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"Ein mühseliges Geschäft"
10.01.2019 - 00:00 Uhr
Von Joachim Eiermann

Bühl - Die Kandidatensuche für die Kommunalwahlen geht in die Endphase. Am 26. Mai sind rund 23 600 stimmberechtigte Bühlerinnen und Bühler aufgerufen, einen neuen Gemeinderat zu wählen. Ihr Votum ist auch bei der Wahl des Kreistags für den Landkreis Rastatt gefragt. In fünf Stadtteilen stehen außerdem die Ortschaftsräte zur Disposition.



Die Frage: "Wie läuft die Kandidatensuche?", beantwortet die CDU-Stadtverbandsvorsitzende Doris Schmith-Velten mit: "Gut!" So sei es gelungen, ausreichend Bewerberinnen und Bewerber anzusprechen, um alle 26 Listenplätze für den Gemeinderat belegen zu können. Es fehlten lediglich noch zwei oder drei schriftliche Zusagen, so die Vorsitzende. Am 1. Februar werde nominiert.

"Wir haben die gesamte Bandbreite von 18 Jahren bis 60 plus", unterstreicht sie. Vor dem Hintergrund des Jubiläums "100 Jahre Frauenwahlrecht" hätte sich Schmith-Velten jedoch mehr als nur fünf Kandidatinnen gewünscht. Alle neun Fraktionsmitglieder bewerben sich wieder um einen Ratssessel im Friedrichsbau, darunter zwei Frauen.

Was die Kreistagswahl betrifft, sei die Liste (zehn mögliche Bewerber pro Partei für sieben Mandate des Wahlkreises Bühl) "so gut wie voll", lässt die Bühler CDU-Vorsitzende weiter wissen. "Wir haben dafür mehrere Persönlichkeiten gewinnen können." Allerdings stellten sich mit dem früheren Bühler Oberbürgermeister Hans Striebel und Gerhard Wendenburg zwei "Stimmenkönige" der Wahl 2014 nicht mehr zur Verfügung.

OB Hubert Schnurr indes tritt für die Freien Wähler wieder für den Kreistag an. Die Kandidatensuche dieser Gruppierung ist noch nicht abgeschlossen. Auch Johannes Moosheimer, Vorsitzender des Stadtverbands Bühl, hat das Bestreben, alle Listenplätze für Kreistag und Gemeinderat zu belegen. Für letzteren lägen 22 Zusagen vor, fehlen derzeit also noch vier. Stadträtin Ursula Zink-Ohnemus kandidiert nicht wieder. Ende Februar/Anfang März soll nominiert werden. Seit September halten die Freien Wähler (fünf Sitze) Ausschau nach potenziellen Kandidaten, "Es ist ein mühseliges Geschäft", gesteht Moosheimer. Mit dem Vortrag "Lust auf Kommunalpolitik?" eines profilierten Gastreferenten habe man versucht, neue Interessenten zu gewinnen, doch sei man letztlich unter sich geblieben. Moosheimer berichtet, dass viele persönlichen Anfragen mit Hinweisen auf andere Verpflichtungen ("Keine Zeit!") abgelehnt worden seien.

Auch Peter Hirn (SPD) bedauert, dass sich viele Angesprochene nicht für ein Ehrenamt im Gemeinderat entschließen konnten. Der Fraktionsvorsitzende ist jedoch zuversichtlich: "Wir kriegen unsere Liste voll." Von den fünf Fraktionsmitgliedern wollen vier weitermachen. Heidrun Zeus, die im Herbst 2017 für den langjährigen Fraktionschef Oswald Grißtede nachgerückt war, tritt indes nicht mehr an. Peter Hirn ist zudem Mitglied des Kreistags und hofft darauf, auch für diese Position wieder das Wählervertrauen zu erhalten: "Diese Aufgabe macht mir sehr viel Spaß." Um die Liste zu füllen, werden sich ausreichend Kandidaten finden, ist er sich sicher. Einen Termin für die Nominierungsversammlung gibt es noch nicht.

Die GAL werde wieder komplett antreten, erklärt Walter Seifermann, dienstältester Bühler Stadtrat. Seine drei Fraktionskollegen und er stellen sich geschlossen der Wiederwahl. "Die Kandidatensuche", sagt der seit 1986 amtierende Fraktionssprecher, "läuft nicht schlecht." Nur zwei bis drei Personen fehlten noch, um die Liste vollzumachen: "Wir sind guter Hoffnung, dass wir das wieder schaffen." Mehr Frauen und mehr junge Kandidaten hätte auch er sich gewünscht. Bei den Grünen will Hans-Peter Behrens seinen Sitz im Rastatter Kreistag verteidigen. Auch diese Liste werde keine Lücke aufweisen, berichtet Behrens. Nur drei Unterschriften stehen noch aus.

Guter Dinge ist auch die FDP. Lutz Jäckel, Sprecher der dreiköpfigen Gemeinderatsfraktion, Kreisrat sowie Vorsitzender des Kreisverbands Rastatt und Ortsvereins Bühl, erklärt zur Kandidatensuche: "Ich bin nicht unzufrieden." Zu 80 Prozent seien die Listen gefüllt. Seine Kollegen Norbert Zeller und Alfred Veith, die für Jan Rassek und Stefan Böckeler nachgerückt waren, wollen weitermachen. Jäckel strebt seine Wiederwahl im Gemeinderat und Kreistag an. Auch die Liberalen wollen keine Listenplätze "verschenken", was letztlich einer Minderung der Erfolgschanchen gleichkäme.

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