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Viele Stadträte, aber Lücken im "Fußvolk-Bereich"
Viele Stadträte, aber Lücken im 'Fußvolk-Bereich'
08.01.2019 - 00:00 Uhr
Bühl (jure) - Lag es an der Wette oder am anstehenden Kommunalwahlkampf? In jedem Fall waren beim Vimbucher Neujahrsempfang so viele Stadträte wie selten zuvor zu Besuch. Ihre Anwesenheit wurde zudem noch durch eine Königin und drei Könige gekrönt. Dagegen klafften im "Fußvolk-Bereich" etliche Lücken.



Es ist schon seit Jahren gute Tradition, dass die Orte des Kirchspiels Vimbuch - dazu gehören auch Balzhofen, Oberbruch und Oberweier - gemeinsam aufs neue Jahr anstoßen. Während Ortsvorsteher Manuel Royal und Pfarrgemeinderatsvorsitzen der Jörg Knapp ausreichend Diskussionsstoff lieferten, hatten Ortschaftsrat und Gemeindeteam fleißig gebacken und für den gemütlichen Teil vorgesorgt. Den festlichen Rahmen gestaltete der Musikverein Vimbuch unter Alfred Hess, der mit konzertanten Kompositionen und schwungvollen Stücken den Empfang bereicherten.

Im vergangenen Jahr hatte sich Royal größeren Gemeinderatsbesuch gewünscht und mit Bürgermeister Wolfgang Jokerst gewettet, dass sich dies 2019 erfüllen werde. Nun muss Jokerst seinen nicht ganz freiwilligen Wetteinsatz bei einem Arbeitseinsatz in Vimbuch einlösen. Die Zwetschgenkönigin Jessica I. hatte Royal verpflichtet, nachdem Jörg Knapp das Kommen der Heiligen Drei Könige angekündigt hatte. Für die Eröffnung zitierte sie Gedanken einer Jugendlichen, deren Inhalte sich auch in den weiteren Ansprachen wiederfanden. Allesamt betonten die Redner die Bedeutung des Miteinanders, aber auch, wie sehr negatives Denken Einzug gehalten habe.

"Wir machen uns das Glück nicht klar, hier in einer so prosperierenden Gegend geboren oder gelandet zu sein", meinte Ortsvorsteher Royal. Zu oft werde nach dem Haar in der Suppe gesucht. In Vimbuch lasse es sich gut leben und alt werden, meinte er auch mit Blick auf das Vereinsleben. "Was Ihr leistet ist spitze", wandte er sich an Übungsleiter ebenso wie an Vereinsvorstände und Feuerwehrkameraden.

Um den Ort lebenswert zu halten, brauche es Menschen, die mitgestalten und sich einbringen. So hofft er auch beim Bürgerbeteiligungsverfahren, das am 13. März startet, auf viele Ideen aus der Bevölkerung. Im Mittelpunkt steht die Neugestaltung des Bereiches Farrenstall/Feuerwehrgerätehaus, das zu einem neuen Zentrum für Vimbuch entwickelt werden könnte. 50 000 Euro stehen hierfür bereits als Planungsmittel im städtischen Haushalt. Ansonsten werden in Vimbuch Sanierungsarbeiten am Rathaus und in der Grundschule durchgeführt. Die Tullahalle wird um einen Lagerraum samt Lüftungsanlage erweitert. Zudem stehen Spielplatzkonzeption und Friedhof auf der Tagesordnung, berichtete Oberbürgermeister Hubert Schnurr. Der Sportplatz erhält eine neue Tartanbahn. In Balzhofen werden in der Eichwaldstraße der Kanal erneuert und der Bereich um das Feuerwehrgerätehaus erschlossen. In Oberbruch müssen das Flachdach am Bürgersaal und die Kapelle außen saniert werden. "Es gilt, den schönen Westen zu pflegen", fasste OB Schnurr zusammen.

Pfarrgemeinderatsvorsitzender Jörg Knapp nutzte das Podium, um auf die pädagogische Arbeit des kirchlichen Kindergartens St. Bernhard hinzuweisen, nachdem im Gemeinderat darüber diskutiert worden war, wer die Personalauswahl trifft. Mittlerweile 86 Prozent der Personalkosten werden von der Stadt getragen, und auch bei baulichen Maßnahmen gibt es Zuschüsse von bis zu 80 Prozent.

"Uns geht es darum, dass die Kinder die christlichen Grundlagen kennenlernen. Dies ist auch wichtig für das Verständnis der europäischen Kultur", verdeutlichte Knapp, dass Kinder aller Konfessionen mit den großen Jahresfesten oder auch mit dem Gebäude mit der großen Spitze etwas anfangen können sollten. "Die Welt ist auch in Vimbuch angekommen", verwies er darauf, dass im Kindergarten St. Bernhard Kinder islamischen, orthodoxen, hinduistischen und evangelischen Glaubens seien. Ein weiteres Drittel sei konfessionslos, ein Drittel katholisch. Auch dem Pfarrgemeinderat liege die Entwicklung des Friedhofes sowie die Mitsprache beim neuen Ortszentrum am Herzen.

Lob für die Freundschaft zwischen Vimbuch und Mommenheim gab es von Maire Francis Wolf, der erneut mit einer großen Delegation am Neujahrsempfang in Vimbuch teilnahm. Er erinnerte an das gemeinsame Konzert im vergangenen Spätjahr. "Die tiefe Freundschaft ist zu spüren", freute er sich.

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