familie. Es ist das Werk eines Insassen einer mittelbadischen Justizvollzugsanstalt.

Von besonderer Ausstrahlung ist das neueste Krippenbild, mit dem Ehefrau Johanna im vergangenen Jahr ihrem Siegmar eine besondere Freude bereitete. Wo und in welchem Jahr besagtes Kleinod geschaffen wurde, ist bis dato unbekannt. Bekannt ist, dass einer der früheren Besitzer Pfarrer Friedrich Haas war, von 1920 bis 1923 Vikar in der Bühlertäler Pfarrei St. Michael. Als Seelsorger wirkte er in Prinzbach im Kinzigtal. Aufgrund von Vererbung trat die Heilige Familie einst mit all ihren Getreuen eine Reise in die Talgemeinde an. Im vergangenen Jahr fanden alle im Haus Häußler eine neue Herberge.

Eine Besonderheit der Krippe, die geschätzt mehr als 100 Jahre alt ist, liegt darin, dass im Sockel jeder Figur eine römische Zahl eingraviert ist. In der Grundplatte wiederholen sich dann die Ziffern. Jede Krippenfigur hat somit ihren angestammten Platz. Mit heimischem Wurzelwerk, Baumrinde aus "Vadders Bosch" oder mit Steinen aus der Klaragrube im Wolfachtal hat Siegmar Häußler dieses malerische Krippenbild verfeinert.

Angesprochen auf sein handwerkliches Geschick, das in seinen Krippengestaltungen Ausdruck findet, meint Häußler in der ihm eigenen, bescheidenen Wesensart: "Das habe ich vielleicht von meinem Großvater Matthäus Häußler geerbt, der in Bühlertal ein geschätzter Schreinermeister war."

Krippenvater Häußler ist überzeugt: "Die Bedeutung des Kindes in der Krippe hat in unserer Region nichts an Aktualität und Popularität verloren. Das ist für mich Motivation in meinem Tun und Streben."

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